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Mehr als ein Nice-to-have – Renditesteigerungspotentiale durch digitale Lösungen in Corona-Zeiten

By Booster Inside No Comments

Durch die Corona-Krise konnten in Bezug auf Digitalisierung einige Fortschritte in der Immobilienwirtschaft gemacht werden, doch sollte dies nur der Anfang sein. Für jedes Unternehmen gibt es diverse Potentiale zur Renditesteigerung, die durch digitale Lösungen ausgeschöpft werden können. Und die Zeit dafür scheint jetzt gekommen.

Die Corona-Krise hat zweifelsohne bei vielen Immobilienunternehmen einen Sprung in Richtung Digitalisierung bewirkt und vielleicht sogar als Katalysator gedient. Durch die Umstellung auf Home-Office, das Absagen von Geschäftsreisen und physischen Treffen jeglicher Art wurden interne Prozesse zwangsläufig digitalisiert, da kurzfristige Alternativen gefunden werden mussten. Viele Unternehmen merken seit dieser Umstellung jedoch auch, dass das Arbeiten trotz der aktuellen Umstände gut funktioniert und Prozesse durch digitale Lösungen viel effizienter gestaltet werden können als zuvor. Die bisherigen Ineffizienzen in Prozessabläufen, die von Unternehmen teilweise noch gar nicht selbst identifiziert wurden, konnten so schneller behoben werden, als es ohne den Schub durch die Corona-Krise jemals möglich gewesen wäre.

Diese Digitalisierung von Prozessen äußert sich u.a. in effizienterer Kommunikation, strukturierterer interner IT oder dem Einführen von modernster Videokonferenztechnologie. Bei allen Vor- und Nachteilen der aktuellen Zeit konnte die Effizienz durch den Einsatz von digitalen Lösungen in vielen Bereichen gesteigert werden. Doch ist damit die Arbeit in Richtung Digitalisierung getan?

Auf dem gelegten Fundament aufbauen – aber wie?

Trotz der von vielen Immobilienunternehmen zügig und erfolgreich umgesetzten Digitalisierung in den internen Unternehmensbereichen in Zeiten der Corona-Krise, reicht dies für die zukunftsfähige, digitale Aufstellung von Unternehmen nicht aus. Die beste Videokonferenztechnik oder sicherste IT-Struktur reichen hier nicht aus, um Digitalisierung vollständig umzusetzen. Digitale Transformation bedeutet hier auch mehr als das Ersetzen des Schlüsselbundes des Hausmeisters durch eine Keycard oder der Papierrollen des Architekten durch ein iPad. Prozessoptimierungen durch Digitalisierung sind zweifelsohne sehr wichtig und bilden das Fundament für die digitale Transformation. Doch es gilt auf diesem Fundament weiter aufzubauen.

 

 

Die eigenen Produkte bzw. Dienstleistungen – in einigen Fällen sogar das gesamte Geschäftsmodell – bieten viele Möglichkeiten für die weitere Digitalisierung. Der Anreiz hierfür sind die teilweise erheblichen Renditesteigerungspotentiale, die hierdurch ausgeschöpft werden können. An vielen Stellen können durch digitale Lösungen Mehrwerte für Kunden geschaffen und der interne Aufwand vereinfacht werden. Dies kann in der Entstehung neuer Geschäftsmodelle bspw. mit neuen, breiteren Kundengruppen oder vereinfachten, schnelleren Geschäftsabläufen münden, die auf vielseitige Art Mehrwerte bieten.

Strategische Anpassungen während und nach Corona

Der Prozess diese Potentiale zu auszuschöpfen war bisher mindestens so schwer, wie der Prozess die Potentiale zu erkennen. Doch der Fortschritt, der durch Corona erzielt wurde, und die vielen Meilensteine, die in Immobilienunternehmen aufgrund der Umstände mit Bezug auf Digitalisierung in den letzten Wochen erreicht wurden, machen Hoffnung auf den weiteren „Aufbau“ auf dem bereits gelegten Fundament. Die tiefgehende Analyse der Produkte und des Geschäftsmodells eines Immobilienunternehmens ist hierfür der erste Schritt, der gemacht werden muss. An vielen Stellen wird hierbei die Notwendigkeit der Einbindung digitaler Lösungen für eine strategische Anpassung deutlich, um neue Möglichkeiten zu eröffnen, die so zuvor noch nie da waren.

Umso wichtiger ist es, weiter auf den in kurzer Zeit erzielten Erfolgen aufzubauen. Wer hier schnell schaltet und sich jetzt aktuell Gedanken zur digitalen Strategie und zum bisherigen Geschäftsmodell macht, wird merken, dass der aktuelle Schwung vieles bewirken kann. ZIA-Präsident Dr. Mattner teilte vor einigen Wochen die Erkenntnis zur Digitalisierung in Corona-Zeiten: „Wir haben viele Möglichkeiten künftig, die vorher eigentlich da waren, aber nicht genutzt worden sind“. Die Mehrwerte, die durch Digitalisierung erzielt werden können, sind für jedes Immobilienunternehmen so erreichbar und gleichzeitig attraktiv, dass die nähere Befassung damit vor dem Hintergrund der Renditesteigerung eigentlich unumgänglich ist.

Potentiale ausschöpfen mit PropTechs

Um diese strategische Anpassung auch mit digitalen Lösungen zu füllen, stehen im deutschsprachigen Raum mehr als 500 PropTechs bereit. Einige davon konnten in den vergangenen Wochen davon profitieren, dass viele interne Prozesse und Abläufe plötzlich digital laufen müssen und haben dementsprechend viel Aufmerksamkeit erhalten können. Es steht jedoch noch ein größerer Anteil von PropTechs für die Immobilienunternehmen bereit. Diese müssen nur erkennen, dass sie an ihrem Produkt oder gar ihrem Geschäftsmodell allgemein eine strategische Anpassung vornehmen müssen, um zusätzliche Rendite erzielen zu können und somit langfristig zukunftsfähig zu bleiben. Entlang des Immobilienlebenszyklus und über diverse Assetklassen hinweg gibt es ausreichend PropTech-Unternehmen, um durch digitale Lösungen genau diesen Mehrwert den Unternehmen und den Kunden bringen zu können.

Doch ist die reine Zusammenarbeit mit einem PropTech aus Imagegründen für beide Seiten nicht förderlich, da nicht alle Möglichkeiten genutzt werden. Die nähere Befassung mit den Renditepotentialen, die durch digitale Lösungen erzielt werden können, ist hier die Grundlage dafür. Nachdem der Bedarf, also die Ausgangslage und die Anforderungen, bestimmt werden, ergibt eine nähere Befassung mit PropTechs Sinn. Die Zusammenarbeit wird hierdurch erleichtert und erleichtert beiden Seiten das zugehen aufeinander. Dies wird an Beispielen wie techem oder Aareal Bank Gruppe deutlich. Kooperationen mit Start-ups oder auch Transformationsbegleitern können hier Immobilienunternehmen unterstützen, die richtigen Schritte zu gehen, um die Potentiale bestmöglich auszuschöpfen.

Best-Practices & Trailblazer

Schaut man nach Beispielen, wo diese Renditesteigerung durch eine digitale Lösung schon erfolgreich war, wird man in anderen Branchen sehr schnell fündig. Viele multinationale Konzerne, aber auch mittelständische Unternehmen, zielen immer wieder darauf ab, durch eine Anpassung des Produktes einen Mehrwert für sich und den Kunden zu schaffen, der in einer Renditesteigerung mündet. Schaut man hierfür auf den Immobilienmarkt, wird man in einigen Bereichen auch schon fündig. Wenn ein Unternehmen wie Roomhero ihren Kunden durch die Möblierung von Büro- und Wohnflächen dem Immobilieneigentümer zusätzliche Mieteinnahmen von 60% garantieren kann, dann ist das schon ein Best-Practice Beispiel für eine Renditesteigerung. Wenn ein Unternehmen wie Proptiq einem Wohnungseigentümer durch die Implementierung ihrer Co-Living-Lösung zusätzliche Mieteinnahmen von 30% garantieren kann, dann ist das ebenfalls ein Best-Practice Beispiel für Renditesteigerung. Kombiniert man diese beiden Lösungen zu einer Vermietung von möblierten Zimmern in einem Co-Living-Verhältnis, dann spricht man gar schon von einer Renditesteigerung von 120%, da der Aufwand der Zusammenführung dieser digitalen Lösungen dem Kunden auch schon abgenommen wird. Die Renditesteigerung durch die Schaffung eines Mehrwertes für Kunde und Eigentümer, ist nur ein Beispiel, wie eine solche strategische Anpassung umgesetzt werden kann.

Doch wie an diesen Beispielen deutlich wird, ist der Markt so segmentiert, dass Renditesteigerung durch digitale Lösungen für jeden Akteur entlang des Immobilienlebenszyklus und über Assetklassen hinweg etwas anderes bedeutet. Renditesteigerungspotentiale sind so individuell auf das Geschäftsmodell des Unternehmens gemünzt, dass eine tiefgehende Analyse des eigenen Produktes, unumgänglich ist, um Potentiale zu erkennen. Wer hier jedoch früh genug auf den Zug springt, ggf. sogar als Trailblazer agiert und seinen möglichen Wettbewerbern voraus ist, der schafft für sein eigenes Marktsegment sein eigenes Best-Practice. Die ideale Lösung für seine Kundengruppe und sein Unternehmen. Durch diesen gezielten Einsatz von digitalen Lösungen, befindet sich ein solches Unternehmen auf dem besten Weg in Richtung digitaler Transformation.

 

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Die 7 wichtigsten Trends & die Digitalisierung im Immobilienbereich als besondere Chance für Shoppingcenter

By Booster Inside No Comments

 

Shoppingcenter haben besonders großes Potential von der Digitalisierung der Immobilienbranche zu profitieren. Sie vereinen alle wichtigen Asset Klassen von Handel und Gastronomie über Office, Parken, Logistik bis Residential & Co. Der Lebenszyklus von der Projektentwicklung & Finanzierung über Planung, Bauen bis zur Betreibung, laufenden Vermarktung und dem Refurbishment von Retailimmobilien dreht sich durch hohe Besucherfrequenzen oder die enge Verbindung zum stark Trends unterworfenen Handel schneller und intensiver. Gleichzeitig ist der Druck auf diese Assetklasse besonders hoch, da spätestens jetzt auch dem letzten Investor und Finanzierer klar geworden ist, dass die vorliegenden 10-Jahres-Wachstumspläne so nicht mehr funktionieren. Property Technology Lösungen bieten somit immense Potentiale zur Effizienz- und Renditesteigerung für Shoppingcenter.

 

Der Druck auf Shoppingcenter steigt

Den Druck spüren insbesondere Asset Manager, die von Investoren die rote oder dunkelorange Ampel für Asset Deals gezeigt bekommen, wie Steffen Hofmann von iMallInvest bei der REBOOT, der Zukunftskonferenz des GCSC Ende Januar 2020 berichtet. Keine Überraschung für branchenfremde Finanzexperten, dass diese Anlagemöglichkeit derzeit keine große Beliebtheit bei Investoren hat. Die Warnungen sind schon lange im Raum. Doch bisher scheinen sie an der stagnierenden Rendite-Wachstums-Kurve abzuprallen.

Da hilft auch nicht der Austausch der Vermietungstruppe, um einfach nur neue oder bessere Mietverträge zu verhandeln. Oder die Entdeckung einer neuen Mall- oder Werbefläche zur Erwirtschaftung zusätzlicher Einnahmen. Flächennutzungs- und Betreibungskonzepte müssen

zukunftsorientiert und ganzheitlich neu gedacht werden. Es gilt aktiv Lebensräume der Zukunft zu gestalten. Und die anfänglichen Aufwände der Digitalisierung müssen endlich auch in dieser Assetklasse angegangen werden, um die riesigen Chancen zu nutzen.

Die Erkenntnis, dass PropTech für Profit steht, ist in den Köpfen der ShoppingcenterVertreter noch nicht angekommen. Auf die Frage nach ihren dringendsten Bedürfnissen äußern diese lediglich den Wunsch nach neuen Mietern. Oder resümieren, dass alle Infos zu neuen Technologien und Zukunftsvisionen „eh schon bekannt waren“. Obwohl sich die wenigsten damit bisher grundsätzlich beschäftigen. Nachhaltige Materialien oder Bauweisen, die Einführung und konsequente Anwendung von BIM – Building Information Modelling in Planung und Betrieb, die Chancen von Digital Backbones oder lediglich effizientere technologische Vermarktungsmöglichkeiten sind bisher rar.

 

 

Nutzung & Immobilie stehen vor dem digitalen Wandel

Die Art wie wir einkaufen hat sich zweifelsohne in den letzten Jahren erheblich verändert. Der Einfluss von E-Commerce und Online Handel hat den Konsum auf viele Weisen vereinfacht. Und die Kundenbedürfnisse und -anforderungen beeinflusst. Für den Konsumenten ist dies zweifelsohne an vielen Stellen von großem Vorteil. Doch der stationäre Einzelhandel, der in der Ära vor Amazon Prime, Zalando & Co. den Markt dominierte, wird vor neue Herausforderungen gestellt. Vor allem Shoppingcenter, die sich lange fast komplett auf die Attraktivität des stationären Einzelhandels verlassen haben, stehen an einem Wendepunkt in ihrer Entwicklung. Manche auch am Abgrund ob fehlender Zukunftsperspektive und Renditeaussicht. Um auch in Zukunft noch profitabel zu bleiben, müssen diese stationären Marktplätze schnell eine Veränderung durchlaufen, die das bisherige Verständnis von Shoppingcentern komplett auf den Kopf stellen wird. Dies betrifft selbstverständlich alle Akteure rund um das Thema Shoppingcenter vom Mieter bis hin zum Shoppingcenter-Manager und Eigentümer. Die Digitalisierung und vor allem PropTechUnternehmen habe in den 2010ern einen Aufstieg erlebt und bei der Transformation von

Prozessen und Produkten der Immobilienwirtschaft Erfolge erzielen. Die Produkte der Immobilienwirtschaft, die eigentlichen Gebäude, werden nicht nur durch Prozesse bei Planung, Bau oder Betrieb transformiert, sondern müssen auch auf neue Anforderungen der Nutzer reagieren. Bei Shoppingcentern steht neben der die Nutzung auch die Immobilie an sich vor einem digitalen Wandel.

 

Die 7 wichtigsten Trends für Shoppingcenter

Es stellt sich somit die Frage, wie diese Assetklasse zukunftsfähig entwickelt werden könnte. Dazu gilt es beide Dimensionen bei der strategischen Ausrichtung sinnvoll und kombiniert weiterzuentwickeln.

  1. Shoppingcenter als stationäre Marktplätze: Veränderte Flächennutzungskonzepte & neues Rollenverständnis
  2.  Shoppingcenter als Immobilie: Intelligentes, nachhaltiges und wirtschaftliches Planen, Bauen & Betreiben

Der Handel als größter Friedensstifter in der Menschheitsgeschichte braucht auch im Zeitalter von Globalisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit funktionierende Marktplätze. OnlinePlattformen bieten Vorteile, doch physische Anknüpfungspunkte und direkte menschliche Interaktion erfüllen Bedürfnisse, die das Netz nicht erfüllen kann. Shoppingcenter als stationäre Marktplätze bieten neu gedacht und die sich verändernden Ansprüche der Nutzer in den Fokus nehmend eine Chance zur Transformation. Dies bedingt grundlegend veränderte Flächennutzungskonzepte und ein neues Rollenverständnis von Shoppingcentern.

Die zweite Dimension bezieht sich auf das Gebäude aus Stein, Glas und vielerlei Baumaterialien sowie seine Infrastruktur aus Leitungen, Rohren und Vernetzung. Ob ihrer schieren Komplexität bietet Digitalisierung allen Abteilungen und in allen Lebensabschnittsphasen von Shoppingcentern gewaltiges Potential heutige Ineffizienzen und Geldverbrennung ins Positive zu verwandeln.

Ob Generation X, Y oder Z, ob Kleinkind oder Silversurfer – Shoppingcenter mit ihrer breiten Zielgruppe unterliegen Megatrends vielleicht noch mehr als andere Assetarten. Aus diesem Grund spielen alle Formen von Megatrends gleichzeitig bei der Entwicklung von Shoppingcentern eine Rolle, von Nachhaltigkeit bis Individualisierung. PropTech kann hierbei ein Schlüssel sein, der die Assetklasse Shoppingcenter in Zeiten des Wandels zukunftsfähig machen kann. blackprint Booster hat hierzu sieben Trends identifiziert, die den Weg in eine digitalere Zukunft für Shoppingcenter ebnen können.

 

TREND 1: Neue Flächenanforderungen und Nutzungskonzepte

Für die Zukunft der Shoppingcenter werden als Folge des Online-Handels Umsatzschwierigkeiten bei stationären Einzelhändlern und steigende Leerstände prognostiziert. Bei letzterem können sowohl Ladenschließungen als auch veränderte Ladenkonzepte von bestehenden Einzelhändlern eine Rolle spielen. So gab MediaMarktSaturn erst kürzlich bekannt, die durchschnittliche Größe ihrer Filialen in Europa

von 2.600m² auf 1.800m² zu reduzieren. Um auf geänderte Nutzeranforderungen an die Immobilie Shoppingcenter zu reagieren sind variablere, flexiblere Flächenaufteilungen und Nutzungskonzepte notwendig. Einzelhandelsflächen müssen so gestaltet bzw. konzipiert werden, dass die über den ganzen Lebenszyklus eines Centers hinweg flexibel nutzbar sind und somit attraktiv bleiben. Dies bezweckt, dass Shoppingcenter nicht nur als Zentrum für Einzelhandel gesehen werden, sondern auch andere Nutzungen integrieren lässt.

Während schon immer Gastronomie und Entertainmentangebote wie bspw. Kinos integriert wurden, eröffnet eine neue Flächenkonzeption auch Möglichkeiten für andere Nutzungsformen. Diese sind klassisch schon bekannt bspw. Fitnessstudios, Wellness, Arztpraxen oder spezielle Lebensmittelhändler. Auch Veranstaltungsflächen und Pop-Up Stores sind trotz schwierig zu rechnender Rendite mittlerweile weiter verbreitet. Eine flexiblere Flächengestaltung, insbesondere auch baulich bietet Möglichkeiten auf gesellschaftliche & technologische Veränderungen in der Zukunft zu reagieren. So sollte bei einem neuen Trend in der Gastronomie, wie vor einigen Jahren Gourmet-Burger-Restaurants oder erst kürzlich Poké Bowls, die Möglichkeit geboten sein auch diese in das Gastronomiekonzept eines Shoppingcenters zu integrieren. Und im Zweifel am Ende des Hypes auch wieder problemlos zu entfernen. Der Ärger 10 Jahres Mietverträge mit BubbleTea-Anbietern sollten Lehre genug gewesen sein. Gleichzeitig muss ein Shoppingcenter zulassen, dass Nutzungen, die erst in den vergangenen Jahren entstanden sind, wie bspw. CoWorking, integriert werden können. Dies gilt auch für zukünftige neue Nutzungskonzepte, die sich über den Lebenszyklus des Centers entwickeln werden. Baulich und genehmigungstechnisch flexiblere Flächenkonzepte lassen – bei unbedingt notwendiger Nutzerfokussierung eine flexible Anpassung an sich stetig verändernde Kundenbedürfnisse zu. Mit Flexibilität ist auch die temporäre Vermietung gemeint, wie  Pop-Up Stores oder Veranstaltungen. Das bedingt auch ein Umdenken und Anders-Berechnen von RenditeErwartungen. Schöne Jahrzehnt-Verträge mit 5-Jahres-Verlängerungen werden nicht die Basis zukünftiger Wert-Kalkulationen sein können. Vor allem das heute von den meisten Betreibern noch mit Grauen betrachtete Potential von Veranstaltungen im Center sollte konzeptionell flexibel & zeitgemäß gestaltet werden. Immerhin bieten weiter hohe Malls einmalige Chancen in puncto Akkustik oder auch für E-Sports-Contests wie die im asiatischen Raum bereits weit verbreiteten Drohnen-Rennen.

Mit einer konsequenten Neuausrichtung in puncto Konzept lässt sich ein Shoppingcenter auch argumentativ, politisch und insbesondere nachhaltig sinnvoll in einem städtebaulichen MixedUse-Konzept wie einer Quartiersentwicklung integrieren. Wenn der Nutzer statt die RenditeBerechnung in den Vordergrund rückt, erledigen sich einige der heutigen steten Probleme bei Projektentwicklung und Standortveraltung. Was extern Vorteile bietet zahlt auf mittlere Frist auch auf die Bedürfnisse aller internen Parteien, vom Mieter, bis zum Betreiber und erst recht die Eigentümerbedürfnisse ein. Die Immobilie Shopping Center kann in Kombination mit anderen Nutzungen auch nicht mehr nur als Zentrum für Einzelhandel gesehen werden, sondern nimmt mit einer großen Bandbreite an Nutzungen und Angeboten auch die Rolle eines Nahversorgungszentrums ein. Shopping Center in Kombination mit Residential oder Office in einer Quartiersentwicklung bietet für neue Nutzergruppen neue Attraktivität. Dies wird bspw. im Stadtentwicklungsprojekt CityLife in Mailand, Italien, oder in REDI in Helsinki, Finnland, umgesetzt. Es wird deutlich, dass das Thema Shopping Center neue Dimensionen annimmt, wenn es sich von der traditionellen Form eines Zentrums für stationären Einzelhandel verabschiedet und zu einer Plattform für Menschen wird.

 

TREND 2: New Mobility

Mobilität verändert sich. Menschen kaufen keine Autos mehr. Sie suchen Lösungen, um von einem Ort zum anderen zu gelangen. Neue Geschäftsmodelle wie E-Scooter erleben ihren Aufstieg und bereits eine erste Marktkonsolidierung der Rolleranbieter unter den Betreibern, deren primäres Ziel es ist so viel wie möglich über die Bewegungsprofile von Menschen zu lernen – um sinnvoll Zukunft zu gestalten. Während manch ein DAX-Konzernlenker bei BMW den eingeschlagenen Zukunftskurs und die absolut sinnvolle Kooperation mit Mercedes angesichts der „Bedrohung“ durch neue Marktteilnehmer von außen über Bord wirft, und lieber wieder Automobilhersteller statt Mobilitätsanbieter wird weil Digitalisierung nun mal zunächst kostet, haben andere erkannt, dass es keinen Weg zurück gibt. Die Brandrede des VW-Chef Diess war nicht nur überfällig, sondern hätte inhaltlich von den meisten deutschen Unternehmen und deren Produkten handeln können. Neben Mobilität von Menschen umfasst New Mobility auch das Thema Logistik, welches auf unseren Verkehrswegen einen immer größeren Teil der Probleme ausmachen. Während LieferwagenStrafzettel für Zustelldienste von Online-Anbietern in manchen Städten bereits zur neuen Einnahmequelle werden und andere Anbieter wetteifern, ob die Lösung dieser steigenden Herausforderung in immer dichteren und wachsenden Ballungsgebieten über unterirdische Tunnel oder in der Luft per Drohne gelöst werden wird, müssen Shoppingcenter-Entwickler ob der langen Vorlaufzeiten heute entscheiden, wie sie konzeptionell auf E-Autos, Roller & Co. sowie auf die Challanges von Logistik eingehen. Neue Mobilitäts- und Transportkonzepte stellen das Thema Anfahrt & Erreichbarkeit von Shoppingcentern immer wieder in Frage. Die Shoppingcenter „auf der grünen Wiese“ haben zwangsläufig Parkplätze und große Parkhäuser integriert, um die Frage nach der Erreichbarkeit zu beantworten. Innerstädtische Shoppingcenter können meist durch gute ÖPNV-Erreichbarkeit und andere Parkhäuser in der Nähe ausreichend profitieren. Doch nichtsdestotrotz stellt sich für eine Vielzahl der Bestandsbauten die Frage nach der Reaktion auf neue Trends im Bereich Mobility. Auch wenn Ordnung in den E-Scooter-Markt kommen wird, gehen diese nicht mehr weg. Drohnen kommen so sicher wie das Amen in der Kirche. Car-Sharing-, Bike-Sharing oder auch schon Lasten-Fahrrad-Sharing-Modelle werden an diversen Standorten genutzt. OnlineFahrtenvermittler wie Uber befördern heute Menschen. Möglicherweise demnächst auch Einkäufe. Diese innovativen Geschäftsmodelle sind Teil der New Mobility und müssen in Shoppingcenter-Konzepten mitgedacht und bestmöglich integriert werden können. aber genauso technologische Fortschritte. Ladestationen für E-Autos sind in einigen Parkhäusern von Shopping Center schon zu finden, doch zeigt der Blick in die Zukunft Wasserstoffautos & Co. auftauchen, die ebenfalls integriert werden müssen. Hier ist eine ständige Analyse und Entwicklung von Prognosen notwendig, aber auch eine geeignete Antizipation des Eintrittszeitpunktes eines neuen Trends oder Entwicklung. Auch hier wird Flexibilität und die Anpassung auf neue technologische Anforderungen notwendig werden. Wer auch zukünftig die Frequenzen sichern will, ist gezwungen sinnvolle Antworten zu geben, wie Besucher und Waren ins Center und von dort wieder weg kommen.

 

TREND 3: Vernetzung zwischen Online & Offline

Während der stationäre „Offline“-Einzelhandel ohne Frage vom Online-Handel bedroht wird, sind diese nicht parallel laufend mit einer Entscheidung „entweder/oder“ zu sehen, sondern können konzeptionell sinnvoll zusammengeführt werden. Omni-Channel und Vernetzung sind Schlagworte mit Renditepotential. Das Läden immer mehr zum Showroom mutieren und dem Erlebnis des direkten Anfassens, Riechens dienen bzw. zur Brand-Experience und dem Story

Telling ist gedanklich nicht neu. Design & Gestaltung, aber auch Produktauswahl im Laden, können allesamt zur Attraktivität des Ladens und infolgedessen auch des Unternehmens und der Marke beitragen. Nur an der Umsetzung hapert es. Denn wenn der Umsatz nicht mehr der Fläche zugeordnet werden kann – oder soll – wird es nicht nur schwierig sondern unmöglich mit althergebrachten Rechenmodellen Rendite zu erwirtschaften. Frequenz-Messsysteme können dabei genauere Auskunft über Besucher liefern und damit Frequenzpotentiale heben. Konzepte wie Click & Collect, das Kaufen eines Produktes Online und die Abholung „offline“ im stationären Einzelhandel oder auch Digital Malls bedürfen neuer Miet- und Abrechnungsmodelle. Sie sind aber gleichzeitig Möglichkeiten, wie online und offline miteinander interagieren können. Die vom German Council ausgezeichneten Preisträger des Europäischen Handelspreises Innovation sind dafür hervorragende Beispiele. Dies wird auch dadurch belegt, dass viele E-Commerce Unternehmen wie Zalando oder Amazon konsequent eigene Outlets oder Pop-Up Stores im stationären Einzelhandel schaffen – und damit die direkte Echt-Verbindung zu den Menschen. Dies ist die Stärke von Shoppingcentern seit jeher.

 

TREND 4: Neue Mietmodelle

Die veränderte Funktion der Verkaufsfläche in eine Ausstellungsfläche durch den OnlineHandel bedeutet im Umkehrschluss auch, dass der Umsatz im stationären Einzelhandel nicht mehr auf Umsatz pro m² heruntergerechnet werden kann. Durch einen Laden bzw. eine Präsenz im Shopping Center wird auch viel Umsatz online gemacht, was allerdings nicht zu messen ist. Hier kommen die konträren Interessen von Eigentümern und Mietern zum Tragen. Die einen berechnen heute ihre Rendite auf Grundlage von Fix- und Umsatzmieten, die idealerewise steigen und turnusmäßig in höhere, besser zu berechnende Fixmieten gewandelt werden. Dieses Modell hat keine Zukunft, denn durch Webshops, Online-Marktplätze und auch die Pflicht zum Aufbringen hoher Mieten sorgen für eine Verlagerung des Umsatzes aus der Barkasse des Shops in den Online-Kanal. Angesichts zu zahlender Umsatzmieten haben die Shopbesitzer kein Interesse daran, den Web-Umsatz der Fläche zuzuordnen. Eine größere Fläche bedeutet nicht direkt mehr Umsatz, wie der Elektrofachmarkt MediaMarktSaturn auch erkannt hat. Das traditionelle Mietmodell von €/m² ist nicht mehr zeitgemäß. Durch Digitalisierung entstehen neue Modelle des Mietens, auf Zeit oder dauerhaft, mit flexibler Flächengröße, aber auch Frequenzen können Grundlage neuer Mietkonzeptionen werden Neue Event & Veranstaltungsformate sorgen zudem dafür, dass hier auch weitere Einnahmequellen durch flexiblere Mieten für einen Betreiber entstehen. Das klingt nicht nur nach Aufwand. Das wird es auch. Die Zeit der klassischen Betreibung, Handzettel und Checklisten funktioniert dann nicht mehr. Der Managementaufwand wird mit heutigen Strukturen nicht möglich bleiben. Doch in der Welle von PropTechs ist die Anzahl von neuen Lösungen für die Betreibung wie beispielsweise Mieter-Apps oder Verwaltungslösungen im Wohn- und Bürobereich bereits hoch und erfolgreich im Einsatz. Vereinzelt werden auch Lösungen für komplexe Handelsimmobilien bereits angeboten. Digitalisierung eröffnet hier somit einerseits neue Türen und kann gleichzeitig entstehende Probleme beseitigen.

 

TREND 5: Last-Mile-Logistics als Chance

Die Digitalisierung in unserem Lebens- und Arbeitsalltag stellt auch Anforderungen an die Logistik, vor allem vor dem Hintergrund des viel diskutierten „Last-Mile-Problems“.

Shoppingcenter können ob ihrer Lagen, Strukturen und Flächenangebote als FulfillmentCenter oder auch Drehkreuz dienen. Und so Antwort auf diese Herausforderung geben. Die Integration von Verteilungs- und Abholcentern, sowie Paketstationen in Shopping Centern kann einen Beitrag zum komplexen Sachverhalt der „Last-Mile“ in der City Logistik leisten. Drohnenlandeplätze auf den Dächern oder Lastenfahrrad-Kurrierdienst-Logistik bleiben nicht nur Vision. Vor allem in der Funktion des Shoppingcenters als Nahversorgungszentrum mit einem hohen Durchlauf an verschiedenen Kundengruppen kann das ein entscheidender Impuls sein. Der Flächenüberschuss in Shopping Centern stellt aufgrund veränderter Nutzungskonzepte als aktuelle Herausforderung eine genehmigungstechnisch relativ einfach zu gebende Antwort auf die Waren-Beförderung-Problematik auf der letzten Meile dar. Diese Challange bietet neue Möglichkeiten für die Zukunftskonzeption, aber auch für Renditen in Shoppingcentern.

 

TREND 6: GreenTech & Nachhaltigkeit

Der Megatrend Nachhaltigkeit ist spätestens seit vergangenem Jahr ein globales Thema geworden. Der Greta-Moment ist Realität. Und was vorher verbreitet zumeist als Buzzword in Unternehmensdarstellungen zur optimalen Außendarstellung genutzt wurde, ist zum alle Lebensbereiche beherrschenden und verändernden Thema geworden. Der Wunsch nach mehr Ökologie, gesunden Entscheidungen und intelligentem Umgang mit Ressourcen spiegelt sich in vielen Bereichen des menschlichen Lebens wider. Dadurch, dass Shopping Center eine so zentrale Rolle für verschiedene Nutzungsgruppen spielen und gleichzeitig ohnehin im Fokus der Öffentlichkeit – und häufig auch der Kritik stehen, sind die Ansprüche an Shoppingcenter besonders hoch. Während Einzelhändler und Gastronomie um Bambusstrohhalme, Pappbecher und Plastiktüten-Verzicht nicht mehr rumkommen sollten, haben Betreiber ebenfalls eine Verpflichtung nachhaltiger zu werden. Das Potential von PropTech Lösungen ist dabei nicht nur immens. Es ist ob der schieren Datenmenge, die selbst ein veraltetes Building Management System pro Minute mit weit über 100.000 Datenpunkten liefert, mit heutigem humanen Einsatz gar nicht möglich, wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll eine Handelsimmobilie zu betreiben. Der room for improvement ist hier besonders hoch. Schon bei Planung, Design und Bau (bzw. Umbau) eines Gebäudes können nachhaltige Baumaterialen verwendet werden, um eine optimiertes Immobilie zu entwickeln. Datensätze spielen in jeder Lebensphase hier entscheidende Rollen. Rund um Planung, Bau & Betreibung des Gebäudes sollten Beteiligte und damit insbesondere auch Fakten und Ddaten, die auf eine Vielzahl von Arten gesammelt werden können, in Entscheidungen mit einbezogen werden. Das Themenfeld BIM Building Information Modelling wird dabei – endlich konsequent und ohne alberne Gegenwehr eingesetzt- einerseits für erheblich weniger Fehler in der Planung und maximale Effizienzsteigerung auf der Baustelle sorgen, sondern eben in sechster und siebter Dimension von BIM auch zu einer Senkung der Betriebskosten, geringere Verbräuche, zur Fehlervermeidung und dem besseren Einsatz von Ressourcen. BIM als Geheimzutat im Shoppingcenter ermöglicht erstmals Nachhaltigkeit als Rendite in der Bilanz auszuweisen. Darüberhinaus sind Datenbasierte Entscheidungen für alle Gebäudeformen die Zukunft. Erzwungenermaßen leider wieder von außen, da die Immobilienbranche den Handlungsdruck mal wieder selbst nicht sieht. EU-Vorgaben einerseits, viel wichtiger zeigen Blicke in andere europäische Märkte klare Abzüge im Kaufpreis von bis zu schwindelerregenden 10% bei fehlender BIM-Dokumentation, dass selbst bei Bestandsgebäuden der Einsatz von BIM und GreenTech unerlässlich ist. Vor allem für Shopping Center mit verschiedenen Flächengrößen und -Dimensionen ist ein datenbasiertes Vorgehen über den gesamten Lebenszyklus überlebensnotwendig und absolut richtig.

 

TREND 7: Datenanalyse zum Standortmarketing

Neben der Sammlung von Gebäudedaten aus Immobilienperspektive können Daten auch von Einzelhändler genutzt werden, um das Einkaufserlebnis eines Kunden noch besser zu gestalten. Ob in Form von Location-based Services durch Apps oder durch Analyse von Online-Kaufverhalten oder Flächen-Einkaufsverhalten und Kundeninteressen – generierte Daten können für Einzelhändler unheimlich wertvoll sein. Hierzu zählen sowohl sozioökonomische und psychographische Daten als auch Transaktionsdaten. Diese können von Einzelhändlern viel besser ausgenutzt werden als bisher, was durch Digitalisierung ermöglicht werden kann. Betreiber können hier Informationslieferant werden – und damit gleichzeitig neue Wege zur Monetarisierung erschließen. Ein empfindliches Thema für viele in Deutschland, dass zuletzt häufig durch die Diskussion, wem die Daten gehören, abgetan wurde. Fakt ist, Daten werden ständig generiert, beispielsweise über Mobilfunknutzung, Triangulation von GPS-Signalen oder Sensoren verschiedenster Art von Frequenzmessern bis Luftqualitäts-, Temperatur- oder Schafstoffchecks. Datenanalysen können zielgruppengerechtere oder sogar persönlich ausgespielte Produktempfehlungen liefern. Angebote und Aktionen in den Handelsflächen, doch auch kurzfristige Flächenvermietungsangebote können strategisch gezielter platziert werden. Die verbesserte User Experience sorgt im Standortmarketing zu höherer Kundenbindung, damit zur Wertsteigerung der Immobilie und insgesamt zu Vorteilen für Mieter, Manager und Eigentümer.

 

Die Entwicklung von Shoppingcentern wird nicht ihren seit Jahrzehnten gelernten Gang weitergehen. Es macht bei der Immobilien-Assetklasse Shoppingcenter überfällig Sinn, Digitalisierung nicht als Bedrohung zu sehen, sondern als Chance für alle Beteiligten zu sehen. Bei konsequenter Nutzerfokussierung zu jeder Zeit in Entwicklung, Bau und Betrieb und dem intelligenten Einsatz von Technologie und neuen Geschäftsmodellen profitieren Besucher, Mieter, Manager und Eigentümer von Handelsimmobilien. Digitalisierung bietet eine Chance zur neuen Profitablität von Shoppingcentern. Vor allem PropTechs können dazu einen großen Beitrag leisten.

 

Sean Nolan & Sarah Schlesinger

 

blackprint Booster sind Experten für die Digitalisierung im Immobilienbereich. Für alle Asset Klassen. Für den gesamten Immobilienlebenszyklus. Die Autoren haben beide langjährigen Bezug bzw. Erfahrungen mit dem Shoppingcenter-Bereich.

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Alexander Ubach-Utermöhl                      Sarah Maria Schlesinger

Managing Director                                      Managing Director

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Der Aufstieg von PropTech in der Stadt der Zukunft

By Booster Inside No Comments

Ausblick 2030: Die Digitalisierung verändert auch Innenstädte und Handel

Der digitale Wandel stellt Immobilienwirtschaft und Handel vor bislang unbekannte Herausforderungen. Doch Transformation ist kein Ziel, sondern Technologie ein Mittel für die Steigerung von Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Nutzerfokussierung. Sie bietet all denen riesige Chancen, die sich konsequent und step by step ausrichten. Dafür muss die Branche aber zunächst das Tal der Tränen überwinden, in dem sie gerade steckt.

Ob Wohnen, Arbeiten, Einkaufen oder Freizeitgestaltung: Immobilien bilden die (Gebäude-)Hülle, in der unser tägliches Leben stattfindet. Stadtentwickler und -planer, Innenstadtakteure und insbesondere auch Handelsvertreter müssen heute entscheiden, wie die Städte der Zukunft aussehen sollen. Dabei stehen sie vor einigen Herausforderungen: Neue Mobilitäts- und Logistikanforderungen verändern die Planung in puncto Parken, Warenannahme und Lagerung. Wohnen und Arbeiten verlangen auch räumlich Flexibilität. Der Ruf nach mehr Nachhaltigkeit fordert neue Materialien und Bauweisen. Und insbesondere Building Information Modelling (BIM) wird Prozesse, alte Silos und Effizienzkiller im gesamten Immobilienlebenszyklus disruptieren. Der Aufstieg von über 700 PropTechs in der D-A-CH-Region seit 2015 hat bereits massive Veränderungen getriggert. Noch sind komplett innovativ geplante Stadtteile wie Torontos Side Walk Labs oder ganzheitliche Quartiersentwicklungen wie Mailands CityLife oder Helsinkis REDI Ausnahmen. Doch sie werden zur Regel. PropTech bedeutet zwar zunächst Aufwand. Langfristig aber werden sich die damit einhergehende Effizienz und Wirtschaftlichkeit durchsetzen.

 

Digitalisierung bedingt Dranbleiben

Es führt kein Weg dran vorbei: Alles wird sich durch neue Technologien grundlegend verändern. Die Immobilienbranche und hier insbesondere auch Handel und Gastronomie müssen sich deshalb jetzt intensiv mit diesem Paradigmenwechsel auseinandersetzen – strategisch und operativ. Der Zeitpunkt ist günstig. Fakt ist: Der anfängliche Digitalisierungs-Hype ist vorüber. Wie in jeder Branche führte das Aufkommen neuer digitaler Lösungen zunächst zur überzogenen Erwartung, PropTech könne alle Probleme wegzaubern und gleichzeitig kurzfristig neue Ertragsmöglichkeiten generieren. Was folgte, war das so genannte „Tal der Tränen“. Denn schnell mussten die Early Adopter feststellen, dass Transformation nicht von heute auf morgen geschieht und dass sie vor allem zweierlei bedeutet: einen oft nicht unerheblichen (Anfangs-) Aufwand –  insbesondere, was den internen Change-Prozess bei Menschen und Systemen angeht – und wichtiger noch: notwendigerweise langfristiges Dranbleiben.

Genau das ist in Hinblick auf die Transformation der Knackpunkt,Der Reifegrad der Branchendigitalisierung ist jetzt an einem Punkt, an dem Konsequenz und Durchhaltevermögen bei der schrittweisen Zukunftsausrichtung in den Unternehmen belohnt werden.

Die Stadt der Zukunft und die Menschen profitieren

Und so wird das neue Jahrzehnt goldene Zeiten bringen. Aus einigen der heute frühphasigen Startups mit Immobilienbezug werden im Laufe der Zeit neue einflussreiche Branchen-Unternehmen. Gleichzeitig steht eine Marktkonsolidierung an. Die ist gut und gesund, denn die Stadt der Zukunft und die darin lebenden Menschen profitieren davon, wenn Prozesse durch kluge, ganzheitliche Lösungen schneller, einfacher, günstiger – kurz: effizienter werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Digitalisierung nicht Ziel, sondern ein Mittel für gesteigerte Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und die zukünftig so essenzielle Nutzerfokussierung ist.

Insbesondere Shoppingcenterentwickler und -betreiber haben riesige Chancen, von PropTech zu profitieren. Denn Center vereinen alle wichtigen Assetklassen von Handel und Gastronomie über Office, Parken, Logistik bis hin zum Wohnen. Der Lebenszyklus weist durch hohe Besucherfrequenzen und die enge Verbindung zum trendgetriebenen Handel eine vergleichsweise hohe Dynamik auf. Um auch in Zukunft profitabel zu bleiben, müssen Handelsimmobilien deshalb eine Veränderung durchlaufen, die das bisherige Rollenverständnis, tradierte Flächennutzungskonzepte insbesondere aber auch Renditeermittlungsgrundlagen komplett auf den Kopf stellen. Für Betrieb und Nutzung von dieser Immobilien bieten PropTech-Lösungen immense Potenziale zur Effizienz- und Renditesteigerung – diese sollten unbedingt genutzt werden.

 

Sarah Schlesinger ist COO des blackprint Boosters. In dieser Rolle vernetzt sie gezielt etablierte Immobilienunternehmen, PropTechs und Wagniskapitalgeber miteinander und treibt digitale Geschäftsmodelle voran. Vor ihrer Zeit beim blackprint Booster gründete und führte sie vier Jahre lang ein eigenes PropTech und arbeitete sechs Jahre für einen internationalen Shoppingcenter-Betreiber. 2019 wurde Sarah Schlesinger mit dem Deutschen Exzellenz-Preis in der Kategorie „Manager & Macher“ ausgezeichnet. Das Branchenmagazin Immobilienmanager wählte sie zudem unter die top 25 Frauen der Immobilienwirtschaft.

Du fragst Dich wie Dein Geschäftsmodell in Zukunft aussieht? Und wie Du Dein Unternehmen durch die digitalen Herausforderungen lenken sollst?

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Alexander Ubach-Utermöhl           Sarah Maria Schlesinger

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Plötzlich ist Druck da – Branchenstimmen zu Corona und den Auswirkungen auf die Immobilienbranche

By Booster Inside No Comments

Die unerwartete, durch Corona ausgelöste Krise führt offenbar in vielen Immobilienunternehmen zu verändertem Handeln. Plötzlich ist Druck da, auf Kosten zu achten, Prozesse effizienter zu machen, auch unabhängiger vom plötzlich doch als Ausfallfaktor wahrgenommenem „Mensch“. Für PropTechs mit fertigen Lösungen hat die Corona Krise fast durchgängig eine stark erhöhte Nachfrage gebracht. Die Auswirkungen auf Branche sind ungewiss, werden aber sicherlich tiefgreifend.

Vor Corona wurden PropTechs bestenfalls müde angelächelt, wenn sie ihre Lösungen mit Sales-Argumenten wie Kostenoptimierung und Effizienz durch Automatisierung anboten. Schlimmstenfalls führte dies zu Hohn & Spott wegen Irrelevanz. Ob voller Auftragsbücher, gut gehendem Business und dem völligen Fehlen jeglichen Leidensdrucks war das Sprechen über „bessere“ Prozesse schlicht kein Thema, dem es sich lohnte Zeit zu widmen.
Zwar gab es durchaus eine Reihe Unternehmen, denen der Rückstand technologisch bewusst war, die die Endlichkeit ihrer Geschäftsmodelle voraussahen und sich strategisch wie auch operativ mit ihrer Neuausrichtung beschäftigten. Doch wie in allen Branchen gab es hunderte Argumente, dies langsam, gemächlich, mit nicht besonders viel Druck und insbesondere nicht besonders viel Budget umzusetzen.

Spürbarer Druck
Mit Corona, der Krise und dem vielleicht doch am Horizont aufziehenden Sturm, der eben nicht nur den Shoppingcenter- oder Hotelbetreiber an seine Grenzen bringt, ist etwas aufgekommen: Druck. Zu Handeln. Zu schützen. Zu optimieren. Sich auszurichten und zu wappnen.
Für jede Innovation braucht es Druck. Und es gibt kein Ereignis in Wissenschaft, Natur oder Wirtschaft, in der Struktur verändernde, grundlegende, exponentielle Veränderung ohne solchen Druck von außen erfolgt wäre. Dies müssen nicht gleich Meteoriten-Einschläge oder ein Blitzeinschlag zum Entdecken des Feuers sein. Es muss auch nicht so desaströs ausgehen wie bei Nokia oder Kodak, die den Schuss nicht hörten, während ihre alten Geschäftsmodelle von einem auf den anderen Tag zerstört wurden. Doch wie tiefgreifend der Strukturwandel ausgelöst durch Corona sein wird, ist etwas, dass erst in den Geschichtsbüchern angemessen bewertet werden kann.

Viele wünschen sich eine Rückkehr zum „Status quo“ vor Corona. Wo vieles klarer und einfacher war. Obwohl die Krise, der Shut Down, die Analysen Jahrzehntelang gepflegte Schwachstellen offenbaren, macht das Neue, das Veränderte Angst und weckt die Sehnsucht nach Vertrautem.
Doch der wirtschaftliche Druck – und sei es bei einigen bisher nur die Angst vor dem noch kommenden – wird Veränderung bringen.

 

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Die Zeit für Veränderung ist gekommen.

Die Kurzsichtigen
Ganz wenige, dafür laute Stimmen geben von sich, dass es zu früh sei für strategische Themen. Das es jetzt um Operatives gehe, um Bestandssicherung und Krisenresistenz – und dass dies NICHTS mit Digitalisierung zu tun habe. Sogar die Aussage, dass PropTech Lösungen, die jetzt helfen können die Ziele zu erreichen oder zu optimieren die Generation der jetzt im Chefsessel sitzenden Entscheider „nicht anspreche“. Vielleicht passt dazu die Erkenntnis, dass die Generation „Golf“ sich grundsätzlich schwer tut mit dem positiven Menschenbild, auf dem agile Methoden, Startup Thinking und erfolgreiches Unternehmensmanagement vieler großer Giganten beruht, bei dem von mündigen, verantwortungsbewussten Mitarbeitern ausgegangen wird.

Die Aufgeweckten
„Die Branche, die Welt wird nach Corona anders aussehen“, gab ZIA-Präsident Andreas Mattner in seiner Key Note beim #PropTechSpecial am 05.05.2020 zum Thema Regulatorische Rahmenbedingungen: welche Hürden müssen jetzt noch fallen, damit Immobilienunternehmen digital & zukunftsfähig durch die Krise kommen? Nicht nur Dr. Mattner glaubt, dass wir auch nach der Krise noch ein Schwergewicht als Branche sein werden. Gibt aber auch zu bedenken, dass vieles umgewirbelt werden wird und Marktkonsolidierung auch im Feld der heutigen Bestandsfirmen aufräumen wird. „Die Startups von heute sind die großen Unternehmen von morgen.“ Das habe er oft genug erlebt.
Für diejenigen, die überleben oder sogar erfolgreich sein wollen, braucht es heute Mut. Das meint explizit jetzt gegen den Strom schwimmen. Eben nicht Innovations- und IT-Budgets „optimieren“, meint kürzen und Fokus aufs Kerngeschäft – zumindest nicht in dem Sinne, dass Digitalisierung dabei keine Rolle spielt. Wie Dr. Mattner sagt: „Das Dümmste, was man machen könnte ist jetzt nicht auf Zukunftstechnologie zu setzen.“
Wie recht er haben wird, weiß heute keiner aus unserer Branche. Doch Blicke in den Finanzbereich und Fintech beispielsweise zeigen eindrucksvoll was geschieht, wenn sich in den hohen Glastürmen die Bänker zu lange sicher fühlten.

Die Macher
Beim Digital Leaders Council, der regelmäßigen Zusammenkunft von Digital-Entscheidern und Zukunftsmachern der Immobilienbranche bestand Ende April nach Wochen des Shut Downs Einigkeit, dass die Gefahr für die Etablierten mindestens genauso groß ist, zum Verlierer zu werden wie in den Krisen 2000/01 sowie 2008/09, als Innovationsbudgets trotz lauter Mahnungen bei vielen runtergeschraubt wurden.
„Nur weil wegen Corona Manager jetzt alle wissen, wie eine Kamera im Video Call ausgerichtet wird, heißt das nicht, dass sie wissen wie Prozesse digital aufgesetzt werden“, sagte ein Teilnehmer im Council. Wie nachhaltig die entfalteten Aktivitäten auf Seiten der Corporates sein werden, die seit April aktiv neue Tools ausprobieren, wie beispielsweise digitales Vermieten oder Planungsabsprachen per Video Call am interaktiven Modell, ist zwar ungewiss. Doch einheitliches Feedback von Zukunftstreibern aus der Branche ist, dass sich letztes Jahr noch der Mund fusselig geredet wurde, aber Führungskräfte regelmäßig ein „geht nicht“ Digitalisierungs-Bemühungen per Totschlag-Argument beendete. Aber durch Corona geht es doch. Und es erscheint völlig surreal, dass nach Corona alles wieder normal und herkömmlich umgestellt werden sollte. Welche Gründe könnten nach dem gesunden, effektiven Schub in kürzester Zeit zur Rückkehr bewegen? Nach logischem Menschenverstand weist jeder die Angst vor Rückschritt von sich. Doch ebenfalls ganz offen, wenn auch nur im vertraulichen Austausch sprechen diejenigen, die sich spätestens jetzt als Treiber hervortun über Angst, dass die Zweifler, die Verhinderer es doch schaffen die so dringend notwendigen Bemühungen wieder zurückzudrehen. Aus Bequemlichkeit, aus Kurzsichtigkeit. Oder schlicht, weil sie es nicht besser wissen und nicht anders können. Gewissheit gibt es nicht, doch kein Indikator, insbesondere auch beim Blick in die Geschichte oder andere Branchen weist darauf hin, dass Corona einfach so vorbeigeht und nichts hinterlassen haben wird. Im Gegenteil. Es wird eher ein reinigendes Gewitter werden, dass intern in Unternehmen wie extern auf ganze Branchen und jeden einzelnen bezogen die erdrückende Luft, Last der Vergangenheit in frische klare Perspektiven verwandelt. Besonders, wenn „the very new normal“ noch Monate Abstandsgebote, Social Distancing und damit verbunden tiefgreifend veränderte Verhaltensmuster bedeuten wird.

Wie andere Krisen wird auch Corona eine gesunde Bereinigung bringen. Die Frage wird sein, wie werden sich die Geschäftsmodelle der Immobilienbranche in zwei, drei oder fünf Jahren verändern. Und wo stehen wir in zehn Jahren?

Plötzlich ist Druck da. Corona ist eine Chance für Veränderung. Und damit eine Chance für die Gewinner von Morgen, die Potentiale für bessere Prozesse und effizientere Lösungen heute zu implementieren. PropTechs können dabei Teile der Antwort liefern, um kurzfristig und nachhaltig unanfälliger gegen Krisen zu werden. Die Hausaufgaben intern, die Grundlagen zu schaffen, um digital unterwegs zu sein und langfristig auch zukunftsfähig das Geschäftsmodell zu wandeln, waren bisher nie so drängend wie jetzt.

 

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Alexander Ubach-Utermöhl             Sarah Maria Schlesinger

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Knigge für digitales Netzwerken

By Booster Inside No Comments

11 dringende Empfehlungen, nicht nur für Video-Calls & digitales Speed-Dating

Manch ein Teilnehmer an Video-Calls hat nicht verstanden, dass Home Office nicht zwangsläufig bedeutet, sämtliche Benimmregeln und guten Manieren zu vergessen. Dies gilt insbesondere auch bei digitalen Netzwerkformaten wie Speed-Dating oder 1 to 1 Videocalls. Auch in der digitalen Welt gibt es ein paar Empfehlungen, die dringend beachtet werden sollten:

1. Kleider machen Leute
Zumindest oben rum sollte auf ordentlich-saubere Kleidung geachtet werden. Soweit der Kamera-Ausschnitt übertagen wird, dürfen es auch geschmackvolle Farbkombinationen und gepflegte Haarfrisuren sein. Wie im echten Meeting machen Kleider Leute und eine ansprechende Optik den Gesamteindruck und Gesprächserfolg zumindest nicht unwahrscheinlicher.

2. Ready für Online
Zu spät einwählen oder dann erstmal mit Mikrofon und Kamera rumbasteln kostet nicht nur die eigene Zeit sondern nervt alle Gesprächspartner. Alle gängigen Video-Call- oder Webinar-Programme haben Testlinks, um vorher Kamera und Mikrofon zu testen. Bitte denke auch daran, dass Deine Kamera neben Dir auch die Umgebung überträgt. Überlege Dir, wie viel Du von Deinem privaten Zuhause übertragen und damit von Dir preisgeben möchtest. Ein neutraler Hintergrund ist in jedem Fall eine gute Idee.

3. Quiet please
Das Potential für Missverständnisse zwischen Menschen ist so schon hoch genug. Dies muss nicht durch unnötige Störungen erhöht werden. Suche Dir für Deine Video-Calls eine ruhige Umgebung. Nutze ein Headset – idealerweise mit Umgebungsgeräuschunterdrückung, so dass Du voll konzentriert auf die übertragenen Töne bist. Und bitte beachte, dass Straßenlärm vom geöffneten Fenster oder Vogelgezwitscher beim Arbeiten im Garten beim Gesprächspartner doppelt so laut ankommen können.

 

Ein aufgeräumter Arbeitsplatz gibt ein gutes Bild ab.

Ein aufgeräumter Arbeitsplatz gibt ein gutes Bild ab.

4. Do not disturb
Digitaler Austausch ist anstrengender als persönliche Meetings, da der Bewegungsspielraum still sitzend vor dem Monitor einfach viel kleiner ist als im Besprechungsraum. Daher sorge dafür, dass Du das Meeting ohne Unterbrechungen von Anrufen, Nachrichten oder anwesenden Gesprächspartnern effektiv durchführen kannst.

5. Time is money
Auch wer nicht nach Stunden abrechnet wird dankbar sein, wenn Du auf die Zeit achtest. Gerade beim Speed-Dating, grundsätzlich aber allen zeitlich limitierten Meetings gilt, möglichst noch schneller zum Punkt zu kommen und die Zeit im Auge zu behalten. Überlege vorher eine Agenda bzw. Struktur, stimme sie ggfs. mit dem Netzwerk-Partner ab und übe Dich im Moderieren von Video-Calls, die eindeutig andere Anforderungen haben als ein „echtes“ Meeting.

6. Die One-Breath-Regel
Ob im 1 to 1 oder im Gruppen-Meetings: die Zeit für eine kurze Vorstellungsrunde bzw. dafür, jeden kurz zur Begrüßung zu Wort kommen zu lassen sollte IMMER sein. Bewährt hat sich die One-Breath-Regel, d.h. jeder darf so viel berichten (über sich, über eine vom Moderator aufgeworfene Fragestellung, über die aktuelle Lage seit dem letzten Treffen o.ä.) wie er in einem Atemzug unterbringen kann. Mit ein bißchen Training führt das zu völlig neuer Disziplin. Sicher auch für die echten Welt geeignet.

7. Ziele setzen
Meetings ohne Ziel machen keinen Sinn. Häufig scheitern insbesondere digitale Meetings daran, dass ein oder alle Teilnehmer sich selbst ihrer eigenen Ziele nicht ganz sicher sind. Was im wahren Leben noch mit Ranquatschen oder Vertagen auf den nächsten Präsentationstermin weggetuscht werden kann, wird hier peinlich offensichtlich. Überlege daher genau, was Du warum vom Gegenüber willst. Was ist Deine Motivation und überlege auch, welche Gründe ihn dazu bewegen sollten, auf Dein Anliegen einzugehen.

8. Stalking erwünscht
Die digitale Welt bietet so viele Möglichkeiten, etwas über den Gegenüber herauszufinden. LinkedIn als erster Zugangspunkt, um mehr über Stationen, Kompetenzen, Interessen und insbesondere gemeinsame Kontakte rauszufinden. Alles mögliche Gesprächsaufhänger. Auch die Google Suche, die z.B. Artikel und Veröffentlichungen und damit Schwerpunktgebiete oder auch Meinungen identifiziert sind sowohl als Hintergrundinformation wie auch Anknüpfungspunkte wertvolles Wissen.

9. Small Talk nein – Ice breaking ja
Privater Talk über Urlaub, Wochenendausflüge & Co. haben in der Regel keinen Raum beim digitalen Netzwerken. Erst recht nicht bei zeitlich limitierten Calls. Small Talk im Sinne von Ice Breaking ist aber ein Muss, um möglichst schnell Gemeinsamkeiten zu identifizieren und sich mit dem Gegenüber auf eine Wellenlänge zu bringen. Während beim Speeddating bequemerweise die verbindenden Schlagworte eingeblendet werden, sollte in allen anderen Fällen vorher die Hausaufgabe unter 7. und 8. gemacht worden sein.

10. Analysiere die Bedürfnisse
Insbesondere beim Speeddating oder 1 to 1 Video Calls mit bisher unbekannten Netzwerkpartnern bleiben nur wenige Minuten, um die BEdürnisse des Gegenüber zu verstehen. Nach der Vorstellungsrunde und dem idealerweise schnellen Finden von Anknüpfungspunkten (siehe 8. Stalking erwünscht – auch live während des Calls) frage gezielt nach dem Bedarf, wo der Gesprächspartner die größten Entwicklungspotentiale sieht bzw. welche Strategie sein Unternehmen gerade verfolgt. Idealerweise bittest Du mit gezielter Frage darum, dass die Antwort in 3 kurzen Bulletpoints erfolgt. Das sorgt für Fokussierung und die Konzentration beim Gegenüber häufig dazu, dass er intuitiv das Wesentliche formuliert. Notiere Dir die genauen Formulierungen. Diese helfen Dir beim Follow up.

11. Follow up
Rechtzeitig ansprechen, wie miteinander verblieben werden soll. Die Regel gilt für alle Kontakte, mehr aber noch für digitale Meetings. Wenn Du 7. Ziele setzen gut vorbereitet hast, dann weißt Du schon sehr genau, welche nächsten Schritte kommen sollten. Spreche diese bewusst aus, zurre Verantwortlichkeiten fest und besonders wichtig: setze Deinen Gegenüber eine Deadline bzw. vereinbare einen festen Zeitpunkt bis wann Du dazu eine Rückmeldung erhälst. Häufig sind diese abhängig von internen Rücksprachen. Lass Dich an dieser Stelle nicht abwimmeln sondern nagel Deinen Kontakt fest. Nur so hast Du einen Anpack zum Nachfassen.

 

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Alexander Ubach-Utermöhl               Sarah Maria Schlesinger

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Warum wir (Prop)Tech europäisch denken müssen

By Booster Inside No Comments

Die digitale Transformation ist keine nationale Erscheinung

 

 

Vor zwei Jahren war der Begriff „PropTech“ noch völlig unbekannt. Während die Digitalisierung in anderen Branchen bereits tiefgreifende Veränderungen und neue Player hervorbrachte, wies die Wertschöpfungskette entlang des Immobilienzyklus bis dato so gut wie keine digitale Transformation auf.

Seitdem hat sich viel getan.

 

PropTechs revolutionieren die Immobilienbranche

„PropTech Unternehmen lösen kundenorientiert und mit innovativen und skalierbaren Geschäftsmodellen Ineffizienzen in der Immobilienwirtschaft unter der Anwendung von Technologien.“

Innovation und Digitalisierung im Immobilienbereich treiben insbesondere PropTechs voran. Dies sind Startups mit transformierenden Ideen für Prozesse und Angebote im Immobilienlebenszyklus: ob für Liegenschaften, Projektentwicklung, Planung, Bau, Betreibung oder Vermarktung bis hin zum Abriss – ob für Wohn-, Büro- oder Handelsimmobilie oder gar Nutz- oder Infrastruktur-Bauwerk.

Spätestens jetzt ist jedem klar: Der Digitalisierungstrend ist „next level“! Er ist kein Trend mehr, sondern eine grundlegende Veränderung, die sich durch alle Branchen und Lebensbereiche hindurch zieht.

Etablierte Immobilienunternehmen können in verschiedenster Form Treiber der Digitalisierung sein. Insbesondere die Effizienzsteigerung für relevante Prozessteile in Form von einer langfristigen Kooperation mit PropTechs durch Förderung und Pilotprojekte sind attraktiv und vielversprechend. (Accelerator Programm Link)

 

Der Europäische Markt

Mittlerweile wirken derzeit circa 417 PropTechs in Deutschland aktiv an der Veränderung der Branche mit. Das ist gut. Insbesondere, da wir uns branchenbezogen im europäischen Kernmarkt befinden. Europa als größter Binnenmarkt der Welt bietet großes Potenzial, um Synergien zu erkennen und Kooperationen einzugehen. Denn ein großes Problem in Europa ist das Konkurrenzdenken der verschiedenen Companies mit gleichem oder ähnlichen Geschäftsmodell in anderen Ländern. Die europäische PropTech Szene beginnt jedoch die Grenzen aufzuheben. In Zusammenarbeit mit Robin Rivaton (Gründer von Real Estech France) veranstaltete blackprint letztes Jahr im Rahmen der MIPIM PropTech Summit das erste German-Franco PropTech Event. Welches dann im September auf Berliner Boden wiederholt wurde. Auch das Fazit der diesjährigen MIPIM zeigt, dass die Bereitschaft länderübergreifend zusammenzuarbeiten deutlich gewachsen ist. Zum einen, weil die nationalen PropTech-Branchen aktuell relativ fragmentiert sind und bei etablierten Unternehmen angesichts der zahlreichen Einzellösungen noch immer Unsicherheit herrscht. Durch eine europaweit engere Zusammenarbeit der PropTechs ließen sich geografische Insellösungen vermeiden und mehr Klarheit für potenzielle Kunden schaffen. Zum anderen stärkt die Zusammenarbeit den PropTech-Standort Europa insgesamt, der dadurch im globalen Wettbewerb umso attraktiver wird.

 

Kooperation von Exquance & KATE Innovations als Case Study

Das zeigen auch spannende Beispiele wie die Kooperation zwischen dem finnischen Finanzportfolio-Manager Exquance und IT solution Unternehmen Kate Innovations. Das Ziel des neuen Unternehmens KATE-XQ ist es „die ultimative next Generation“ Bewertungsplattform zu schaffen und somit die Stärken der beiden PropTechs zu verknüpfen. Beide Unternehmen profitieren neben der inhaltlichen Expertise auch von der Standort-Expansion, die damit einhergeht. Exquance besetzt nämlich neben ihren Heimatländern Finland und Russland, durch die Teilnahme bei blackprint ebenfalls in Deutschland. KATE Innovations sitzt in den Niederlanden, womit vier wirtschaftsstarke Länder abgedeckt sind. Die beiden PropTechs haben sich durch das Netzwerk Holland ConTech & PropTech kennen gelernt. CEO Wouter Truffino: „In der kommenden Zeit wird sich der PropTech-Markt konsolidieren. Es ist wunderbar zu sehen, dass durch unser Netzwerk Parteien mit der gleichen DNA zusammenarbeiten und ihre Ambitionen verfolgen können.“

Dieses Beispiel zeigt die Notwendigkeit über deutsche Ländergrenzen hinweg zu schauen. Insbesondere in den Benelux-Staaten, Skandinavien oder den nordost-europäischen Ländern, aber auch digitale Hotspots in Portugal oder Spanien finden sich disruptive PropTech-Ideen, die in ihren eigenen Märkten nicht (ausreichend) wachsen können. Genau das was der deutsche Immobilienmarkt bieten kann.

 

Über den großen Teich

Doch um die Qualität und Sprengkraft vieler Ideen wissend, haben insbesondere amerikanische Scouts begonnen, gezielt europäische PropTechs „über den Teich“ wegzuholen und diese auf dem eigenen Kontinent groß zu machen. Dabei haben insbesondere wir als europäischer Kernmarkt das Potential, diese Ideen für die Immobilienwirtschaft zu fördern und nutzbar zu machen. Andere Branchen haben es gezeigt: es sind nicht (nur) die bekannten Player, die im Zuge der Digitalisierung den Wettbewerb verschärfen. Es sind insbesondere innovative Unternehmen aus bisher völlig fernen Standorten, denen die Expansion gelingt. Oder auch vermeintlich völlig fernen Branchen, die disruptive Veränderungen bringen.

 

Die digitale Wende

Während 2007 Apple von den CEOs von Microsoft und Nokia noch als chancenlos und Nischenprodukt bezeichnet wurde, war es für Banken bis vor kurzem unglaublich, dass Amazon mehr ist als ein Marktplatz. Fassungslosigkeit machte sich bei den Mitbewerbern aus der klassischen Immobilienbranche breit, als sie im kanadischen Toronto die Ausschreibung eines neuen Stadtteilviertels gegen eine Google Tochter verloren (LINK zu SIDEWALKLABS). Und während ein international tätiger, deutscher Wandverkleidungsmaterialproduzent gerade noch auf seiner Hauptversammlung davon berichtet, dass trotz Expansion der Gewinn stagniert und der Umsatz klein einstellig gewachsen sei, während gleichzeitig propagiert wurde, dass es das Unternehmen „in 100 Jahren“ noch geben wird, sind 3D-Druckeranbieter auf dem Vormarsch. Während Bau- und Produktionskosten immer weiter steigen und neue Projekte preislich und zeitlich unkalkulierbar machen, hält offsite-Produktion, modulare Bauweise oder gar die komplette Produktion eines Hauses in wenigen Stunden aus dem 3D-Drucker Einzug in die Realität. Nicht im fernen Asien, sondern direkt in Frankreich um die Ecke. Und während Kosteneffizienz, Einsparung beim Baumüll und die zeitliche Komponente ohnehin schon die Produktion der letzten 50 Jahre mehr als in Frage stellt, sind diese Immobilien auch noch in der Lage witterungstechnischen Bedingungen wie auf dem Mars standzuhalten. Erstaunlich, wer in Anbetracht dieser positiven Disruption sein Geschäftsmodell weiterhin unverändert darauf baut, dass weiter Jahrzehnte in Handarbeit auf Baustellen Platten an Profile gedübelt, verspachtelt, getrocknet, verspachtelt, getrocknet und nochmal verspachtelt wird, bevor die nächsten manuellen Arbeiten die Veredelung vornehmen.

 

 

Über den Tellerrand hinaus

Amazons Strategie ist nicht abwarten, bis seine Smart-Home-Produkte vielleicht den Weg zum Kunden finden. Naheliegend, die Bauproduktion aufzuwirbeln und direkt den Fuß in die Tür zu bekommen. Egal, was das für etablierte Unternehmen bedeutet.

Die Benchmarks und Erkenntnisse aus anderen Branchen liegen vor. Die Immobilienbranche kann daraus lernen und sich selbst und Ihre Unternehmen für die Zukunft wappnen. Dies hat viel mit Veränderungsbereitschaft und Visionskraft zu tun. Dies hat insbesondere etwas mit dem Aufbrechen von althergebrachten Gedankenmustern zu tun. Mit über den Tellerrand schauen. Insbesondere den nationalen.

Aus europäischer Sicht gilt es, die Potentiale auf dem eigenen Kontinent zu identifizieren, gezielt zu fördern, den PropTechs die relevanten Marktzugänge zu besorgen, die sie brauchen, um effizient, schnell und nachhaltig zu wachsen.

Es kann nicht sein, dass wir als Wirtschaftsstandort Europa uns weiter schwächen durch weiteres gegeneinander. Und erst recht nicht, dass uns unsere eigenen digitalen Geschäftsmodelle demnächst aus Amerika für teuer Geld zum Einkauf angeboten werden.

 

Mittendrin statt nur dabei!

Als europäischer Digitalisierungs-Hub für die Immobilienwirtschaft mit Fokusmarkt Deutschland liefern wir unseren Teil dazu bei. Mit unserem Netzwerk eröffnen wir den deutschen Markt für europäische Geschäftsmodelle & PropTech-Expansionen, verknüpfen uns gezielt mit PropTech-Hubs und Influencern quer durch Europa und sorgen so gemeinsam dafür, dass die digitale Transformation über den Immobilienlebenszyklus hinweg aktiv gestaltet wir & Europa als Standort wirtschaftlich Stärke gewinnt. Wir rufen alle Beteiligten dazu auf – etablierte Unternehmen, PropTechs, Investoren – die Grundgedanken von Digitalisierung: Freiheit, Transparenz, Dynamik und Grenzenlosigkeit zum europäischen PropTech-Einigungsgedanken zu machen.

 

blackprint Booster sind Experten für die Digitalisierung im Immobilienbereich. Für alle Asset Klassen. Für den gesamten Immobilienlebenszyklus. Die Autoren haben beide langjährigen Bezug bzw. Erfahrungen mit dem Shoppingcenter-Bereich.

Bist Du ein Winner oder ein Darwin? Überlebst Du bloß oder gehörst Du zu den Digital Leadern?

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An Estonian PropTech Journey

By Booster Inside No Comments

Since our fourth batch is going to start so soon, Jakob took the trip to Estonia to meet up with several PropTechs and talk to them. Keep reading if you are interested in learning more about our selection process.

In December I visited Estonia for the first time. Why? Apart from being personally curious about the most digitally advanced country and economy in Europe, I was looking to meet some promising PropTech companies for our Accelerator program, restarting in spring.

We at blackprint got a good feeling about how Estonia and Estonian founders work, when Kristi and her colleagues of "Moderan" joined our first batch in January 2017. Since then Alex actually is an e-resident of Estonia, mostly because Kristi forced him to (as she did not want to get paper-based signatures from him in the future), but partly because it is exciting to get to know such a system first hand. Kristi, who has been in the digital startup scene of Estonia for more than 10 years now, is a great example for what makes Estonian entrepreneurs special (but also Baltic entrepreneurs in general) as well as stand out (and successful):

They aim for and think international right from the start. That is why Kristi came to blackprint two years ago, and that’s why her commercial lease management solution is sold nearly as well in Germany as in the Baltics. Although most Estonian startups are and were created in Tallinn (among them Unicorns like Taxify, Skype and Transferwise or prominent software companies such as Pipedrive), during my preliminary research and my visit to Tallinn, I learned that Tartu is home to a substantial amount of young and promising tech companies (you will find two of them below), so it is definitely worthwhile to visit both cities, when you go to Estonia!

I only had one day for meetings in Tallinn, nevertheless I was able to get to know a substantial part of the real estate-related tech scene over there. Following, you will find a quick overview of the places and companies I visited:

Kristi Hakkaja from Moderan together with Co-Founder Raiko Uri aswell as Booster CEO Alex at Techquartier Frankfurt.

PropTechs

01. Hausing

When I came to the office of Hausing, I instantly realized that I just walked into a tech company. The most important part of their office equipment seems to be a gaming area with an impressive collection of mostly classical games and consoles. That being said, they are working on an impressive and extensive tool for property management which promises to automatize a lot of tasks around this area.

02. Bauhub

Unfortunately, as Teet and his teammates from Bauhub are situated in Tartu, I was not able to meet them personally but instead had a call with them shortly after my visit. Their solution is a mixture of a document and project management software specifically geared towards construction. It was really refreshing to see modern principles of software development and UX applied to such a non-digital area, so I’m keen to watch their ongoing progress!

03. BitofProperty

Karl and Taavi are running one of the most innovating Crowdfunding platforms in the Baltics and are another perfect example of the international thinking of Estonian founders. Their company is based in Singapore and Tallinn and capitalizing on the best those cities can bring to businesses, especially in the tech and financial world. You might think that real estate crowdfunding is a well-covered area of the PropTech scene. But, keeping in mind that BitofProperty is structured in a totally different way than similar business models in Germany and what Karl and Taavi have planned for the future, it might be worthwhile to keep them on your watchlist.

04. Bailsman

The team of Bailsman, of whom I personally met Indrek, James and Peeter, might be the most impressive combination of people I’ve encountered on my journey. They have built companies around payments and financing before (Supplierplus), seem to be fantastically connected among banks and are now taking on the huge market of rental deposits (respectively guarantees in their case), which makes me extremely curious for their future development.

05. Consorto

Philip, the founder of Consorto, is one of the few founders I’ve met in Estonia, who has a background or previous experience in the real estate sector (which is similar to the market in Germany). Although his business model of a commercial marketplace has been and is being tried a lot of times and some might say it is a moonshot, his real estate expertise and knowledge connected to their tech team and the fact that they are currently part of the Startup Wise Guys program might make a difference this time.

Accelerator & Coworking Spaces

I’ve seen and met a lot of Accelerator programs (and know how hard it is to build and run one). Nevertheless, Startup Wise Guys sticks out from all of them. Firstly, they are one of the only serious non-corporate B2B focused programs I’ve seen. Secondly and more importantly, they might have one of the most impressive track records in the whole of Europe - solely the fact that they did over 100 investments to date would be enough for such a statement, but there is more. They also compiled an insightful Baltic Startup Scene report, which you can find here:

Baltic Startup Scene Report 2017/2018 by Startup Wise Guys and EIT Digital

02. Workland

I nearly spend half a day at Workland since Consorto and Startup Wise Guys are located here. The place has a pleasant and quiet atmosphere, and although being equipped with latest technology the space feels a lot like a large living room.

03. Lift99

Even though I did not get to meet Elise and the team of Lift99 it is most likely one of the largest epicenters of the Estonian tech scene. This is especially because of the community they build around it, which is based on close ties to Pipedrive, Taxify, Toggl and other prominent players as well as international relations (e.g. their hub in the Ukraine). It was recommended to me beforehand several times and definitely is on the top of my list for my next visit. If you are a founder, you should also check out their online founder matchmaking tool F2F!

As you can see, there are a lot of inspiring and interesting companies and places to visit in Tallinn. And Estonians are really open for international guests and contacts, so a visit is totally worth it! That experience being told, I want to thank all the fellow founders for having me and letting me see a small part of the Estonian PropTech scene! I hope to return really soon!

Recap on 2018

By Booster Inside No Comments

2018 is coming to an end. It was an exciting year for us! So, I want to take the moment to recap on the year and tell you what moved us, what we experienced and what changed. Enjoy!

PropTech Yearbook

At the end of 2017, Alex had the more analogue idea to come out with an overview on the PropTech scene in the DACH region in form of a book. Publishing a book is not as simple as one would think though. In a team of 4 people we scanned almost 400 PropTech Startups, meaning their business model, the founding team and their socials from Germany, Austria and Switzerland. We gathered all this infomation as well as the typeforms some startups completed themselves, and previous data we already had into an excel (damn excel...), which then turned into the profile pages in the book. Next to this we started researching the different categories the companies were settled in to see how the distribution is in the whole scene. With all of this and the help of a wonderful designer from Operation Butterfly (who also designed "The Hundert") this then turned into our PropTech Yearbook! So much work, but so worth it now! It's great to hold something in your hands that you worked on for several weeks with your team and receive positive feedback from people.

Demo Day | Batch 2

On March 8th we celebrated our Demo Day for Batch 2! Over 90 people from the industry such as investors, VC's and other PropTech passionates came to Techquartier to watch AllVR, Simplifa, VRnow and wohnungshelden pitch their business model and present what they learned in our program. At the end of the event Alexander gave a short outlook on the upcoming batch where the booster wants to become more international and broaden its spectre even more. Great day and even greater to see now what they achieved in the last couple of months after completing the program. They are extremely hard working teams and it is great so see how successful they are!

Selection Day | Batch 3

After the second Batch ended, Jakob and Alex started scouting again for new teams for the third batch. Out of around 40 applications, we invited 12 of them to our selection day which took place on the 16th of May. Our investment committee consisting of Klaus Freiberg (Vonovia), Marc Stilke (Booster Co-Initiator), Axel von Starck (Hevella Capital) and Dr. Emilio Matthaei (Colinus) debated for over an hour with Alex and Sebastian which teams would be selected to participate in the next program round. They decided on: Bots4you, Rentseed and Stegimondo. Exquance joined a little later as well. In the beginning of August Batch number 3 could then officially begin!

FUTURE: PropTech Berlin

Our mother company blackprintpartners organised FUTURE: PropTech Berlin for the second time this year. It was an successful event with over 400 attendees, insightful panels and deepdiving tech speeches. My personal favourite of the year. The day itself was stressful but went quite smoothly. After this we held the second Franco-German PropTech meetup with Robin Rivaton, which was also very successful! I am looking forward to FUTURE: PropTech Berlin 2019!

Speeches | Moderations | Workshops | Interviews…

... you name it! Alex and Jakob are your people! Since the Booster's mission is not only to accelerate PropTechs through connecting them to renowned real estate companies, but also to participate and work for the constant development in the digitalization of the real estate industry they travel all over Europe to enlighten people on the topic. To only name a few, we made an appearance (Panel / Speech/ Moderation) at PropTech Riga, PropTech Russia Summit, Real Innovation, Real Estate Innovation Summit, MIPIM PropTech, Expo Real, ZIA Tag der Immobilienwirtschaft, FUTURE: PropTech London/Berlin/Vienna and many more...

Research

After publishing our PropTech Yearbook and together with our research pro Rame, we really dived deeper into researching. Together with Jakob, the both of them started working on a profound database with information on the PropTechs of the DACH region, to really acquire a deep knowledge of the market and its changes. This is one of our most important assets because it really demonstrates our broad market awareness. This database is the basis for the development of our statistics and overviews. If you are interested in our results, the button will take you to our graphics page, where you can also download them.

University Cooperations

We had so many student groups here at Techquartier this year, very exciting! We have official cooperations with Hochschule Aschaffenburg, EBS University of Business and Law and TU Darmstadt. About one we have to talk about in particular: Alex co-organizes the course "Entrepreneurship in Real Estate" at Hochschule Aschaffenburg, where the team with the best business model could win 1,000 EUR (sponsored by us!). The best part is, this team not only saw this as a university project but really founded their PropTech Startup based on this course. They are called DOCESTATE. We love to spark the founders passion in students and seeing them develop their idea and evolve into a legit business.
Other universities that visited us were IREBS Regensburg and HfWU Nürtingen Geislingen. Always a good time talking to young motivated people who are eager to learn about our scene!

Demo Day | Batch 3

The culmination of generation 1! We celebrated our Demo Day on 29th of November, together with our PropTech Alumnis, our Partners, our current PropTech teams and anyone interested in the scene! We kicked it off with a warm welcome by Alex and Sebastian and then Jakob presented our research results which we acquired in the last couple of months, which was very interesting for the audience (find our statistics on here under "PropTech Insights"). Then our Alumni teams (Roomhero, AllVr, Vrnow and wohnungshelden) presented their achievements after the Booster program ended for them, which made us very proud. They are working very hard and are all extremely passionate people! The most important part of the evening, which was our current Batch 3 teams Pitches, were successful as well. We are looking forward to hear more about what opportunities opened up for them after it. It was a great evening, which we ended with a couple bottles of wine, great food and nice talks. Now we are looking forward to starting Batch 4 and by this our second Generation!

4 new Booster Team Members

The Booster Team doubled in size this year and we are still recruiting!
Junior Marketing Manager Jill joined in January to support the Booster in the online marketing sector.
Research working student Rame joined in March to dive deep into the PropTech backgrounds.
Graphic Designer Felix joined in June to rescue the Booster from creating graphics in powerpoint, and is an immense support in the whole field.
Business Developer Mark joined in September to start developing the company builder within our company group.
Want to know more about everyone? We have a blogpost up introducing the whole team!

Scouting for new PropTech Teams

Also a very important and interesting, yet very time consuming part! Alex, Sebastian and Jakob go through all the PropTech team applications, coordinate videocalls with them, partly meet them in person and decide which teams we invite to our selection day to pitch in front of the investment comitee. This also contributes to our deep knowledge of the market, because we experience directly where the founding tendency is going at what time. Which aspects are important here? Definitely the team itself, their experience, if they can cover several areas of competence (e.g. tech, real estate...), then of course the potential of the business model and if one of the partners is fit to work with them. Very interesting!

Team Events

Next to the occasional beer after work, events for teambuilding are extremely important. For example in June we participated in the NAI Apollo charity soccer cup where we teamed up with some of our alumni team members, which was really fun! We also went to the annual summerparty from Feldhoff & Cie, which is also part of our company group. Paul held a big barbecue at his home, which was cool! Also, so much fun was our internal christmas party with the "SleevesUp"-team, where we played lasertag and had glühwein and snacks at their open space in Rödelheim. We are already looking forward to the next team events!

What an eventful year it was! Thanks to everyone who contributed to it. Now, we will go into the christmas break, rejuvenate our powers and start our work freshly in 2019.

Happy Holidays!

The Booster Team

Follow us around: Eine Woche unterwegs mit dem Booster

By Booster Inside One Comment
MONTAG in Frankfurt

Besuch der IREBS Core Studenten

Am Montag haben wir Besuch von den Immo-Studenten der IREBS Uni bekommen, die sich auf ihrem Kurztrip nach Frankfurt verschiedene Arbeitgeber angeschaut haben. Kurze Pitches über den Accelerator, das Techquartier, sowie unser Alumni-Team ROOMHERO sollten den Studenten einen Einblick in die PropTech-Welt verschaffen. Ein Indikator für ihre Begeisterung war die Fülle an Fragen die Alex gestellt wurden. Ein Beispiel war hier: "Muss man in einem Konzern gearbeitet haben um ein Start-Up zu gründen?" Um diese und viele ihrer anderen Fragen zu beantworten bedarf es seinen eigenen Beitrag, also stay tuned!

WIr haben uns sehr über das Engagement und Interesse der Studenten gefreut und wünschen alles Gute bei der Jobsuche nach dem Studium!

MONTAG in Berlin

Parlamentarischer Abend

Gleicher Abend, andere Location. Unser Program Manager Jakob war bereits mittags nach Berlin gereist um am Parlamentarischen Abend des Wirtschaftsrats Hessen teilzunehmen. Dort sprach, unter anderem, Helge Braun, der Chef des Kanzleramtes. Er ging dort unter anderem auf die Problemstellung ein, wie man den deutschen, sehr starken und wichtigen, Mittelstand in einer Zeit erhalte, in der große Betreiber von Plattformen immer mehr Macht bekommen, und kleine Unternehmen untergeordnet werden.

DIENSTAG in Berlin

Wirtschaftstag 2018

Direkt am nächsten Tag wartete auf Jakob der Wirtschaftstag 2018, der dieses Jahr unter dem Motto „Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit, Währungsunion – Zukunftsthemen anpacken, Marktkräfte stärken" stand. Anwesend waren ca. 3500 Gäste sowie Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, EU-Kommissar Günther Oettinger und weitere wichtige Mitglieder der neuen Bundesregierung. Bundeskanzlerin Merkel, die die Abschlussrede hielt, machte dort einen wichtigen Hinweis, der sich an die Gedanken von Helge Braun am Vortag anschloss: Die Umstellung auf Industrie 4.0 sei in Deutschland gut angegangen worden und daher weit fortgeschritten. Im digitalen Zeitalter sei jedoch die Gestaltung der Kundenbeziehung essentiell, um nicht den direkten Kontakt zu verlieren. Hier stünden noch große Herausforderungen für die deutschen Unternehmer an, insbesondere aufgrund der geringen Konzentration von Marktanteilen in vielen Bereichen.

MITTWOCH in Berlin

ZIA - Tag der Immobilienwirtschaft

Am Mittwoch ging es dann zur ZIA zum Tag der Immobilienwirtschaft 2018. An diesem Tag kommen die relevanten Akteure aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, um aktuelle Herausforderungen in unterschiedlichen Themenbereichen zu diskutieren. Hier wurde außerdem der ZIA Innovationsbericht vorgestellt, bei dem u.a. unsere Alumnis Teams Roomhero, wohnungshelden und Simplifa als Best Practice Innovationen ausgezeichnet wurden. Gegen Abend war Alex Teil des Panels "Financing Future - PropTech-Investoren und -Inkubatoren" gemeinsam mit Claudia Nagel von High Rise Ventures und Niko Samio von PropTech1.

ZIA Innovationsbericht 2018
MITTWOCH in Frankfurt

FuckUpNight Frankfurt

Gemeinsam mit Steven von Roomhero war Rame in Frankfurt auf der Veranstaltung "FuckUp Nights" bei denen es um Unternehmer und nicht nur deren größten geschäftlichen Reinfälle sondern auch die Paralellen im Privatleben geht. Die Speaker gaben spannende Einblicke und erklären beispielweise anhand des Begriffs "shit-gap" wie sie es erlebt haben mit ihrem Unternehmen bankrott zu gehen. "Hast Du Scheiße am Schuh, hast Du Scheiße am Schuh. So ist das mit dem shitgap - Das Scheißerle gehört dazu." Sie betonten, dass es in Ordnung sei zu scheitern solange man sich nicht hängen lässt und wieder auf die Beine findet.

"Niemals wird euch ein Konkurrent kaputt machen, denn die sind mit sich selbst beschäftigt. Der ärgste Konkurrent sind die Hemmungen in Deinem Kopf!" - inspiriert nach Hause gegangen, vielen herzlichen Dank für dieses tolle Event!

Klingt interessant? Hier lang
DONNERSTAG in Hamburg

Deutscher Immobilientag 2018

Am Donnerstag ging es nach Hamburg zum Deutschen Immobilientag 2018, auf dem Alex ein Panel zum Thema "Kooperation statt Disruption. Zwei Welten, eine Vision." leitete, bei dem auch Booster-Alumni Daniel Valles Valls von den wohnungshelden an der Podiumsdiskussion teilnahm. In diesem Panel stellten PropTechs neue Geschäftsmodelle für Immobilienmakler, Sachverständige und Verwalter vor. „Viele PropTech-Unternehmen haben clevere und sehr effiziente Lösungen für die Immobilienbranche entwickelt", Zitat von Alex. Woraufhin die IVD-Bundesgeschäftsführerin ergänzt: „Viele Immobilienunternehmer erkennen zunehmend, dass PropTechs und Start-Ups keine Gefahr für sie sind, sondern eher eine ergänzende Chance bieten. Unsere Branche ist aufgeschlossen ihnen gegenüber.

FREITAG in Frankfurt

NAI Soccer Cup

Abgerundet hat diese spannende Woche das NAI Soccercup Turnier, welches im Sportleistungszentrum der Eintracht Frankfurt stattfand. An dem Benefizturnier nahmen 20 Mannschaften verschiedener Unternehmen aus der Immobilienwirtschaft teil. Unser Team bestand aus Jakob, Sebastian, Gabriela & Rame vom Booster sowie Daniel, Arthur, Norbert und Josip von ROOMHERO, Martin von den wohnungshelden, Tim von VRNow und Philip von Stoneset Partners. Trotz extremer Motivation und herausragendem Ehrgeiz hat unser Team es nicht über die Vorrunde hinaus geschafft.

Wir danken NAI Apollo für die hervorragende Organisation und die Fairness auf dem Platz. Es war ein toller Tag!

8 Reasons why YOU should apply for the Booster program

By Booster Inside No Comments

1. Investment! – Who would turn down 50,000 Euro for equity?

2. Carrying out pilot projects within our broad real estate network – we partnered up with the leading real estate companies in Germany. You will profit from this!

3. Coachings in all relevant areas concerning your startup! You will participate in valuable workshops in the following fields: company positioning, law and tax, pricing, sales, insurance, naming, pitch content, pitch presentation and more.

4. Access to VC-capital on our demo day. This event takes place at the end of our batch, where you will present your pitch and achievements as well as what you still need to grow your business.

5. Office Space at Frankfurts Techquartier – Bring your laptop, get infinite amounts of coffee and a comfortable desk at our office space in downtown Frankfurt!

6. Connections are everything! Get access to digital and real estate mentors from the industry!

7. Our passion for proptech and motivation to kickstart your baby!

8. Support in social media – no time to post, tweet or write press releases, because your team is busy working on your product? Get active support and guidance in the social media sector from our social media expert.

 

So what are you waiting for?