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Sarah Schlesinger

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Triggert die Corona-Krise die Digitalisierung oder bremst sie sie aus? TEIL 2: PropTech Sicht

By Booster InsideNo Comments

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PropTechs erkennen Potenziale

 

Natürlich machen sich nicht nur die Digital Leader in Zeiten Coronas ihre Gedanken, auch die PropTech-Szene nimmt sich der weltweiten Epidemie an. Wir bei blackprint Booster haben in den vergangenen Tagen einige Stimmen, Meinungen und Eindrücke sammeln können wie die Welt der PropTechs die aktuelle Marksituation und Auswirkungen auf ihr Business einschätzt. So wie im ersten Teil dieser Serie ist die Aussicht der Digital Leader in die Zukunft mit großen Bedenken verbunden, jedoch stellt sich auch bei den PropTechs heraus, dass diese Krise durchaus ihre Chancen mit sich bringt. Wir haben die interessantesten Thesen noch einmal für Euch gesammelt:

 

  • Reise- und Kontaktverbote als Chance: Corporates geben die Rückmeldung, dass Sie jetzt endlich Zeit finden sich mit digitalen Lösungen zu beschäftigen, weil sie am Schreibtisch sitzen und nicht reisen müssen. Übermäßige Business Tripps haben Innovation offenbar aufgehalten. Jetzt findet tiefgründigere Beschäftigung mit den Themen statt und beispielsweise Makler haben mehr Zeit, Prozesse in den Griff zu kriegen und sind willens diese mit PropTechs effektiver zu gestalten.

 

  • Liquidität wird zum Problem: Finanzierungsrunden werden aufgeschoben, angesetzte Due Dilligences ausgesetzt. VCs kommunizieren offen Zögerlichkeit und Abwarten bzgl. weiterer Finanzierungsrunden. Die Situation verschärft sich dadurch, dass auch Pilotprojekte oder sogar laufende Aufträge gestoppt oder zeitlich unspezifisch verschoben werden. Einige Unternehmen vermelden Hochrechnungs- und Neuplanungsszenarien von -80%. Daraus resultierende ausbleibende Geldeingänge ohne Perspektive, wann es weitergehen kann, werden nicht nur frühphasige PropTech Unternehmen in existenzielle Schwierigkeiten bringen. Oder gar zu Marktaustritten führen.

 

  • Online Vertrieb wirkt plötzlich:während bisher klar der Direktvertrieb das effektivste Mittel der Wahl darstellte, funktionieren jetzt Online-Vertriebsmöglichkeiten. Für die Coporate-Seite sind plötzlich auch digitale Präsentationstermine akzeptabel. Die Terminabstimmung dazu hat sich vereinfacht. Selbst wenn digitale Auftragsvergabe noch nicht läuft, funktioniert diese aber zumindest organisatorisch aus dem Home Office.

 

  • Schub durch Corona: einige PropTech Unternehmen sehen bei sich und anderen einen deutlichen Schub durch erhöhte Nachfrage Ihrer Lösungen auf Corporate Seite. All die Teams, deren Angebote sich ohne grundlegende interne Prozessveränderung Optimierungen herbeiführen und insbesondere einen direkten Impact haben, können jetzt Sales-Erfolge angehen. Spannenderweise sind Motive, die bisher eine untergeordnete Rolle spielten wie beispielsweise das Schaffen menschenunabhängigerer Prozesse oder Kosteneffizienz dank des Ausfalls von Personal oder Krisendruck jetzt wirksame Verkaufsargumente.

 

  • Branche als Fels:In der Wahrnehmung vieler PropTechs steht die Immobilienbranche als Fels in der Brandung. Zwar wird Sicherheitsdenken auf Seiten der Corporates wahrgenommen, doch kommunizieren Ansprechpartner der Corporate Seite weitestgehend keine akuten Auswirkungen der Corona Krise auf Ihr Business.

 

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Triggert die Corona-Krise die Digitalisierung oder bremst sie sie aus? TEIL 1: Corporate Sicht

By Booster InsideNo Comments

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DIGITAL LEADERS COUNCIL – erstmals digital

Unser Digital Leaders Council hat am 18.03.2020 erstmals digital stattgefunden.

Thema war, ob die aktuelle Corona-Situation die Digitalisierung triggern oder ausbremsen wird.

Eine ganze Reihe von Digital- & Transformationsverantwortliche mussten kurzfristig Ihre Teilnahme absagen. Gründe waren interne „Nottermine“ oder schlicht private Verhinderung wegen Kinderbetreuung. Die Eingeladenen berichteten selbst von Home Office, Reise-Verboten, dem Ausfall jeglicher externer Meetings, einige von Schicht-Diensten, bei denen nur Teile der Belegschaft, dann jeweils Wochenweise, in die Büros kommen, bis hin zu reinen Notbesetzungen. Allseits beschäftigte die Umstellung auf digitale Arbeitstools und -Methoden die Corporate Seite.

Die anwesenden Digital Leader tauschten sich wie bei Digital Leaders Council etabliert in vertraulicher Runde nach den Chattham House Rules aus. Hier die spannenden Thesen, die dabei formuliert worden:

 

  • Remote setzt sich durch: Die Grundlagen für digitales Arbeiten werden jetzt schnellstmöglich geschaffen, da die Krise aus dieser Anforderung ein akutes Problem gemacht hat.

 

  • Innovations-Stopp: Corona führt direkt zum Cutten, Einsparen oder mindestens Verzögern von Innovationsprojekten. Insbesondere Geschäftsmodell-Erweiterungen und Digitalisierungs-Chancen, die langes Durchhalten benötigen, werden voraussichtlich erstmal komplett auf Eis gelegt.

 

  • Konsolidierung beschleunigt sich: die bereits begonnene Markt-Bereinigung bei den PropTechs, aber auch den etablierten Unternehmen wird durch Corona beschleunigt. Einige werden kurzfristig (liquiditätstechnisch) nicht durchhalten. Andere weil sie trotz des akuten Handlungszwangs sich jetzt unaufholbar abhängen lassen. Fest steht für die Digital Leader, dass die Konsolidierung nicht steuerbar sein wird.

 

  • 90% der Unternehmen stellen sich auf eine lange Rezession ein – und darauf, dass sich nach Corona und nach den Osterferien NICHT alles wieder auf „normal“ zurückdrehen wird.

 

  • Natürliche Gewinner: die Krise wird bestimmte prozessoptimierende Technologien in ihrer Durchsetzung pushen. Ausnahmeereignisse wie der Arabische Frühling haben den Twitter-Durchbruch bedeutet. Wohlmöglich führt die Flut von Mängelmeldungen durch Zuhause eingesperrte Mieter zur Durchsetzung von Mieter-Kommunikationsplattformen.

 

 

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Wenn Google Tesla kauft

By Booster InsideNo Comments

Wenn einer der großen GAFA-Tech-Player den vielleicht innovativsten Mobilitätsanbieter der Welt kaufen würde, entstünde ein Gigant, der vielleicht nicht alles plattwalzt, aber die Welt in ein verändertes Gleichgewicht bringen wird. Riesige Umsätze bei enormen Margen würden beide gemeinsam zur Nummer eins. Was noch ein von den Unternehmen unkommentiertes Zukunftsszenario ist, könnte wahr werden. Dann auch enorme Auswirkungen auf unsere Branche. Wie unglaublich schnel eben noch unvorstellbares geschieht, zeigt die aktuelle Krise.

Hier geht’s zum Beitrag.

 

 

Zeit für Visionen

By Booster InsideNo Comments

Ob Commercial Real Estate, Residential oder Smart Space: Im Future Technology in Property Report vom London Technology Club  findet sich der typische zukünftige Tag eines Immobilien Entrepreneurs. Mit viel Inspiration für Entscheider und Lenker, die heute vor wegweisenden Entscheidungen stehen. Als Tipp vorab: Wo feststeht, dass es keinen Beweis für das Funktionieren der Zukunft gibt, bleibt nur eines: Monitoren, Messen und agil managen.

Hier geht’s zum Report.

 

 

Exklusivansprüche und Selbstüberschätzung

By Booster InsideNo Comments

Für manches Unternehmen auf Erneuerungskurs scheint die Frage nach eigenen Investitionen in Startups ein Trendthema zu sein. Die Buy-or-Build-Frage ist berechtigt. Häufig sind Zukäufe fehlender Kompetenzen günstiger als Neuentwicklung. Doch schwierig wird es, wenn frühphasige Teams auf die großen Entwicklungsträume von etablierten Corporates treffen. Und Innovationen dadurch sterben, dass unterschiedliche Entscheidungswelten und Agilitätsstufen aufeinanderprallen. Warum strategische Investments in Digital-Unternehmen für alle Seiten das Scheitern bringen können? Das Ende des Streetscooters ist ein Armutszeugnis für Deutschland. Und hält uns einen Spiegel vor aus dem wir lernen können.

Hier geht’s zum Handelsblatt Gastbeitrag

 

 

Spring Special Invite

Netzwerken goes digital

By Booster InsideNo Comments

Angeordnetes Home Office, Reise- und Veranstaltungsverbote, geschlossene Kindergärten und sich immer weiter verschärfende Einschränkungen haben uns vom blackprint Booster Team bereits letzte Woche veranlasst, Maßnahmen zum Schutz unseres Teams, unserer Partner und Gäste zu treffen. Dank vorhandener digitaler Infrastruktur von Asana, Slack, Zoom und Office365 eigentlich auch kein Problem. Doch Vernetzung von PropTechs mit Etablierten Branchenunternehmen und Wagniskapitalgebern spielt jetzt vielleicht eine noch wichtigere Rolle. Denn jetzt werden Weichen neu gestellt. Sowohl Digital Leaders Council zur Transformation wie PropTech Special zur Digitalisierung: Unsere Events werden digital.

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Hazmat

Triggert die Corona-Krise digitale Vernetzungschancen?

By Booster InsideNo Comments

Während die meisten Branchen-Unternehmen noch damit kämpfen, Standards zu entwickeln, einen Single point of truth für Daten zu schaffen und das Mindset ihrer Mitarbeiter zu changen, schauen mittlerweile erstaunlich viele in die Was-wäre-wenn-Zukunft. Nach der Frage, wie Transformation überhaupt gelingen kann, folgt die Frage, wie viel kann Digitalisierung noch rausholen. Überrauschend, dass trotz aller noch zu machender Hausaufgaben bereits 2/3 aller Immobilienprofis von Effizienzsteigerung durch Schnittstellen- und Systemintegrationen überzeugt sind. Die Zwangs-Atempause durch Corona könnte Firmen die Chance bieten, die Grundlagenarbeit zu finalisieren und digital vernetzt per API die nächsten Entwicklungsschritte zu gehen.

Hier geht’s zu API-Umfrage

 

 

Der Aufstieg von PropTech und der Ausblick in goldene 2020er

By Booster InsideNo Comments
HypeCycle PropTech Grafik 2020

Quelle blackprint Booster GmbH 2020

Das endende Jahrzehnt der 2010er brachte endlich auch der Immobilienbranche die Digitalisierung. Über alle Asset Klassen von Residential, Office, Retail, Logistik und weiter. Über alle Phasen des Lebenszykluses von Projektentwicklung, Planen, Bauen, Baumaterialien, Betreibung, Finanzierung, Vermarktung, Renovierung bis hin zum Abriss hinweg.
Die 2010er brachten damit den Aufstieg von PropTech. Wie in anderen Branchen gilt auch hier der Hypecycle nach Gartner.
Was aktuell düster klingen mag, bedeutet einen hoffnungsvollen Ausblick in die Goldenen 2020er und großartige Chancen für die Überlebenden. Denn durch das langsame Innovationstempo im Real Estate Bereich kann von anderen Branchen gelernt werden. Deshalb ist abzusehen, dass die vor uns liegende Konsolidierungsphase mit realistischerem Erwartungsmanagement einhergehen werden wird. Zum Vorteil und Profit für diejenigen, die dann die Nase vorn haben.

 

Technologischer Auslöser

Getrieben durch neue Technologien, insbesondere die Durchsetzung des Smartphones, schnellerem & reichweitenstärkerem Internet sowie neuen Kommunikationsmöglichkeiten entstanden vor zehn Jahren die ersten neuen Geschäftsmodelle mit Bezug zu Immobilien. Druck und Chancen durch das Bestellerprinzip triggerten 2015 eine erste Flut an PropTechs, d.h. Tech-Unternehmen, die Ineffizienzen damals insbesondere in der eng gedachten Immobilienwirtschaft, sprich im Bereich Vermarkten, löste. Dadurch, dass FinTech und die Digitalisierung im Bankenbereich erheblich weiter fortgeschritten ist, gleichzeitig ein großer Umsatzanteil dort auf Asset-Deals entfällt, kam von außen Schwung in die Branche. Erste Leuchttum-Unternehmen aus dem Real Estate Bereich erkannten den Handlungsdruck und starteten ihre Gehversuche in Form von Pilotprojekten mit PropTechs, eigenen Startup-Beteiligungen, Digital Labs, der Installation von CDOs oder anderen Innovationsbemühungen zur Effizienzsteigerung oder Erweiterung des eigenen Geschäftsmodells. Einige ganz wenige erkannten dankenswerterweise Notwendigkeit und Wert eines Ökosystems zur Förderung von PropTech, um die Branche insgesamt voranzubringen.

 

Der Gipfel überzogener Erwartungen

Die Euphorie durch das Entdecken immer neuer PropTechs, die ab 2018 auch immer stärker den gesamten Immobilienlebenszyklus erfassten, stieg auf den Gipfel überzogener Erwartungen. Insbesondere auch für die Bereiche Planung, Bauen sowie Asset Management bis zu Facility Services – und damit den wirklichen Kostentreibern über die Lebensdauer einer Immobilie – poppten Tech Teams auf und präsentierten Lösungsansätze. Der Glauben daran, dass der gerade programmierte MVP-Button alle Probleme der letzten 35 Jahre – intern wie extern – mit einem Klick wegzaubern würde, war extrem hoch. Dabei muss realistisch gesagt werden, dass in dieser Phase, wie auch in anderen Branchen, gemäß Hype Cycle zwar einige Startups erfolgreich neue Anwendungen hatten, die meistern MVPs und Entwicklungsstufen dieser Zeit allerdings mit Kinderkrankheiten kämpfen mussten.
Parallel trennte sich die Masse der Immobilienunternehmen in die Digital First Mover, in solche Späterstarter, die auch langsam anfingen Ausschau zu halten, was getan werden könnte und solche Schlusslichter, die auch 2019 nach wie vor ihr Faxgerät mit auf die Expo schleppten und sich die Emails zum Abzeichnen ausrucken ließen.

 

Das Tal der Enttäuschung

Viel diskutiert wurde die Frage nach dem „PropTech Hype“. Tatsächlich entsprach die gesteigerte Heilsbringer-Erwartung an die PropTech-Teams genau diesem. Und genau betrachtet befinden sich einige Spätstarter noch immer in dieser Phase. Die First Mover kamen bereits 2018 zu der Erkenntnis, dass eine Code-Zeile allein nicht die Welt verändert. Oder Change in den Köpfen der eigenen Mitarbeiter eben nicht mit einem glanzvollen Digital-Kick-Off getan ist. Oder eine Startup-Beteiligung oder -Kooperation die Rendite nicht automatisch in schwindelerregende neue Höhen treibt. Teils bittere Enttäuschung machte sich breit. Die Faxgerät-Schlepper fühlten sich bestätigt in Ihrer zurückhaltenden Haltung. Enttäuschung kehrte sich in Wut und Abwehr. „Wir haben auch schon mal mit einem PropTech gearbeitet. Aber die konnten ja noch gar nicht all das, was die versprochen haben.“ Und deshalb aufhören?
Mathematisch betrachtet nach der Gartner-Beraterin Jackie Fenn, die den Begriff des Hype-Cycles zur Bewertung der öffentlichen Aufmerksamkeit bei der Einführung neuer Technolgien prägte, handelt es sich bei diesem Frust um das Abklingen nach einer Sprunganregung. Während die Aufmerksamkeit anfänglich explosionsartig steigt – den „Gipfel der überzogenen Erwartungen“, fällt sie auf ein Minimum – ins „Tal der Enttäuschung“. Roy Amara hat dies in einer Gesetzmäßigkeit formuliert, in der sich die zukünftige Immobilienbranche gerade befindet, nämlich, dass wir dazu neigen, die Wirkung von Technologie kurzfristig zu überschätzen, die langfristige unterschätzen.

 

Der Pfad der Erleuchtung

Obwohl PropTech nicht alle Erwartungen erüllen konnte und das Buzzword Digitalisierung nicht mehr (sinnlos) auf jeder Bühne oder in jeder Berichterstattung auftaucht, führen insbesondere bei den weit entwickelten First Movern (denen, die kapiert haben, dass Change lange Zeit braucht, viel Geld kostet – und im übrigen alternativlos ist) zu realistischer gewordenen Einschätzungen. Ein entwickeltes gesundes Erwartungsmanagement, der Pfad der Erleuchtung, führt zu tieferem Verständnis für Technologie, Ihre Grenzen sowie realistische Möglichkeiten und Machbarkeiten sowie für die praktische Umsetzung. Am Liebsten möchte man jedem Corporate laut zurufen, dass Digitalisierung KEIN Ziel ist, dass sie nur Sinn macht im Rahmen einer zukunftsfähigen Gesamtstrategie, dass das nur funktioniert, wenn die liebgewonnenen Bereichsleiter-Ebenen oder sonstigen Machtsilos sowohl in Budgets wie auch in personellen Strukturen aufgebrochen wird und dass Digitalisierung außerdem nicht mal eben so von einem Innovationsverantwortlichen zur positiven Imagebildung in Form eines Alibi-Projekts erfolgen kann. Doch die einen wissen es schon – und ringen mit den Herausforderungen des Change Prozesses. Die anderen warten lieber ab, bis die Lösungen „dann fertig sind“. Und klopfen schon mal an, wie sie eben auch schnell eine PropTech-Beteiligung aufziehen können, um damit ganz schnell ganz viel Geld zu verdienen.

 

Das Plateau der Produktivität

Öffentlich present war 2019 der anfängliche Hype vorbei und PropTech wurde zum Unwort erklärt, dass man besser nicht mehr auf öffentlichen Bühnen benutzen wollte, um nicht anzuecken. Das Tal entwickelte sich. Da die Schere zwischen First Movern und Spätstartern immer größer wurde, zeigen erste Vorbild-Leuchtturm-Unternehmen, wie es gehen könnte. Und zeigen damit, was 2021 ob des Innovationstempos von Technologie-Entwicklung allgemein niemand mehr in Frage stellen wird: PropTech wird allgemein anerkanntes und akzeptiertes Fachwort. Die angebotenen Tech-Lösungen werden relevanter und solider weiterentwickelt sein. Gleichzeitig werden heute noch nicht gelöste oder auch noch nicht lösbare Probleme in den Fokus geraten sein. Zusammenschlüsse von Unternehmen, Martkabgänge durch Auflösung oder Aufkäufe und insbesondere auch Kooperationen bzw. Bundles-Angebote werden den PropTech-Markt konsolidieren. Zeitversetzt, doch unausweichlich, wird eine weitere Konsolidierung stattfinden. Grundlegender und wohlmöglich aufsehenerregender. Die der heute noch Etablierten, die es nicht mehr schaffen, sich rechtzeitig auf Zukunft auszurichten, die aufs falsche Pferd gesetzt haben oder die schichtweg nicht genug Power haben im sich verändernden Marktgefüge zu bestehen.
Blicke in weiter entwickelte Märkte als den deutschen zeigen, dass Bauwirtschaft und Immobilienwirtschaft, die sich heute nicht mal als eine Branche verstehen, zukünftig konzeptionell nicht getrennt betrachtet werden können bzw. noch viel enger zusammenwachsen. Bereits in der Projektentwicklung werden alle Beteiligten eingebunden. Auch oder insbesondere BIM, Building Information Modelling, hat als Secret Ingredients für die neue Immobilienwelt Game Changer Potential. BIM bezeichnet eine Welt aus zusammengeklickten Einzellösungen, die in Ihrer Gesamtheit den Lebenszyklus von der Idee über Bau bis Betreibung und schlussendlich Abriss verknüpfen wird. Wenn BIM sich technologisch und in den Köpfen in allen Dimensionen durchgesetzt haben wird, liegt hier Potential für Effizienzsteigerung und neue Profit-Potentiale in einem Maße, dass heutige Silo-Vertreter sich gar nicht vorstellen können.

 

PropTech im Tal der Tränen – eine gute Botschaft für die Branche

So zeigt sich die Entwicklung der PropTech Szene zwar gleich zu Beginn der 2020er im Tal der Tränen mit den ersten großen Meldungen über Insolvenzen von heißen PropTech-Wachstumskandidaten. Die Konsolidierungswelle kommt ins rollen.
Und das ist gut so. Aus der Vielzahl der über 600 PropTech Unternehmen gehen insbesondere im Plattform-Bereich einige wenige starke hervor. Von den technologischen Einzellösungen wird nicht jede gebraucht. Nicht jeder braucht ein eigenes Dashboard. Und noch viel weniger braucht wirklich jeder den Kundenkontakt. Bundles-Kooperationen und Zusammenschlüsse werden der Branche relevante Lösungen bringen und beiden Seiten Vorteile. Und währenddessen weichen die Gegensätze zwischen den vermeintlich Jungen Wilden und den Etablierten Unternehmen weiter auf. Einige PropTechs von heute werden gar zu den Etablierten von Morgen. Zum Ende der goldenen Zwanziger wird in der Rückschau PropTech auch im vor uns liegenden Jahrzehnt eine starken Aufstieg vollzogen haben. Angst, dass Wort in den Mund zu nehmen, wird dann keiner mehr haben.
Bis dahin darf gespannt beobachtet werden, wie sehr es der Immobilienbranche und ihren Wirtschaftszweigen gelingt, Zukunft selbst zu gestalten. Oder wie sehr Plattformen wie Google, Amazon & Apple in jüngst bekanntgegebener Kooperation ihre Markteroberung im Smart Home Bereich auf weitere Herausforderungen ausweiten und damit klassische Geschäftsmodelle und heutige Branchenriesen wohlmöglich obsolet machen. Es bewegt sich was. Von innen. Noch mehr von außen. Das ist eine gute Botschaft für die Branche.
Zumindest für diejenigen, die das Fax stehen lassen.

Ein Ausblick von Sarah Maria Schlesinger

5 Learnings für PropTechs zur EXPO REAL

By Booster InsideNo Comments

Noch immer ist die EXPO REAL die wichtigste Deutsche bzw. Europäische Messe für Immobilien und Investitionen. Auf den ersten Blick also genau der richtige Ort für PropTechs, um mit der Branche in Kontakt zu kommen und mehr über die Prozesse und Unternehmen zu erfahren, die digitalisiert und zukünftig disruptiert werden sollen. Insbesondere, da zum ersten Mal seit 11 Jahren eine neue Halle hinzukam: eine extra Halle für Innovation. Wobei dies auf den zweiten Blick zu einer noch stärkeren Trennung zwischen old economy und new economy führt. Doch da die EXPO REAL dank unfassbar hoher Stand-, Ticket- und begleitender Reisekosten gleichzeitig eine der teuersten Messen ist, sollten einige Tipps befolgt werden, um den Messeauftritt tatsächlich effizient zu gestalten. Dazu haben wir dieses Jahr viele PropTechs und Corporates befragt und folgendes zusammengefasst.

1. Termine, Termine, Termine

Die Stimmung war fast durchgängig positiv bei den PropTechs ob Anzahl und Qualität der geführten Gespräche. Doch richtig happy waren vor allem diejenigen, die sich im Vorfeld der Messe den Kalender randvoll mit Gesprächsterminen mit den richtigen Ansprechpartnern vereinbart haben. Dies galt übrigens sowohl für diejenigen mit eigenem Stand wie auch den PropTech-Teams, die "nur" als Besucher da waren. Spontan auf Corporate-Ständen gehaltvolle Gespräche zu führen ist kaum jemandem gelungen. Also nicht nur für die EXPO REAL gilt: Termine, Termine, Termine als Erfolgsvoraussetzung. Und insbesondere für jüngere Teams gilt, dass der erste Messeauftritt wohl möglich auch ohne Standpräsenz funktioniert.

2. Vorbereitung ist die halbe Miete

Deutlich häufiger als im Vorjahr berichteten die PropTechs, dass im Vorfeld der Messetermine die Ansprechpartner bereits nach Ihren Bedürfnissen interviewt wurden, um gezielt darauf eingehen zu können. Andere wiederum berichteten, dass durch Werbung Corporates direkt auf sie zukamen und ihre Anliegen inkl. Terminwunsch für die EXPO REAL vorher platzierten. Klar, dass die Erfolgsquote der Gespräche so enorm steigt. Es lohnt also offensichtlich sehr, sich für die Messeteilnahme eine Marketingstrategie zu überlegen, die bereits Wochen vorher mit gezielten Aktivitäten beginnt.

3. Nachher ist vorher

Viel höher scheint mittlerweile der Professionalisierungsgrad der Kontaktpflege auf Seiten der Startups zu sein. Fast alle PropTechs gaben an, mittlerweile mit Hubspot, Sales Force oder anderen CRM-Tools zu arbeiten. So können Gesprächsinhalte, sich ergebende Aufgaben oder wichtige Notizen verwaltet werden. Viele hatten bereits den Prozess der Termin-Nachbereitung vorbereitet, so dass beispielsweise Dankeschön-Nachrichten bzw. Folgetermin-Vereinbarungen direkt versendet werden können. Denn Deals wurden auf der EXPO REAL selten gemacht. Der eigentliche Mehrwert der Messe wird also erst durch die Nachbereitung deutlich. Es gilt: nach der Messe ist vor dem nächsten Schritt: dem Deal-Abschluss.

4. Außergewöhnliches schafft Aufmerksamkeit

Auch wenn das eigentlich logisch ist: Die PropTechs mit außergewöhnlichen Auftritten waren Gesprächsthema bei den etablierten Corporates. Ob Innovationshalle NOVA3 als Ganzes oder die Tech Alley im Speziellen: für manche war dies wie ein Dschungel, ein Angebots-Überfluss, in dem Orientierung schwer fiel. Frühphasige standen direkt neben weit entwickelten Startups. Thematisch war ebenfalls keine gute Orientierung möglich. Selbst die eigentlichen Logos der Teams an den Reihentischen kaum wahrnehmbar. Ernüchternd aber wahr: ob Gadget-Geschenk, Gewinnspiel oder aufgebautes Spielzeug zum Anfassen, das waren die Lösungen, über die sich die Corporates untereinander austauschten. Es lohnt also Energie nicht nur in Flyer & Technik zu stecken sondern auch in Inszenierung.

5. Netzwerken ist einfach alles

Während früher Deals gemacht wurden, scheint die EXPO auch auf Entscheider-Ebene immer mehr zum Wiedersehens- und Netzwerk-Event zu werden. Wie gehaltvoll dann noch große Messeauftritte für die Corporates sind, scheinen einige Player bereits zu hinterfragen. Noch drängender aber waren die Fragen, auf welchen Standpartys man sich abends wiedersieht. Und wer Einladungen zu bestimmten Gästelisten-Events vorzuweisen hatte, genoß Ansehen. Spannend zu sehen, wie einige C-Level-Vertreter von Corporates erstaunt schauten, während PropTechs neben Ihnen von der wichtigsten EXPO REAL Party im P1 sprachen, zu der sie selbst nicht geladen waren. Und noch viel spannender zu sehen, wie easy die Visitenkarten den Besitzer wechselten beim gemeinsamen Cocktail, Singen und Lachen. Geschäft wird eben mit Menschen gemacht. Vorzugsweise mit solchen, die man kennt und positiv abgespeichert hat. Netzwerken ist einfach alles. Und Netzwerkzugang wie beispielsweise über die GPTI einfach unbezahlbar.

11 Gründe warum Investments von strategischen Investoren gefährlich werden können

By Booster InsideNo Comments

… und warum Startups sich genau überlegen sollten, ob sie sich einen Unternehmensinvestor in den Cap Table holen sollten

Immer mehr etablierte Branchen-Unternehmen, die den Druck der Digitalisierung spüren, entscheiden sich dafür, in Startups zu investieren. Einige tun dies sogar nach anfänglichen Gehversuchen – oder sogar als grundlegende Unternehmensstrategie in einem separaten Venture-Arm zur Verwaltung von Beteiligungen. Ob diese Wagniskapital-Investitionen dazu dienen sollen, Innovation ins Unternehmen einzukaufen, ob es um eine Geschäftsmodell-Erweiterung des eigenen Kerngeschäfts geht oder um die Hoffnung auf großartige Profite ist erstmal nebensächlich. Grundsätzlich gilt ohne Hinterfragen der Motivation, dass Investments in Startups durch Corporate VCs für beide Seiten eine großer Herausforderung darstellen, zu großen Problemen führen und sowohl etablierte Unternehmen wie Startups sich gut überlegen sollten, ob sie diesen Schritt wirklich gehen wollen.
1

Schwierigkeiten mit Technologien

Unternehmensinvestoren fehlt es an Zeit, Ressourcen und Fachwissen, um interne Impulse für die Umsetzung neuer Technologien und Strategien zu generieren oder zu integrieren. Insbesondere solche Corporte VCs, die eigene Inkubatoren- oder Acceleratorenprogramme führen zwar zu kleinen Investments und Pilotprojekten, doch eine konsequente Partnerschaft auf Augenhöhe scheitert häufig an unternehmensseitig fehlendem Willen oder auch Ressourcen.
2

Unerwünschte Skalierbarkeit

Corporates haben Ihren Eigennutzen, beispielsweise die eigene Effizienzsteigerung oder Geschäftsmodellerweiterung im Fokus. Es widerspricht in der Regel jeglicher Zielsetzung, Lösungen auch Wettbewerbern zugänglich zu machen. Sie investieren daher nicht unter dem Gesichtspunkt, ob ein Geschäftsmodell schnell skalierbar, disruptiv und marktverändernd werden kann bzw. können diese Entwicklung – ob absichtlich oder unabsichtlich – sogar verhindern.
3

Starres Konzerngerüst

Corporates verstehen nicht, wie wichtig ein VC-fähiges Setup des Startups ist. Außerdem fehlt Ihnen das nötige Investment-Netzwerk. Wachstum braucht aber meist viel Geld: von Wagniskapitalgebern. Doch Corporates glauben, dass bereits Ihr Einsatz von ein paar hundert- bis 1,x Mio € 25,1% Anteile und mehr wert sind. Sie verlangen viele Anteile und konzernübliche Kontrollrechte. So sorgen sie dafür, dass die Gründer in Augen von Wagniskapitalgebern eine zu schwache Stellung haben und nicht ausreichend incentiviert sind. Damit wird ein Investment durch VCs unattraktiv.
4

Absurde Profitabilität

Investitionen müssen sich direkt rechnen. Auch solche in Innovation und Digitalisierung.
Das Bewusstsein, dass Prozessoptimierung und je nach Fortschritt bei Mitbewerbern auch Geschäftsmodellerweiterung zunächst erstmal blanken Kampf ums Überleben darstellen, fehlt. Absurd anzunehmen, dass ein Unternehmensvertreter Kosten plant um sinkender Profitabilität entgegenzusteuern. Und absurd, von Startups direkte Profitabilität, erst recht fürs eigene Investment in kurzer Zeit zu erwarten.
5

Fehlende Agilität

Corporates bewegen sich langsam. Wer als Startup in Pilotprojekte mit Corporates einsteigt, bindet häufig langfristig Ressourcen, die zu Lasten der Schnelligkeit gehen. Das Bewusstsein, wie schädlich dies für Startups sein kann, fehlt auf Corporate-Seite allerdings meist. Und selbst wenn der Wille da ist, verhindern lange Entscheidungswege, diverse Strukturen oder konzernpolitische Macht-Spiele Agilität. Wer den Corporate erstmal im Cap Table hat, kann dieser Falle nicht mehr einfach entkommen.
6

Schlechte Zahlungsmoral

Mehrstufige, langwierige Freigabeprozesse für Verträge oder Rechnungen bis hin zur Veranlassung von Zahlläufen sind in Corporates Standard – oder müssen aus Compliance Gründen sogar so sein. Dies kann Subunternehmer, erst recht Startups, in ernste finanzielle Schwierigkeiten bringen. Bei Kooperationen mit investierten Corporates bringen dann Mahnungen & Co. doppelten Ärger.
7

Ablehnung von VCs

Die Suche nach Einhörnern ist das Geschäftsmodell von VCs. Es gibt in keiner Branche ein Einhorn-Beispiel, bei dem ein Corporate VC eine Rolle spielte. Im Gegenteil. Umfragen unter großen VCs zeigen, dass diese unter keinen Umständen mit Corporate VCs zusammenarbeiten möchten.
8

Reporting Verpflichtungen

In bestimmten Fällen sind Corporates verpflichtet, Ihre eigene Perfomance regelmäßig zu berichten. Dies betrifft dann auch die von Beteiligungen. Bei reinem Finanzkennzahlen-Reporting fallen Startups häufig negativ auf bzw. die relevanten Wachstums-KPIs finden keine Beachtung. Corporate VCs wissen häufig auch gar nicht um Benchmarks und Best Practice Informationen. Abgesehen vom erheblichen Aufwand zur Erstellung entsprechender Reportings kann dies zu Erfolgsdruck führen, der je nach Unternehmensphase des Startups schädlich ist.
9

Sich verändernde Strategien

Corporates möchten häufig "irgendwas machen" und haben dann Schwierigkeiten Prioritäten zu setzen. Gleich, ob Pilotprojekt, Kooperation oder bloße Beteiligung – nicht selten sind Startups mit wechselnden Ansprechpartnern, unterschiedlichen Motivationen oder schlimmstenfalls sich verändernden Strategien auf Seiten der Corporates konfrontiert. Wenn sich die Priorität beim Corporate VC plötzlich weg vom Startup bewegt, können die fehlende Ressourcen-Zur-Verfügungsstellung, das fehlende Sparring oder auch sicher geglaubte Auslastung auf Seiten des Startups zu Problemen führen.
10

Unterschätzter Aufwand

Wenn Corporates anfangen digital werden zu wollen, verfallen sie häufig in klassisches Besitzdenken und „kaufen“ sich Anteile an jungen Unternehmen. Nach dem Motto sich ddie Digitalisierung zu kaufen. Wie viel Aufwand das Beteiligungsmanagement (an Startups auch im Vergleich zu sonstigen Konzerngesellschaften) bedeutet, wird dabei völlig unterschätzt oder überhaupt nicht erwartet. Entsprechend können sich Prozesse wie beispielsweise Finanzierungsrunden oder wichtige Gesellschafter-Entscheidungen auf Seiten des Startups schmerzhaft verzögern oder sogar scheitern.
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Redundanz

Unternehmen versuchen oft, große Herausforderungen der Branche zu lösen, indem sie isoliert den Aufwand verdoppeln und nicht von den Erfahrungen anderer Unternehmen lernen. Dies widerspricht den offenen, auf Kooperation angelegten Strukturen von Startups. Wenn Silodenken eines Corporate-VCs Startups von Kolaboration abhält oder dies aktiv verhindert, ob zum Wettbewerbsschutz oder aus klassischer Konzerndenke, kann dies massive Innovations- und Wachstumsbremse für das Startup bedeuten.
Es gibt durchaus positive Beispiele, bei denen Corporates ganze Venture Firmen aufgesetzt haben. Diese mit dem klaren Ziel Wagniskapital zu investieren, um daraus Profit zu generieren. Nicht als Zusatzhobb, nicht als Innovations-Einkauf, nicht mit dem Fokus der Geschäftsmodell-Erweiterung und nicht als vermeintlicher easy und quick Profit-Win. Eben ganz ohne Verknüpfung zum operativen Business. Als separate, unabhängige Entity. Mit entsprechenden agilen Strukturen, Know-How und mit vorhandener Netzwerkanbindung, von denen Startups profitieren können.

Dies kann eine hervorragende Strategie sein. Und dies können optimale Partner für Startups auf Wachstumskurs sein. Leider hat dies mit der Herangehensweise vieler etablierter Unternehmen heute wenig zu tun.

Further Readings:

  • Unser Booster Alumni Tim Meger-Guinkamp hat aus seinen eigenen Erfahrungen einen Kommentar zum Thema Zusammenarbeit mit strategischen Investoren geschrieben. Hier geht’s zu dem Beitrag.
  • Warum Corporate Venture Capital übrigens häufig als „Tourist Capital“ gilt, könnt ihr hier nachlesen.
  • Zur Motivation von Corporate Venture Capital könnt ihr hier mehr lesen.