Was 2018 noch unter nicht belegbare Gerüchte fiel, scheint schneller wahr zu werden als gedacht – oder aus Immobilienbranchensicht gefürchtet. Zu recht. Der Tech Gigant Amazon ist dafür bekannt, neue identifizierte Geschäftsfelder systematisch, schnell und grundlegend umzukrempeln. Was im Fintech-Bereich bereits erfolgt ist, dass Amazon fast jeden klassischen Geschäftsbereich einer Bank mit einem smarten Angebot angreift, erwartet jetzt die weltweit höchst lukrative Immobilienwirtschaft.

Nach dem primären Fokus auf den Smart Home Bereich, der mit Alexa & Co. bereits erfolgreich erobert ist, agiert Amazon als Entwickler smarter Gebäude, als Schnittstellenplattform zwischen Käufern und Verkäufern und geht in Kooperation mit Amerikas größter Bau- und Immobilienfirma Lennar bereits erste Schritte ins Häusle-Bauen. Gebaut werden Immobilien, die mit Amazon-Hardware und Alexa-Software direkte Mehrwerte für die Bewohner schaffen. Komfortabler und einfacher wird es auch im Office-Bereich, nachdem Alexa for Business als intelligenter Assistent für Besprechungsraum-Buchungen, Kalender-Verwaltung oder Antwort-Assistent gelauncht wurde.

Und wer seine Immobilie über die Amazon-Vermittlungsplattform TurnKey kauft, erhält tausende Dollar um das neue Zuhause mit Amazon Devices auszustatten.

Doch der One-Stop-Shop geht jetzt schon weiter und bietet bereits Do-it-yourself Bausätze und Container-Häuser inkl Solarpower an. Damit zahlt Amazon voll auf den Trend zu Mikro-Living ein und kreiert Antworten zu explodierenden Baukosten und Nachhaltigkeit. Expertenmeinungen deuten die strategischen Schritte und insbesondere die neueste Investition in einen Anbieters für Off-Site-Construction & Modulbauweise als das klare Signal, dass Amazon noch stärker die Immobilienbranche erobern wird. Wir meinen: es wird höchste Zeit für die etablierten Unternehmen aufzuwachen, dass Digitalisierung zunächst nicht Wachstumsstrategie sondern den blanken Kampf ums Überleben darstellt.

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