Category

Expertenbeitrag

Warum die Bau- und Immobilienwirtschaft 2030 anders sein wird by blackprint Booster GmbH

By Expertenbeitrag No Comments

Die 17 Ziele der UN-Nachhaltigkeitsagenda 2030 & ihre Bedeutung für unsere Branche

Die Zeit der Veränderungen ist gekommen. Die Bau- und Immobilienwirtschaft wird in 10 Jahren nicht mehr die Gleiche sein.

Die 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung der UN-Agenda 2030, die Sustainable Development Goals (SDGs), sind Leitlinie und Aufforderung an Regierungen weltweit, an Zivilgesellschaft, Unternehmen und Wissenschaft, einen Beitrag gegen Armut auf der Welt, zum Schutz bzw. für den Erhalt eines lebenswerten Planeten bzw. zu einer signifikanten Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen, gleich wo und wie, zu leisten.

Im September 2015 wurden auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York die 17 „Ziele für nachhaltige Entwicklung“ von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet. Die UN-Agenda 2030 gilt seitdem als weltweit wichtigster, Orientierung bietender Fahrplan für die Zukunft. Mit den 17 darin formulierten Zielen und 169 konkretisierten Unterzielen will die Weltgemeinschaft weltweit ein menschenwürdiges Leben ermöglichen und dabei gleichsam die natürlichen Lebensgrundlagen dauerhaft bewahren.

Dies umfasst drei Dimensionen, konkret ökonomische, ökologische und soziale Aspekte.

 

2020 – Das Kick Off Jahr für unsere Branche

 

Der September 2020 ist der 5. Geburtstag der UN-Nachhaltigkeitsagenda. Auch das ist Anlass für uns, dass wir die 17 Ziele, ihre Bedeutung, Konsequenzen und Chancen als Rahmen für die wichtigste Fachkonferenz für Digitalisierung, Innovation und Nachhaltigkeit in der Bau- und Immobilienwirtschaft ausgesucht haben. Die REAL PropTech widmet sich im vierten Jahr der Zukunftsfähigkeit unserer Branche.

Ein weitere Jubiläum fällt in den September 2020. Der UN Global Compact (UNGC) und das Deutsche Global Compact Netzwerk (DGCN) feiern in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen. Initiiert im Jahr 2000 durch den früheren Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan, entstand diese weltweite Initiative für nachhaltige Unternehmensführung. Auf Grundlage 10 universeller Prinzipien und den 17 Nachhaltigkeits-Zielen wird die Vision einer inklusiven und nachhaltigen Weltwirtschaft verfolgt. Zur Zielerreichung spielt die Wirtschaft aufgrund ihrer Investitions- und Innovationskraft eine zentrale Rolle. Der Aufruf dieses Netzwerks fordert auch unsere Branche auf zu einem Jahrzehnt nachhaltigen Wirtschaftens und transformativen Handels, der „Decade of Action“.

Grundsätzlich entsprechen die 17 Nachhaltigkeitsziele bzw. die 10 universellen Prinzipien, die diesen zugrunde liegen, unseren Wertvorstellungen bei blackprint. Wir halten diese für einen wichtigen, entscheidenden Rahmen für die Entwicklung und Zukunftsfähigkeit unserer Branchenunternehmen, der gebauten Welt, des Immobilien-Lebenszykluses, der verschiedenen Asset Klassen. Und wir nehmen den Aufruf Verantwortung  zu übernehmen ernst. Die propagierte „Dekade des Handelns“ wird – freiwillig oder durch regulatorischen Druck – auf uns zukommen. Da wir für #Digitalisierung #Innovation verbunden mit #Nachhaltigkeit und sinnvoller Zukunftsfähigkeit stehen, ist es konsequent, dass wir auch im Rahmen der REAL PropTech diesem wichtigen Thema und seinen Auswirkungen besondere Aufmerksamkeit schenken.

Sozusagen als Kick-Off Einladung an die ganze Branche. 

Die Bedeutung für Unternehmensstrategien

Die EU beansprucht eine Führungsrolle bei der Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele. Im Rahmen dessen wurde die Europäische Kommission mit der Ausarbeitung einer Umsetzungsstrategie beauftragt, in der Zeitplan, Ziele und konkrete Maßnahmen zur durchgängigen Berücksichtigung der Agenda 2030 bzw. insbesondere der Nachhaltigkeitsziele in allen für die Politik zu regulierenden Bereichen festgelegt werden sollten. Hieraus entstanden Strategien wie der European Green Deal im Jahr 2019, um gegen Klimawandel und Umweltzerstörung als existentielle Bedrohung aktiv vorzugehen. Ziel ist eine neue Wachstumsstrategie für Europa um den Übergang zu einer modernen, ressourceneffizienten und wettbewerbsfähigen Wirtschaft zu schaffen. Um Klimaneutralität in 2050 zu erreichen, werden alle Wirtschaftssektoren verpflichtend einen aktiven Beitrag leisten müssen. Hieraus entstehen folgende Richtlinien:

  • Investitionen in neue, umweltfreundliche Technologien
  • Unterstützung der Industrie bei Innovationen
  • Einführung umweltfreundlicherer, kostengünstigerer und gesünderer Formen des privaten und öffentlichen Verkehrs
  • Dekarbonisierung des Energiesektors
  • Erhöhung der Energieeffizienz von Gebäuden
  • Zusammenarbeit mit internationalen Partnern zur Verbesserung weltweiter Umweltnormen

In den wenigsten Bereichen unserer Branche sind bereits die Auswirkungen von schärferer Regulatorik, neuen gesetzlichen Vorgaben oder veränderten Anforderungen spürbar. Den meisten Unternehmen ist die Tragweite dessen, was unser vertrautes Business as usual tiefgreifend umpflügen wird, bisher nicht klar. Bei der praktischen Umsetzung der UN-Agenda 2030 stellen einige Ziele bereits eine große Herausforderung dar. Vermeintlich propagierte „Selbstverständlichkeiten“ wie Geschlechtergleichheit (Ziel 5: Diversity) zeigen als Beispiel beim Blick hinter die Kulissen vieler Unternehmen exemplarisch, das hier noch viel Luft nach oben ist. Dabei ist spätestens seit dem ZIA Innovationstag im November 2030 und der Ergebnisveröffentlichung der Diversity-Studie klar, wie viel Effizienz, Profit und Wert sich bei fehlender Ausgeglichenheit verloren geht. Während dieses Beispiels zeigt, dass offensichtlich Naheliegendes viel zu lange zur Umsetzung braucht, gilt dies für viele andere Branchenbereiche bei uns noch mehr. Idealerweise agieren wir als „immobile“ Branche ausnahmsweise mit etwas mehr Agilität und Power, mit guter Vorbereitung, statt erzwungen hektischer Reaktion.

Der Druck kommt von außen

Klassischerweise ist die Bau- und Immobilienwirtschaft resistenter gegen Veränderung, damit auch gegen Innovation als andere Branchen. Doch die UN-Nachhaltigkeitsziele betreffen uns in vielen Facetten. Der Druck wird kommen. Während das Buzzword BIM noch Anfang 2019 auf der Messe BAU zu hysterischer Angst bei Planern oder Abwehrreaktionen mit 25%igen Aufschlägen bei Bauunternehmen führte, ist dies seit Anfang 2020 im ersten Schritt bei öffentlichen Bauprojekten Pflicht. Dies ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung, weil effizienter, fairer, bedauerlicherweise aber durch Regulatorik statt Innovationswillen ausgelöst. Während z.B. Messdienstleister im Rahmen der EU-Energie-Effizienzrichtlinie und der verpflichtenden Transparenzschaffung bis 2027 um ihr Geschäftsmodelle bangen, beginnt von Seiten des Kapitalmarktes der Druck in unsere Branche. Vom institutionellen Fonds bis zum Betreiber werden bspw. Reporting-Anforderungen schärfer, für deren Erfüllung es heute zum Teil noch gar keine (technischen) Möglichkeiten gibt. So steht heute mancherorts der Hausmeister mit Kladde und Papier neben der Müllwaage, um bei Abtransport das Gewicht aufzunehmen. Wenn zeitnah Anlageberater verpflichtet werden zu fragen, ob Anleger ihr Geld „grün“ investieren wollen, wird beim Knopfdruck erschreckenderweise ob Nicht-Erfüllung der Auflagen kaum ein Immobilienfonds übrig bleiben.

Natürlich ist es zu kurz gesprungen, Veränderung NUR auf die UN-Nachhaltigkeits-Agenda zu schieben. Wie in anderen Branchen vor unserer, beispielsweise der Finanzbranche, sind es Treiber von außen, die Urgesteine vom Thron stoßen. Kein anderer Treiber ist dabei so mächtig wie Geld. Der Druck vom Kapitalmarkt wird der sein, der am schärfsten Veränderungsdruck bringen wird. Gleiches gilt für das in unseren Markt schwemmende Wagniskapital. Dieses verändert Märkte, es verändert Marktstrukturen. Tiefgreifend. Und selten steht danach noch ein Stein auf dem anderen. Investoren stecken heute bereit Millionen in Startups mit Lösungen wie Vermarktungsplattformen, digitaler Bauplanung, Baustellenmanagement oder smarten und nachhaltigen Materialien. Während andere Branchen erheblich weiter in Ihrem Innovationszyklus sind, ist die Bau- und Immobilienwirtschaft erst spät von Investoren „entdeckt“ worden. Dies hat unter anderem mit langen Sales- und Entwicklungszyklen und einem viel stärker als in anderen Märkten etablierten People´s Business bzw. einer Absprache-Kultur zu tun. Doch das macht Prozesse und alte Geschäftsmodelle so anfällig: die bauende und gebaute Welt basiert auf einem milliardenschweren, hoch attraktiven und nachhaltig vorhandenen, benötigten Markt, ist gleichzeitig sehr fragmentiert, höchst ineffizient und löst ihre Probleme zu langsam. Im wahrsten Sinne des Wortes ein gefundenes Fressen für Tech Companies und Spekulanten.

Dies ist der optimale Nährboden für Startups und die Entwicklung disruptiver Geschäftsmodelle. Und zieht deshalb eine immer weiter wachsende Schar an PropTech Investoren an, von denen es mittlerweile über 280 aktive im deutschsprachigen Raum gibt. Während die Ticketgrößen und Gelder steigen, die die jungen Wilden pushen, wächst der Druck auf etablierte Branchenplayer. Während in einigen Führungsetagen uns immer noch entgegenschallt, dass Digitalisierung „Prio 0“ hat, ist anderen längst klar geworden, dass die Welt nicht darauf warten wird, ob etablierte Unternehmens-Tanker den Turn Around bzw. die Straße Richtung Zukunftsfähigkeit rechtzeitig finden werden. Der Markt wird – durch Corona sicher getriggert – eine Konsolidierung erleben. Und diese wird nicht nur die über 700 PropTech Companies im deutschsprachigen Raum treffen, sondern auch vermeintliche Urgesteine der Branche.

Weil es explizit unsere Verantwortung ist

Zu den externen Einflüssen, die uns verändern werden, zählen die 17 Ziele der Nachhaltigkeitsagenda 2030. Einige der 17 Ziele betreffen originär die Bau- und Immobilienwirtschaft.

Ziel 3: Gesundheit und Wohlergehen:

Die gebaute Umwelt bildet für das menschliche Leben in fast allen Bereichen Rahmen und Grundlage. Wir Menschen verbringen 90% unserer Zeit in Immobilien. Einen Großteil davon Zuhause, den Wohnungen und Häusern, die wir als Branche planen, bauen, vermieten, betreiben, renovieren – und das alles hoffentlich verantwortungsbewusst an körperlichen wie seelischen Anforderungen für Gesundheit und Wohlergehen ausgerichtet. Der Umgang mit Trinkwasseranlagen und TGA-Planung sind dabei exemplarische Beispiele mit Potential. Eine besondere Verantwortung kommt der Wohnungswirtschaft zu. Doch auch unsere Arbeitswelten, ob Office, Supermarkt, Restaurant oder Fertigungshalle werden von uns gestaltet. Und der Rest der 90% – ob Shoppingcenter, Hotel oder Krankenhaus – liegt ebenfalls in der Verantwortung von unserer Branchen-Unternehmen mit Bezug zum Immobilienlebenszyklus. Die Bau- und Immobilienwirtschaft hat deshalb die Aufgabe funktionierende, sichere, ressourcenschonende, lebenswerte, komfortable Gebäude zu schaffen, die den Bedürfnissen der Bevölkerung nach Gesundheit und Wohlergehen entsprechen.

Ziel 7:Bezahlbare und saubere Energie: Die technischen Möglichkeiten sind heute bereits auf dem Stand, um in Neubau-Projektplanung wie in der Bestandsentwicklung moderne Energie-Konzepte zu integrieren. Ob Dachziegel zur Energiegewinnung oder Solarpaneele in den Verschattungslamellen, ob intelligente Materialien, die Wärme speichern und bei Bedarf abgeben können, Wärmepumpen oder Kleinwindanlagen – als Projektentwickler, Planer oder Bestandshalter gilt es Mut und Verantwortungsübernahme zu beweisen, heute bereits die Chancen zu ergreifen und Maßstäbe zu setzen, bevor diese von Politik und Behörden für uns gesetzt werden. Auch, wenn das bedeutet, Geschäftsmodelle neu auszurichten und Renditeerwirtschaftung neu zu denken. Mit Best Practice Beispielen lassen sich Referenzen schaffen, die Orientierung bieten können. Es sollte in unserem Interesse als Branche sein, den zukünftigen Rahmen selbst sinnvoll mitzugestalten – und proaktiv voranzuschreiten.

Ziel 9 – Industrie, Innovation und Infrastruktur: Ökologisch und ökonomisch sinnvolles Handeln werden in Zukunft in Einklang stehen müssen. Die Entscheidung nach Preis wird in sozialer Marktwirtschaft bleiben, wird aber zwischen den Anbietern entschieden, die die SDG-Kriterien erfüllen (müssen). Die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen wird entscheidender als je zuvor abhängig von ihrer Innovationsbereitschaft und -Power sein. Prozesse neu aufzusetzen, nicht nur von analog in digital sondern wahrlich optimiert, oder Daten aus Excel in schnittstellenfähige Systeme zu konvertieren und aktiv mit diesen zu arbeiten, bleibt nicht mehr lange Aufgabe von Alibi-CDOs ohne Budget oder Ressourcen, sondern wird zur Kernaufgabe der Unternehmenslenker. Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern Mittel. Und zwar eines, bei dem die Gewinner 2030 morgen viel Aufwand investieren müssen, um den Rückstand – Stillstand – der letzten Jahrzehnte aufzuholen. Unternehmen mit multiplen internen und externen Innovationseinheiten wie Viessmann zeigen, wie es gehen kann. Doch Corona zeigt auch, wie wackelig diese DIU-Konzepte sind, wenn sie nicht als unabhängige Geschäftsmodelle aufgesetzt sind.

Ganz besondere Verantwortung können wir als Bau- und Immobilienwirtschaft übernehmen für Handelsimmobilien, Logistik, für Büroimmobilien und Industrieimmobilien, aber auch für Infrastruktur-Bauwerke, zu denen auch Brücken, Tunnel oder Versorgungsleitungen gehören. Unserer intelligent geplanten und sinnvoll umgesetzten Mitwirkung obliegt, wie zukünftig Waren nicht nur weite Strecken sondern auch über die Last Miles zugestellt werden können. Ob Hyperloops unterirdisch oder Drohnen überirdisch, Planung, Bau und Betrieb liegen in unseren Händen. Dies gilt auch für unsere Mobilität: ob E-Autos, noch mehr Fahrräder oder Flugtaxis, wir setzen den Rahmen für Park- oder Landeplätze oder Auflademöglichkeiten. Infrastrukturell sind wir verantwortlich für nachhaltige, sinnvolle TGA-Planung und Gebäudesteuerungsmöglichkeiten in den Immobilien. Genauso wie für die Planung, Installation und den Betrieb von Datenleitungen und Netzanbindung innerhalb von Gebäuden. Oder die flächendeckende Versorgung mit Glasfaserkabeln in Städten und Gemeinden – ein Thema, dass spätestens seit Corona mit Homeoffice & Homeschooling gesamtwirtschaftlich wie -gesellschaftlich ein brennenderes Zukunftsthema denn je darstellt.

Ziel 11 – Nachhaltige Städte und Gemeinden: Gut 75% der Deutschen leben in Städten oder Ballungsgebieten. Der Zuzug ist ungebrochen. Grundlage für zukünftiges, friedliches Zusammenleben ist das Vorhandensein von sicherem und bezahlbarem Wohnraum zur Befriedigung essentieller Bedürfnisse der Menschen. Doch zu  nachhaltiger und integrativer Stadtentwicklung gehört mehr als das „Dach über dem Kopf“, das wir als Branche bauen, vermieten und betreiben. Dazu gehört Urban Retail & Logistics von Last-Miles-Konzepten bis grundlegenden Infrastruktur-Überlegungen. Dazu gehören Konzepte, wie das Arbeiten von Morgen aussieht und was das für Büroflächen von heute heißt, sowohl in Qualität wie Quantität. In der Projektentwicklung von heute, den Bebauungsplänen für die gebaute Welt von Morgen, Quartiersplanungen und Städtebaukonzepten braucht es heute das richtige Setup für Morgen. Die Agenda 2030 setzt uns neue Maßstäbe vor, neue Regularien. Welcher Projektentwickler oder sonstige Rahmengeber dies heute nicht berücksichtigt, für den wird Vermarktung bei wachsenden Ansprüchen schwierig, Umsetzung ob Nachträgen und erzwungenen Änderungen teuer oder Refinanzierung unmöglich.

Was bleibt dann, wenn das Geschäftsmodell wegbricht? Bleibt rechtzeitig vorher Zeit, Konzepte komplett neu zu denken? Googles Innovationseinheit Alphabet hat es vorgemacht: zwei Jahre intensive Beschäftigung mit Konzepten zur Stadtteilentwicklung im kanadischen Toronto, inkl. Green Buildings, Circular Economy, beheizbaren Fahrradwegen, smarter Mobilität, intelligenter Betreibung und geschickten Mix-Used Konzepten. Auch wenn Side Walk Labs in 2020 offiziell eingestellt wurde, zeigt das veröffentlichte 1.200 Seiten Dokument mit Konzeptideen zur Projektentwicklung die Sprengkraft. Grundsätzlich war nicht wirklich etwas „neu“ daran. Beängstigend für jeden Bau- und Immobilien-Professional sollte allerdings sein, dass all die vorhandenen Ideen so konsequent zusammengetragen und in ein – funktionsfähiges – Gesamtkonzept gegossen wurden. Was ob Bedenkenträgern und klassischen Kostenkalkulationen alles nicht möglich erscheint, wird da konzeptionell bewiesen. Für alle diejenigen, die glauben mit Einstellung des Projekts Side Walk Labs sei Google endgültig aus unserer Branche „zurückgewichen“ irrt sich. Das, was an Knowhow, Expertise und Chancen angeeignet und evaluiert wurde, macht allein diesen Giganten der Big Four zur gefährlichen Konkurrenz. Von Amazons Vorstoß in die Produktion, Lieferung oder Ausstattung von Immobilien oder Ten Cents Projektentwicklung eines Campus von der Größe Manhattans ganz zu schweigen .Das Signal an unsere Branche – auch in Deutschland – sollte für uns deutlich sein.

Ziel: 12. Verantwortungsvoller Konsum & Produktion: Unsere Erde ist nur noch begrenzt belastbar. Um uns und unseren Kindern Leben in Zukunft zu ermöglichen, gilt es unseren Konsum und unsere Produktionstechniken zu verändern. Ein Baustein dazu sind Regeln für den Umgang mit begrenzten Ressourcen. Diese werden kommen. Und werden verhindern, dass wir als Industrie die weltweit schlimmsten Müll- und Umweltsünder bleiben werden. Ein Großteil der natürlichen Ressourcen ist nur begrenzt verfügbar. Das Ziel der nachhaltigen Produktion erfordert ein Umdenken unserer Wirtschaft hin zu einer Wirtschaft, die Ressourcen lediglich nutzt statt sie zu verbrauchen – von der Linearwirtschaft zur Kreislaufwirtschaft. Dazu zählt der Wandel zu einer auf nachwachsenden Rohstoffen beruhenden nachhaltigen Wirtschaft, die die Belastbarkeitsgrenzen der Erde achtet, weiter voran zu bringen. Wir in Deutschland und speziell unsere Branche spielen eine besonders wichtige Rolle auf dem Weg hin zu einer nachhaltigen Produktion und einem ressourcenschonenden Konsum – aufgrund unseres hohen weltweiten Ressourcenverbrauchs und der damit einhergehenden Umweltbelastung. Doch auch aufgrund unsers ökonomischen und technologischen Potenzials.

Neben einem erheblichen Beitrag zu verantwortungsvoller Produktion können wir als Bau- und Immobilienwirtschaft erhebliches zu nachhaltigem Konsum beitragen. In vielfältiger Form: ob dies Planung und Bau von Logistik-Immobilien oder -Infrastruktur umfasst oder Handelsflächen, die Zugänglichmachung von Waren und Dienstleistungen oder viel allgemeiner nachhaltige, ressourcenschonende, weil smarte Betreibung oder Revitalisierung  von Immobilien – es liegt in unseren Händen. Freiwillig. Oder unter dem anhaltenden, steigenden Druck von Regulatorik.

Ziel 13: Die Klimaschutz-Chance der Immobilienwelt: Das Betreiben von Immobilien setzt den Grundstein für den Aufbau von weiteren Zukunftskonzepten innerhalb der Branche. Das effiziente und digitale Management von den Immobilien inkl. Instandhaltung, Renovierung und Sanierung sind Basis dafür, dass in anderen Bereichen innovativ und neu gedacht werden kann. Hierbei spielt die möglichst effiziente Ausgestaltung des Gebäudemanagements eine Rolle, die sowohl digital, als auch nachhaltig ist, und eine möglichst effiziente Umsetzung garantiert. Daten, Sensorik, Smart Building & Analytics sind in diesem Bereich von großer Bedeutung, um eine Bewirtschaftung von Gebäuden zu garantieren, die langfristig nachhaltig und insbesondere ökologisch wertvoll ist. Diese Digitalisierung und Innovation von bereits bestehenden Abläufen und Prozessen in Gebäuden erlaubt im Anschluss die Entstehung neuer Geschäftsmodelle, die basierend auf den bereits geschafften Fortschritten neue Möglichkeiten eröffnet. Gleichzeitig stellt sie die größte Klimaschutz-Chance dar, die unsere Branche und die Immobilienwelt bieten kann.

Die Verantwortung der Bau- und Immobilienwirtschaft

Während die ersten fünf Jahre seit Launch der UN-Nachhaltigkeits-Agenda als Vorbereitungs- und Ausdeutungsphase angesehen werden können,  in der vieles auf den Weg und vorbereitet wurde, liegt ein Jahrzehnt vor uns, in dem durch Greifen von bereits festgelegten neuen Regeln oder dem Festlegen weiterer Regulatorik das Erreichen der unumstößlichen Ziele massiv vorangetrieben werden wird. Die Bedeutung der 17 Ziele der UN-Nachhaltigkeitsagenda 2030 für unsere Branche sind gar nicht hoch genug einzuschätzen. Die angerissenen Beispiele und Verantwortungsbereiche sollten die Brisanz, Notwendigkeit und Sprengkraft gezeigt haben, die hinter Schlagworten wir ESG lauern. Gleich mit welcher Asset Klasse oder Lebenszyklusphase wir uns beschäftigen – ob mit Wohnen, Gewerbe, Handel, Logistik, Hotels, Industrieimmobilien, Mixes Use, ob mit Projektentwicklung, Planen, Bauen, Materialproduktion, Betreiben, Finanzieren, Vermarkten, Refurbisment oder Abriss wir haben die Power, die Macht und Kraft und die Verantwortung Change vorzunehmen, das Ruder rumzureißen, #Digitalisierung #Innovation #Nachhaltigkeit  zur obersten Priorität zu machen. Und das nicht nur ob guten Images sondern aus knallharter, wirtschaftlicher Notwendigkeit. Das der Weg dahin weg tun kann, dass altgeliebte Machtstrukturen und Silos aufgebrochen werden (müssen) und treue Geschäftsmodelle so in Zukunft nicht mehr funktionieren werden mag unvermeidbar sein. Darin liegen aber auch jede Menge Chancen. Die Frage ist als nicht, warum die Bau- und Immobilienwirtschaft 2030 anders sein wird. Viel mehr, wer sie gestalten und in 2030 zu den führenden Köpfen und Unternehmen zählen wird.

Autoren:

                 

Sarah Maria Schlesinger                          Sean Nolan

 

Du suchst Impulse zur zukünftigen Ausrichtungen Deines Verantwortungsbereichs? Oder neue Umsatzmöglichkeiten?

Profitiere vom Netzwerken, gezielten PropTech Scouting oder aktiven Digitalisierungs-Begleitung bei blackprint Booster!

Mehr von den Experten für die digitale Immobilienbranche:

             

Alexander Ubach-Utermöhl               Sarah Maria Schlesinger

Managing Director                               Managing Director

auu@blackprintbooster.vc                 sas@blackprintbooster.vc

Objective Design Analysis by PLANALOGIC

By Expertenbeitrag No Comments

„Would you spend millions without knowing whether an architect can design a good building?”.

This may seem a logical question at first glance, but it only exists by the grace of trust in the learning curve of the architect and in the testability of the design quality of a realised building.

And that is where we find a serious shortcoming. There is a lack of critical reflection on both the learning curve and the testability of design quality. Not only by architecture critics, but also by clients, government agencies and users.

This testability requires a systematic and holistic approach to the qualities of a building. But above all, it requires insight into synergy, into possibilities and their consequences.

Because of insufficient understanding, building design (and architecture in specific), lacks a consistent paradigm for critical (self-)reflection. You see what you want or can see, and that is what you base your analysis and opinion on.

Clear mistakes will be noticed, but missed opportunities are a lot more difficult to discover. The existing way of working means that the potential of a building is barely comprehensible.

By designing parametrically and generatively, you can make that spectrum of possibilities and their consequences transparent. In contrast to a BIM model, where information is provided about a single design, parametric and generative designs allows for millions of options to be calculated. No more intuitive assumptions, but (objective) testing and comparing. This goes beyond a strictly rational mindset with a focus on the pragmatic technological superiority of computing power. By using artificial intelligence, a powerful method is created to solve visual, spatial, material, constructive, energetic and even financial tasks. And not as stand-alone, sequential disciplines, but in full synergy.

What does this mean for the real estate industry ?

We are now in the fourth industrial revolution, with self-learning systems, and a data economy in which we can and will use more and more data.

Real estate development as a process, or buildings as products, are already subject to numerous regulations and codes. Certification can be obtained in the form of LEED or BREEAM. On top of that Environmental, Social and Governance (ESG’s) are commonly defined as the three central pillars used when measuring the sustainability or ethical impact. They are also part of the United Nations led initiative on Principles for Responsible Investment (PRI).

So measuring the effect and compliance of buildings to certain rules or methods of evaluation, is already in place. Artificial Intelligence (AI), combined with multi-criteria analysis, allows for these existing methods to be analysed and compared. And not as discreet elements, but in full synergy.

Building on the computational power of analysis by using AI, we see a massive potential in extending this analysis into a holistic approach. An approach built around objective design analysis, with extremely short run times.

This seriously reduces project and investment risk very easy on in the project. It also allows for more sustainable buildings by not just analysing the building at one point in time but over its full life cycle.

Behind us are the days when decisions had to be made on limited information. Objective, fact-based decision-making is the ultimate compliance tool for the real estate industry.

Pim van Wylick is a partner at Planalogic. A consultancy firm specialised in using Artificial Intelligence (AI) to design better cities and buildings.

Du suchst Impulse zur zukünftigen Ausrichtungen Deines Verantwortungsbereichs? Oder neue Umsatzmöglichkeiten?

Profitiere vom Netzwerken, gezielten PropTech Scouting oder aktiven Digitalisierungs-Begleitung bei blackprint Booster!

Mehr von den Experten für die digitale Immobilienbranche:

             

Alexander Ubach-Utermöhl               Sarah Maria Schlesinger

Managing Director                               Managing Director

auu@blackprintbooster.vc                 sas@blackprintbooster.vc

„Klingelingeling ist so vorgestern“ – Digitale Türsprechanlagen als Grundstein für zukünftige Smart-Building-Lösungen by Better Bell

By Expertenbeitrag No Comments

Die Immobilienwirtschaft hat in den vergangenen Jahren eine rasante digitale Entwicklung hingelegt. Wobei das Wort „rasant“ im Zusammenhang mit dem Thema Digitalisierung im internationalen Vergleich dem ein oder anderen etwas gewagt erscheinen mag. Allzu lange wurde Deutschland aufgrund seiner schleichenden Ambitionen in diesem Bereich belächelt. Umso beeindruckender, in welchem Tempo nun jedoch in einigen Bereichen aufgeholt wurde. Nicht zuletzt aufgrund der gestiegenen Nachfrage von Verbrauchern und der Anforderungen internationaler Unternehmen mit Sitz in Deutschland.

Ein grundlegendes Problem bei der Entwicklung smarter Lösungen war es bisher, dass diese häufig genug nur Teilbereiche abbildeten – heißt im Klartext: Trotz aller gut gemeinten Ansätze fand man sich am Ende des Tages zwischen diversen Endgeräten gefangen, die alle ein Versprechen einte: Wir erleichtern dir das Leben. Wenn es dafür jedoch diverser Kleinlösungen bedarf, ist der Nutzen überschaubar. Daher ist eine grundsätzliche Anforderung an zukünftige Entwicklungen, dass diese keine Insellösung darstellen, sondern Teil des PropTech-Ökosystems sind. Die Synchronisation und der Einklang der unterschiedlichen Tools stehen dabei über sämtlichen Entwicklungsschritten – Grundlage für langfristigen Erfolg. Dabei gilt es, sämtliche Zielgruppen in die Kreation der Lösungen einzubeziehen.

Wohnst du noch oder konfigurierst du schon?

Für die Entwicklung einer zukunftsfähigen Smart-Building-Lösung heißt das konkret: Es reicht nicht, eine „einfache“ digitale Türsprechanlage zu entwickeln, die aktuelle Standards abbildet. Vielmehr müssen Trends und Themen der Zukunft vorausschauend berücksichtigt werden. Und dabei geht es nicht nur um ein hübsches Erscheinungsbild –auch wenn das dank des zeitgemäßen und hochwertigen Touchscreens mit der Möglichkeit der individuellen Gestaltung inklusive Logos und Zusatzinformationen wie Öffnungszeiten oder persönlicher Begrüßung einzelner Besucher standardmäßig gegeben ist. Vielmehr gilt es, ein „großes Ganzes“ zu schaffen, das über die individuelle Konfiguration der Türsprechanlage mithilfe einer App oder des Webinterfaces hinausgeht. Schon bei der Entwicklung einer Immobilie bietet eine gut durchdachte Lösung einen echten Mehrwert: Beispielsweise wird bereits bei der Installation lediglich ein einfacher Stromanschluss benötigt. Das spart aufgebrochene Wände und endlose BUS-Kabelsysteme im Bau – und ist zugleich weit weniger störanfällig.

„Der Klaus ist im Keller“

Damit wird das Erscheinungsbild der Immobilie durch eine stets aktuelle und ordentliche Türsprechanlage im Eingangsbereich aufgewertet. Zudem können dank der hinterlegten intelligenten Datenbank problemlos andere Anwendungen integriert werden. Das geht weit darüber hinaus, einzelnen Personen eine einmalige Zugangsberechtigung zuzuordnen, sei es der Handwerker, der Paketbote oder der Heizungsableser – denn dieser können Zählerstände ohne Zugang zur Immobilie ablesen. Ganz einfach per Web-Interface oder App.

Auch das Facility-Management wird aktiv entlastet – beispielsweise durch die Möglichkeit, die Namen der Mieter per „Fernwartung“ zu aktualisieren oder allgemeine Informationen via Webinterface und App einzuspielen.

„Kannst du mal aufmachen?“

Ein Vorteil der intelligenten Lösung für die Mieter: Sie können die Gegensprechanlage dort platzieren, wo sie tatsächlich benötigt wird. Darüber hinaus kann diese mit sämtlichen gängigen Smart-Home-Anwendungen gekoppelt werden – sei es Alexa, Siri oder die Sonos. Durch die flexible Datenbank im Backend sind auch zukünftige Anwendungen jederzeit erweiterbar. Denn der Anspruch an ein zukunftsfähiges Produkt ist es, den Anforderungen von heute UND von morgen und übermorgen gerecht zu werden. Mit der digitalen Türsprechanlage Better Bell stellen wir sowohl die technologische Plattform als auch die Schnittstelle zu künftigen Applikationen rund um Wohnen und Büro zur Verfügung. Und von diesen wird es in der nahen Zukunft Tausende geben – sei es für Wohnen, Leben, Arbeiten, Work-Life-Balance, NewWork oder, oder, oder. Und weil auch dort die Zukunft nicht endet, werden bereits jetzt Entwicklungen im Bereich Smart City – Mobilität, Städteplanung und Energiewirtschaft der Zukunft – in sämtliche Überlegungen einbezogen.

„So sicher wie ein Safe“

Einer der wichtigsten Aspekte im Bereich Smart Solutions ist die Datensicherheit. Denn wer sämtliche Anwendungen miteinander verknüpft, der möchte vor allem eins: Die Sicherheit, dass die Daten vor Fremdzugriffen geschützt sind. Daher setzt Better Bell bei sämtlichen Entwicklungen auf höchste Sicherheitsstandards, die sonst bei Banken zum Einsatz kommen. Grundlage dafür ist die GSM-Technologie, bekannt aus dem Mobilfunk für ihre stabile Verbindung.

Die Vorteile der Better Bell in der Übersicht:

  • Hochwertiges Erscheinungsbild
  • Einfache Installation
  • Intuitive Handhabung
  • Höchste Sicherheitsstandards
  • Individuelle Konfiguration
  • Grundlage für Smart-Building- und Smart-Home-Anwendungen
  • Senkung des Verwaltungsaufwands
  • Günstige Anschaffung und smarte Nebenkostenumlagefähigkeit
  • Nachhaltig und effizient
  • Hochwertige und robuste Hardware-Qualität (IP65)

Better Bell zahlt auf die Vision eines PropTech-Ökosystems ein, anstatt eine weitere Insellösung anzubieten.

Autor: Christian Chaléat

Du suchst Impulse zur zukünftigen Ausrichtungen Deines Verantwortungsbereichs? Oder neue Umsatzmöglichkeiten?

Profitiere vom Netzwerken, gezielten PropTech Scouting oder aktiven Digitalisierungs-Begleitung bei blackprint Booster!

Mehr von den Experten für die digitale Immobilienbranche:

             

Alexander Ubach-Utermöhl               Sarah Maria Schlesinger

Managing Director                               Managing Director

auu@blackprintbooster.vc                 sas@blackprintbooster.vc

Immobilien smart vermieten und verkaufen by EverReal

By Expertenbeitrag No Comments

Optimierungspotenziale durch konsequente Digitalisierung werden häufig unterschätzt

Die Immobilienwirtschaft hatte bislang den Ruf, nicht gerade zu den Vorreitern in Sachen Digitalisierung zu gehören. In den zurückliegenden Jahren setzten zwar auch immer mehr Immobilienunternehmen auf digitale Prozesse und Technologien, doch in der Praxis werden dabei noch längst nicht alle Potenziale ausgeschöpft. Dies liegt zum einen daran, dass häufig nicht konsequent digitalisiert wird. Denn häufig erfolgt die Digitalisierung nur punktuell oder für bestimmte Teilprozesse, wodurch erhebliche Potenziale ungenutzt bleiben. Und zum anderen werden die mit der Digitalisierung verbundenen Chancen oftmals stark unterschätzt, nicht zuletzt auch deshalb, weil sich Unternehmen der mit ineffizienten manuellen Prozessen verbundenen Risiken nicht oder nur ansatzweise bewusst sind.

Immobilienunternehmen unterschätzen Chancen und Risiken der Digitalisierung

So werden zwar bestimmte Vorteile wie Zeit- oder Kostenersparnisse gesehen, weil sie im Zuge von einzelnen Digitalisierungsmaßnahmen für die unmittelbar betroffenen Mitarbeiter am ehesten spürbar werden und sich zudem direkt in den Kostenstrukturen der Unternehmen bemerkbar machen. Gleichzeitig wird jedoch oft verkannt, dass sich mit einer umfassenden Digitalisierung und Neustrukturierung kompletter Prozesse, nicht nur wesentlich größere Zeit- und Kostenersparnisse und Produktivitätsgewinne realisieren lassen, sondern auch völlig neue Möglichkeiten für die Unternehmenssteuerung und die Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens sowie mit externen Partnern ergeben. Insbesondere die Verfügbarkeit von Daten und Informationen in Echtzeit ist ein Vorteil, der umso stärker zum Tragen kommt, je konsequenter und umfassender die Prozesse innerhalb eines Unternehmens digitalisiert werden.

Digitalisierung bestimmt zunehmend die Außenwirkung von Unternehmen

Gleichzeitig hat das Ausmaß der Digitalisierung einen immer größeren Einfluss auf die Außenwirkung und Imagebildung von Unternehmen, da diese immer häufiger von ihren Kunden in verschiedenen Onlinemedien und Sozialen Netzwerken bewertet werden. Wer dank konsequent automatisierter Prozesse eine schnelle Beantwortung von Kundenanfragen sicherstellen, hochwertige Produkte und Dienstleistungen liefern und seinen Kunden ein modernes Nutzererlebnis bieten kann, erhält positive Bewertungen und damit vermehrte Aufmerksamkeit von weiteren potenziellen Kunden, die sich bei ihren Kaufentscheidungen daran orientieren. Umgekehrt werden langwierige und fehleranfällige Prozesse, die durch unzureichende Digitalisierung, unnötige Schnittstellen und einen hohen Anteil an manueller Arbeit gekennzeichnet sind, und immer häufiger zu negativen Bewertungen, was wiederum den Zugang zu potenziellen Neukunden erschwert, vermieden.

Vermietung von Wohnungen wird häufig noch von manuellen Prozessen bestimmt

Besonders gut lässt sich das am Beispiel der Vermietung und des Verkaufs von Wohnungen demonstrieren. In vielen großen Wohnungsgesellschaften, ganz gleich, ob sich diese in kommunaler Hand befinden oder ob es sich um privatwirtschaftliche oder genossenschaftliche Unternehmen handelt, arbeiten die Vermietungsteams nach wie vor auf herkömmliche Weise. Wird eine Mietwohnung frei, dann wird das Exposé erstellt und auf der eigenen Website veröffentlicht. Parallel werden Anzeigen in verschiedenen Immobilienportalen geschaltet. Interessenten melden sich entweder online oder telefonisch, was zu einer großen Zahl von Anrufen und Online-Anfragen führt, die manuell zugeordnet und dann von den Mitarbeitern individuell beantwortet werden müssen. Zudem müssen Unterlagen, wie Gehaltsnachweise und Schufa-Auskünfte einzeln geprüft werden. Ein weiterer wichtiger Schritt im Vermietungsprozess ist das Vereinbaren und Durchführen von Besichtigungsterminen. Unter den Interessenten, die nach der Besichtigung weiterhin an der betreffenden Wohnung interessiert sind, gilt es dann anhand der Unterlagen denjenigen auszuwählen, dem ein Mietvertrag angeboten werden soll. Dieser muss dann die geforderte Kaution auf das ihm benannte Konto einzahlen. Hat der Vermieter den Eingang der Kaution geprüft und sind alle anderen Nachweise erbracht, kommt es schließlich zur Unterzeichnung des Mietvertrages und zur Wohnungsübergabe.

Mehr Produktivität und Effizienz durch digitalisierten Vermietungsprozess

Mit einer digitalen Vermietungslösung, wie sie EverReal entwickelt und 2018 auf den Markt gebracht hat, können all diese einzelnen Schritte und Teilprozesse deutlich effizienter erledigt werden. Die im System hinterlegten Informationen zu einzelnen Wohneinheiten erlauben es, freiwerdende Wohnungen mit wenigen Mausklicks zu inserieren. Die Erfassung und Bearbeitung der eingehenden Interessentenanfragen erfolgt weitestgehend automatisiert, sodass viele Fragen, die zuvor zeitaufwändig telefonisch geklärt werden mussten, bereits beantwortet sind, bevor der erste persönliche Kontakt zwischen einem Unternehmensmitarbeiter und einem Interessenten zustande kommt. Durch ein entsprechendes Mieter-Matching wird bereits vorab geklärt, ob eine Wohnung aufgrund ihrer Größe, der Zahl der zur Familie gehörenden Personen und anderer Kriterien überhaupt für einen bestimmten Interessenten geeignet ist. Ist das nicht der Fall, kann sich der Mietinteressent registrieren lassen, sodass ihm künftig andere, passendere Angebote automatisch zugesandt werden können. Die Vorgabe von möglichen Terminfenstern und die Buchung von Besichtigungsterminen durch die Mietinteressenten erfolgen ebenso digital, wie das Anfordern und Einreichen der benötigten Unterlagen. Selbst die Zusendung und Unterzeichnung des Mietvertrages erfordern heute nicht mehr zwingend einen persönlichen Termin beim Vermieter. So wird das Vermietungsteam von einem großen Teil des administrativen Aufwandes entlastet, der mit dem herkömmlichen Vermietungsprozess verbunden war. Dazu kommt, dass automatisierte Prozesse es wesentlich erleichtern, eine DSGVO-konforme Verarbeitung und Speicherung der Interessentendaten zu gewährleisten.

Höhere Mitarbeiterzufriedenheit, professioneller Markauftritt und geringere Kosten

Das alles führt nicht nur zu Zeit- und Kostenersparnissen, sondern auch zu einer erheblich höheren Mitarbeiterzufriedenheit. In der Praxis berichten Anwender von einem um etwa 50 bis 80 Prozent geringeren Zeitaufwand für die Vermietung einer einzelnen Wohneinheit. Pro Tag und Mitarbeiter werden die Zeitersparnisse mit drei bis vier Stunden beziffert. Die eingesparte Zeit steht für andere Aufgaben wie wichtige persönliche Gespräche mit Kunden oder die Weiterentwicklung des Geschäfts zur Verfügung. Wenn man sich vergegenwärtigt, dass bei einem großen Wohnungsunternehmen durchaus 10.000 Vermietungen pro Jahr anfallen können, dann wird deutlich, welche enormen Potenziale durch die Digitalisierung des Vermietungsprozesses erschlossen werden und wie hoch die Opportunitätskosten bei der Beibehaltung herkömmlicher Prozesse sind.

Gleichzeitig erleben die Mietinteressenten das Unternehmen als professionell agierenden, modernen Anbieter und werden ihre Zufriedenheit mit dem Service auch bereitwillig anderen mitteilen. Vor allem aber sind sämtliche Daten stets in Echtzeit verfügbar und können damit von anderen Bereichen wie dem Vertriebscontrolling oder dem Asset- und Propertymanagement ohne Zeitverzug genutzt werden. Unternehmen, die diese Möglichkeiten nicht nutzen, riskieren unternehmerische Fehlentscheidungen aufgrund einer unzureichenden Datenbasis, ein negatives Image bei potenziellen Kunden und natürlich einen deutlich höheren Zeit- und Kostenaufwand.

Autor: Nessim Djerboua

Nessim ist Geschäftsführer und Mit-Gründer von EverReal. Zuvor war er im Silicon Valley bereits am Aufbau von zwei erfolgreichen Start-ups beteiligt, von denen eines inzwischen Unicorn-Status erlangt hat.

EverReal ist PropTech-Anbieter einer innovativen, ganzheitlichen Lösung für die Vermietung und Verkauf von Immobilien, mit der Immobilienunternehmen ihr eigenes Geschäft skalieren, die Profitabilität steigern und Interessenten sowie Eigentümern einen optimalen Service bieten können.

Du suchst Impulse zur zukünftigen Ausrichtungen Deines Verantwortungsbereichs? Oder neue Umsatzmöglichkeiten?

Profitiere vom Netzwerken, gezielten PropTech Scouting oder aktiven Digitalisierungs-Begleitung bei blackprint Booster!

Mehr von den Experten für die digitale Immobilienbranche:

             

Alexander Ubach-Utermöhl               Sarah Maria Schlesinger

Managing Director                               Managing Director

auu@blackprintbooster.vc                 sas@blackprintbooster.vc

„Digitales Gebäude“ für Immobilienverwalter und -nutzer: Mehrwert durch Bündelung von innovativen Technologien by aedif.ion, Comgy, KIWI und Simplifa

By Expertenbeitrag No Comments

Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und die zunehmende Vernetzung verändern die Möglichkeiten grundlegend, Immobilien zu betreiben und zu nutzen. In den vergangenen Jahren sind viele neue Technologien in den Bereichen Smart Building und Smart Home entstanden, durch die sich etwa immer besser automatisieren und fernsteuern lassen. Viele der Technologien, die rund um das intelligente Gebäude von Relevanz sind, stehen in einem engen, logischen Kontext zueinander – sowohl was Technik, Nutzung und rechtliche Aspekte als auch zukünftige Geschäftsmodelle betrifft. Aus diesem Grund gibt es zunehmend integrierte Lösungen, die verschiedene Technologien kombinieren und als Gesamtanwendung problemlos in neuen und bestehenden Immobilien angewandt werden können.

Auf so eine ganzheitliche Lösung setzen auch Aedif.ion, Comgy, KIWI und Simplifa. Die vier führenden Anbieter digitaler Dienstleistungen rund um Smart Building haben gemeinsam mit weiteren Unternehmen die Initiative „Digitales Gebäude“ gestartet. Ziel der Zusammenarbeit ist es, eine sinnvolle Bündelung der jeweiligen Technologien zu schaffen. Die Idee dahinter: eine solche integrierte Gesamtlösung bietet Betreibern und Verwaltern von Wohnhäusern nachhaltigere Mehrwerte als Einzelanwendungen. Die Partner des Digitalen Gebäudes setzen auf ein ganzheitliches Konzept, um die positiven Effekte der Einzellösungen für Immobilienverwalter und -nutzer zu steigern, aber auch, um ein fundiertes Zielbild des Smart Buildings in Bezug auf Nachhaltigkeit entwickeln zu können. Grundlage sind die Leistungsanforderungen der Deutschen Wohnen, die für die Bewirtschaftung ihres Immobilienbestands einen Anforderungskatalog erstellt hat.

Einblicke in das digitale, smarte Gebäude von morgen 

Und so sieht ein Beispiel des „Digitalen Gebäudes“ vollständig umgesetzt in der Realität aus: Der Mieter erreicht das Gebäude und öffnet schlüssellos die Eingangstüren zum Wohnhaus und potenziellen Kellerräumen. Auch die Wohnungstür ist eine Smart Door, die sich mit dem gleichen elektronischen Zugangssystem von KIWI öffnen lässt.  KIWI ist ein schlüsselloses Zugangssystem für Haus- und Wohnungstüren von Mehrfamilienhäusern. Über das gleichnamige KIWI-Portal können Zutrittsberechtigungen zentral verwaltet werden – oder noch besser direkt aus dem ERP und für die Mieter aus der Mieterapp – integriert über offene API Schnittstellen. Die Sorge, den richtigen Schlüssel zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu haben, entfällt somit.

Die messtechnische Erfassung und Abrechnung der verbrauchten Wärmeenergie sowie die visuelle Aufbereitung und monatliche Information an den Mieter – wie künftig von der neuen EU-Energieeffizienz-Richtlinie (EED) gefordert – ist die Aufgabe von Comgy, einem Anbieter digitaler Messdienstlösungen für die Wohnungs- und Energiewirtschaft.
Comgy hat als PropTech im Vergleich zu anderen Messdiensten von Anfang an auf eine vollautomatische stationäre Auslesung aller Messgeräte und Zähler per Funk gesetzt – und zwar nicht nur einmal im Monat, wie von der neuen EED-Verordnung künftig gefordert, sondern bereits jetzt tagesaktuell.

Die hochfrequente vollautomatische Fernauslesung von Zählern ermöglicht aber nicht nur die monatliche Verbrauchsinformation. Sie ersetzt auch sämtliche physische Ablesetermine wie etwa bei Mieterwechseln und reduziert damit den Verwaltungsaufwand für alle Beteiligten. Darüber hinaus ermöglicht sie die frühzeitige Erkennung von Verbrauchsfressern, beispielsweise bei einer laufenden Toilettenspülung oder Wasserleckage. Schäden, die nicht selten hohe Kosten nach sich ziehen, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt werden.

Nach Betreten eines Mehrfamilienhauses nutzen die meisten Bewohner und Gäste den Aufzug. Wichtig ist, dass dieser möglichst durchgehend und einwandfrei funktioniert. Störungen müssen idealerweise verhindert werden, bevor sie auftreten, mindestens aber schnell identifiziert und behoben werden. Simplifa ist ein digitaler Dienstleister und Experte für Aufzugsmanagement. Das PropTech bündelt alle relevanten Daten, Dokumente und Vorgänge digital und damit transparent für Eigentümer, Verwalter und Dienstleister. Jeder Aufzug im Simplifa-Aufzugsmanagement wird zu Beginn technisch begangen, der Zustand bewertet und die Bestandsdokumentation digital durch eine eigens entwickelte Softwarelösung erfasst.

Simplifa arbeitet in der Praxis mit neuesten Technologien, die in dem Produkt „Elevator Twin“ – also einem digitalen Aufzugszwilling –zusammengeführt werden. Einerseits wird dabei der Aufzug mit Hilfe von 360°-Fotos und -Videos vollständig aufgenommen und virtuell nachgebaut. Andererseits legt Simplifa ein Sensornetz über die bestehende technische Architektur des Aufzugs und erfasst so herstellerunabhängig Sensordaten und akustische Signale, die durch einen sicheren Datentransfer in die Simplifa Cloud übermittelt werden. Dort werden die Daten mit Machine Learning- und Predictive-Maintenance-Algorithmen ausgewertet und dem Betreiber und Simplifa-Aufzugsmanager in einem Dashboard aufbereitet dargestellt. Gleichzeitig wird die virtualisierte Aufzugsanlage nahezu in Echtzeit mit komponentenspezifischen Daten angereichert und in der Nutzerdarstellung am zugehörigen Bauteil mit allen relevanten Zusatzinformationen abgebildet. Der so geschaffene Elevator Twin wird in einem vollständig digitalisierten Prozess allen Stakeholdern des Aufzugs per Knopfdruck oder Synchronisierung bestehender ERP-Systeme zur Verfügung gestellt. Simplifas Ansatz ist herstellerunabhängig, präventiv und hilft, den Lebenszyklus der Fördertechnik zu verlängern.

Mit den Softwarelösungen von aedifion lassen sich Smart Buildings schon heute „Plug-and-Play“ an das Internet der Dinge anschließen und damit große technische Datenmengen analysieren und optimieren. Die schnittstellenorientierte Plattform aedifion.io ermöglicht die Kombination unterschiedlichster Gewerke miteinander in einem Cloud-of-Clouds-Ansatz und macht Immobilien damit zukunftsfähig. Die smarten Zusatzoptionen .analytics und .controls machen die Plattform zu einem interoperablen, herstellerunabhängigen Tool, das maßgebliche Effekte bei der Energieeffizienz, der technischen und der wirtschaftlichen Gebäudeoptimierung erzielt. Als Spin-Off der RWTH Aachen University greift aedifion dabei auf jahreslanges Know-how im gebäudetechnischen Bereich zurück, kombiniert Stand-der-Technik aus Informations- und Ingenieurwissenschaften und unterstützt so die digitale Transformation der Immobilienbranche.
Ergänzend forscht das Unternehmen als Konsortialpartner in vier hoheitlichen Forschungsprojekten und bringt so seine Gebäudekompetenz in aktuelle Fragen zur Energieforschung und Energiewende ein.
Weitere Informationen auf www.aedifion.com

 

Comgy ist ein Anbieter digitaler Messdienstlösungen für die Wohnungs- und Energiewirtschaft. Durch innovative Soft- und Hardwareentwicklungen entlang digitaler Prozesse schafft Comgy mehr Transparenz, Geschwindigkeit sowie Kostenersparnisse bei der Messung, Visualisierung und Abrechnung von Energieverbräuchen. Davon profitieren Mieter, Verwaltungen und Eigentümer gleichermaßen.
Das Comgy Leistungsangebot reicht von Full Service Lösungen bis zu SaaS-Produkten für Selbstabrechner und Messdienste. Ziel dabei ist es, transparente und verständliche Abrechnungen zu ermöglichen, um sinnvoll Energie zu sparen und Nachzahlungen zu vermeiden.
Weitere Informationen unter www.comgy.io.

KIWI ist das schlüssellose Zugangssystem für Haus- und Wohnungstüren von Mehrfamilienhäusern. Über 120.000 Wohneinheiten sind an die KIWI-Infrastruktur angeschlossen und mehr als 600 Wohnungsunternehmen gehören zu den KIWI-Kunden. Das in 2012 gegründete Unternehmen wird von Karsten Nölling, Vorsitzender der Geschäftsführung, und Hannah Nöthig geführt.
Weitere Informationen auf www.kiwi.ki.

Simplifa, ein Berliner PropTech, das mithilfe von Smart-Building- sowie Internet-of-Things-Technologien Immobilieneigentümern einen Rundum-Service im Bereich Aufzugsmanagement anbietet.
Mit einer digitalen Serviceplattform zur Aufzugsüberwachung strukturiert, optimiert und betreut Simplifa Aufzugsportfolios und positioniert sich als übergeordnete, neutrale Schnittstelle zwischen den Vertretern der Eigentümer von Aufzugsanlagen und den Aufzugservicegesellschaften. Geschäftsführer und Gründer Ludwig von Busse und Hubertus von Schierstaedt haben das Unternhemen 2013 gegründet.
Weitere Informationen auf www.simplifa.de.

 

Panel Talk Referenten

Aedif.ion: TBC

Comgy: TBC

Simplifa GmbH: Ludwig von Busse

KIWI.KI: Karsten Nölling

Du suchst Impulse zur zukünftigen Ausrichtungen Deines Verantwortungsbereichs? Oder neue Umsatzmöglichkeiten?

Profitiere vom Netzwerken, gezielten PropTech Scouting oder aktiven Digitalisierungs-Begleitung bei blackprint Booster!

Mehr von den Experten für die digitale Immobilienbranche:

             

Alexander Ubach-Utermöhl               Sarah Maria Schlesinger

Managing Director                               Managing Director

auu@blackprintbooster.vc                 sas@blackprintbooster.vc

How to rent out flats online (fast) – Zeitgemäße Wohnungsvermietung am Beispiel “Hines – Südkreuz Berlin” by moovin Immobilien GmbH

By Expertenbeitrag No Comments

Wohnungen vermieten können viele Immobilienmakler, doch in den meisten Fällen läuft
der Prozess noch genauso analog und umständlich ab, wie seit Jahrzehnten: Die Wohnung wird auf einem Portal inseriert und Interessenten landen mit ihrer Kontaktanfrage im Postfach des Maklers. Dieser sichtet die einzelnen Kandidaten oder lädt pauschal eine Handvoll Bewerber zu einem Besichtigungstermin ein – das Chaos beginnt. Je mehr Bewerber, desto mehr Rückfragen, Telefonate, Mails und allgemeiner administrativer Aufwand. Was bei einer einzelnen Wohnung noch zu bewerkstelligen ist, entpuppt sich bei Großprojekten mit zahlreichen Einheiten schnell als Vermietungs-Albtraum. Der Prozess wird in die Länge gezogen und potenzielle Mieteinnahmen bleiben unnötigerweise aus oder verzögern sich.
moovin vermietet besser
Um die Wohnungsvermietung im großen Stil effizient, serviceorientiert und dennoch preiswert zu gestalten, kombiniert das PropTech Unternehmen moovin smarte Software mit klassischen Makler-Leistungen vor Ort. Für Immobilienunternehmen ergeben sich aus diesem Konzept einige Vorteile, denn so kann moovin die komplette Vermietung erfolgsabhängig, deutschlandweit, für eine Nettokaltmiete und auf einem hohen Servicelevel durchführen.
Deshalb sieht moovin sich auch nicht als klassischen Makler, sondern als Experte für die
Vermietung von Wohnraum, der das Beste aus technologischen Möglichkeiten und persönlichem Kundenservice vereint. moovin ist im B2B-Bereich tätig und übernimmt die
Vermietung von großen Wohnungsbeständen oder Neubauprojekten für Immobilienunternehmen.
Leerstand steht uns nicht
Als PropTech hat moovin eine eigene Software entwickelt, die den Vermietungsprozess digital abbildet, wiederkehrende Schritte automatisiert, das Bewerber-Management vereinfacht und damit wesentlich effizienter vermietet als andere Anbieter. Die Software bildet die Basis, um bundesweit die gleiche Servicequalität vor Ort bieten zu können. Dank der Kombination aus Software und Makler-Leistungen, kann moovin die
Vermietung auch bei einer hohen Anzahl von Wohneinheiten schnell und effektiv zu einem günstigen Preis durchführen. Wir bilden den gesamten Prozess online ab, digitalisieren die Terminkoordination und fungieren als Schnittstelle zwischen Immobiliensoftware, Portalen und Interessenten. Objektfotos, 360°-Rundgänge und Besichtigungen werden von einem eigenen bundesweiten Netzwerk von Fotografen und Wohnungsberatern durchgeführt. So haben Projektentwickler und Wohnungsunternehmen mit moovin einen Ansprechpartner für alle Leistungen rund um die Wohnungsvermietung, bei standardisierten Prozessen an allen Standorten. Wir
entwickeln stetig neue Features (SMS-Reminder, Chatbot, Neubau-Feature) und optimieren unsere Dienstleistungen, um die Wohnungsvermietung für alle Beteiligten so angenehm wie nur möglich zu gestalten.


Heute zählen einige der größten Immobilienunternehmen Deutschlands zu unseren Kunden, welche uns in diesem Jahr bereits mit der Vermietung von mehr als 1.000
Wohneinheiten beauftragt haben. Entsprechend groß sind auch die Ambitionen für die kommenden Monate und Jahre: moovin will der größte Dienstleister für die Wohnungsvermietung in Deutschland werden.
Von Haus aus motiviert
Transparenz, Fairness und gnadenlose Effizienz sind die Ansprüche mit denen wir jeden Auftrag angehen und gleichzeitig die Kriterien, an denen wir uns messen. Als junges Unternehmen ist es eine große Herausforderung im konservativ geprägten Immobilienmarkt mit innovativen Geschäftsmodellen zu überzeugen. Dieses Learning hat moovin in den letzten Jahren mehrmals machen müssen oder, aus heutiger Sicht gesprochen, dürfen. Denn die Skepsis gegenüber neuen Ansätzen und das ständige Hinterfragen von innovativen Ideen hat uns zu jeder Zeit zu Höchstleistungen getrieben. In den letzten Monaten wurde unsere Arbeit mit Vermietungsmandaten für mehrere Großprojekte in Deutschland belohnt. Davon wollen wir ein ganz besonderes Neubauprojekt an dieser Stelle hervorheben:
US-Konzern Hines setzt bei Neubau-Projekt auf PropTech moovin
Im Mai 2020 war es soweit – mit der Fertigstellung des ersten Gebäudes im Neubauprojekt “Südkreuz Berlin” feierten die Hines Immobilien GmbH und moovin den Vermarktungsstart der ersten Wohnungen. Insgesamt 664 Einheiten umfasst das Großprojekt des US Unternehmens, welches in Berlin das gesamte Stadtquartier in neuem Glanz erstrahlen lässt.


Auf der Suche nach einem kompetenten Partner für die exklusive Erstvermietung der Wohneinheiten, konnte moovin sich durchsetzen und den Zuschlag sichern. Das Projekt beeindruckt nicht nur mit seiner schieren Größe, sondern setzt auch neue Maßstäbe in Puncto Smart Living und digitale Prozesse. So hat Hines sich mit verschiedene PropTechs entlang der gesamten Wertschöpfungskette einer Immobilie zusammengeschlossen, um ein modernes Vermarktungs- und Wohnkonzept auf die Beine zu stellen. moovin ist für die Vermietung sämtlicher Wohneinheiten zuständig und bildet in Kooperation mit der Agentur BRICKS und dem PropTech REOS den Prozess von der Vermarktung über die Vermietung bis zur Instandhaltung nahtlos ab. Schnittstellen zwischen den Unternehmen sorgen dabei für optimale Abläufe. Mietinteressenten können sich via Projektwebsite und auf den gängigen Immobilienportalen bewerben, woraufhin sie in den digitalen Anmietungsprozess von moovin und REOS geleitet werden.
Das Bewerbermanagement wird sowohl aus dem moovin Headoffice in Hamburg, als auch aus einem für das Projekt eröffneten Vermietungsoffice in Berlin gesteuert. Neben klassischen Besichtigungen vor Ort, bietet moovin 360°-Rundgänge in 4K-Qualität und führt zusätzlich Online-Besichtigungen via Livestream durch. Letztere finden nicht nur beim internationalen Publikum Anklang, welches häufig noch nicht in der Stadt ansässig ist und so trotzdem einen umfassenden Einblick in die Wohnungen und das gesamte Projekt erhält. Die Corona-Pandemie stellt nahezu alle Branchen vor große Herausforderungen. Für moovin und das Projekt Südkreuz galt es in den Monaten von Kontaktbeschränkungen alternative Wege zu finden, um auch in der Krise die Vermietung sicherzustellen. Dank des digitalen Konzeptes, konnten selbst während des strengen Kontaktverbotes Online-Besichtigungen durchgeführt und so Interessenten bedient werden, die nach den Lockerungen zu Einzelterminen geladen wurden. Durch die ergriffenen Maßnahmen konnte moovin im ersten Monat nach Vermarktungsbeginn bereits die Vermietung von 100 Wohnungen bewerkstelligen. Die Vermietung der Einheiten wird fortlaufend nach Baufertigstellungsplan pro Gebäude umgesetzt, sodass eine Vollvermietung noch bis zum Ende des Jahres avisiert ist.

 

Du suchst Impulse zur zukünftigen Ausrichtungen Deines Verantwortungsbereichs? Oder neue Umsatzmöglichkeiten?

Profitiere vom Netzwerken, gezielten PropTech Scouting oder aktiven Digitalisierungs-Begleitung bei blackprint Booster!

Mehr von den Experten für die digitale Immobilienbranche:

             

Alexander Ubach-Utermöhl               Sarah Maria Schlesinger

Managing Director                               Managing Director

auu@blackprintbooster.vc                 sas@blackprintbooster.vc

IoT-Technologie revolutioniert das Aufzugsmanagement by Simplifa GmbH

By Expertenbeitrag No Comments

Durch die Digitalisierung lassen sich heute nahezu alle Aspekte des Gebäudemanagements neu strukturieren. Im Bereich Aufzugsmanagement revolutionieren moderne Internet-of-Things-Technologien Verwaltung, Betrieb und Wartung. Anbieter einer solchen ganzheitlichen Lösung ist das Berliner PropTech Simplifa. Betreiber und Verwalter können mithilfe der Simplifa-Technologie ihre Aufzugsportfolios vollständig digital und damit deutlich transparenter, einfacher und kostengünstiger überwachen, steuern und warten.

Ludwig von Busse, Mitgründer und CEO von Simplifa, sagt: „Durch die übersichtliche digitale Aufbereitung und Verwaltung aller relevanten Dokumente und Daten können wir für unsere Kunden bis zu 30 Prozent der direkten Kosten für den Betrieb und die Instandhaltung eines Aufzuges einsparen. Gerade bei größeren Portfolios sind die Effekte signifikant.“

Derzeit betreut Simplifa über 2.000 Aufzugsanlagen aus allen Assetklassen. Der Investor, Asset Manager und Projektentwickler Art-Invest Real Estate beispielsweise setzt die Simplifa-Technologie an seinem Hauptsitz in Köln ein. „Die Daten, die wir dabei erhalten, sind hochspannend und geben uns neue Erkenntnisse über die Verfügbarkeit, das Nutzungsverhalten und den Verschleiß unserer Aufzüge, die wir vorher nicht hatten”, sagt Head of Innovation Johannes Nußbaum. Einer der vielen Vorteile der Datenauswertung sind direkte Effizienzgewinne: So kann auf Basis der Daten etwa die Wartung der Aufzüge auf die Zeit mit der niedrigsten Nutzer-Frequenz terminiert werden.

 Autor: Ludwig v. Busse

2007 schließt Ludwig v. Busse als Diplom-Kaufmann, MSc und mit dem Diplome de Grande Ecole an der ESCP Europe ab. Von 2007 bis 2009 ist er Vertriebsingenieur für Neuanlagen bei OTIS in Düsseldorf und wird 2009 Marketing Manager Neubau in Berlin. 2010 bis 2012 leitet er als Vertriebs- und Marketingmanager Modernisierung OTIS Deutschland. Seit 2013 ist er bei Simplifa verantwortlich für Vertrieb, Business Development und Marketing. Er ist Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer.

 

Du suchst Impulse zur zukünftigen Ausrichtungen Deines Verantwortungsbereichs? Oder neue Umsatzmöglichkeiten?

Profitiere vom Netzwerken, gezielten PropTech Scouting oder aktiven Digitalisierungs-Begleitung bei blackprint Booster!

Mehr von den Experten für die digitale Immobilienbranche:

             

Alexander Ubach-Utermöhl               Sarah Maria Schlesinger

Managing Director                               Managing Director

auu@blackprintbooster.vc                 sas@blackprintbooster.vc

Ein digitaler Einblick in analoge Anlagen – Die Retrofit-Lösung zur Digitalisierung analoger Gebäudetechnik by metr

By Expertenbeitrag No Comments

Bei der Bewirtschaftung von Wohnimmobilien mangelt es häufig an Informationen über den Betriebszustand der technischen Gebäudeausrüstung (TGA). Der Grund hierfür liegt darin, dass ca. 85 % des Bestandes noch mit analogen Anlagen ausgestattet sind, die noch nicht vernetzt sind. Dadurch sind sie nicht in der Lage, mit anderen Systemen zu kommunizieren.

Durch die Retrofit-Lösung von metr erhält die Wohnungswirtschaft einen digitalen Einblick in ihre analogen Anlagen. Wir stellen in Echtzeit Informationen über auftretende Störungen bzw. Abweichungen von vordefinierten Schwellenwerten zur Verfügung. So entfallen die üblichen kostspieligen technischen Diagnosen vor Ort und Verantwortliche für die Instandhaltung können den Wissensvorsprung nutzen, um zügig die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Auf diese Weise lassen sich beispielsweise Ausfallzeiten von Heizungsanlagen reduzieren oder Legionellen verursachende Bedingungen in Trinkwasseranlagen vermeiden. Auch Wartungen können mit unserer Lösung schneller und effizienter durchgeführt werden.

Hohe Kosten, die vermeidbar sind

Die technische Gebäudeausrüstung ist das Herzstück eines jeden Gebäudes. Ohne sie würde kein frisches Trinkwasser durch die Leitungen fließen und im Winter blieben die Wohnungen kalt. Und wie auch das Herz eines Körpers leistet die Gebäudetechnik eine ganze Menge. Selbstverständlich kommt es daher bei technischen Anlagen auch mal zu Störungen oder gar zu Ausfällen. Diese werden allerdings in den meisten Fällen erst relativ spät entdeckt.

Gerade in der Wohnungswirtschaft zieht dies die Unzufriedenheit der Mieter und damit das Risiko von Mietminderungen nach sich. Die Anfahrten von Service-Technikern, ohne jegliche Informationen über die Art der Störung, verursachen ebenfalls Kosten, die vermieden werden könnten. Oft müssen Service-Techniker bis zu fünf Mal zur defekten Anlage fahren, bis die Reparatur endlich durchgeführt ist. Und selbst wenn diese erfolgt ist, wissen die Gebäudemanager häufig nicht, ob sie korrekt ausgeführt und die Störung behoben wurde. Erst wenn die Mieter erneut einen Mangel melden, erfahren sie davon.

Neben Funktionsstörungen der TGA stellen Legionellen im Trinkwasser ebenso ein großes Risiko für eine Immobilie dar. Die Trinkwasserverordnung verlangt bei einer akuten Gefährdung mindestens eine Gefährdungsanalyse. Gegebenenfalls sind darüber hinaus noch kostspielige Maßnahmen zur Beseitigung von Biofilm, zur Desinfektion der Trinkwasseranlage oder sogar ein Austausch alter Leitungen nötig. Neben der Wertminderung des Gebäudes durch den Legionellen-Befall entstehen also auch durch dessen Beseitigung immense Kosten.

So funktioniert die Retrofit-Lösung

Die Gebäudetechnik ist darauf ausgelegt, ihren Dienst zwischen 15 und 25 Jahren zu verrichten. Da verwundert es nicht, dass die verwendete Technologie manchmal hinter der aktuell verfügbaren zurückhängt. Aus wirtschaftlicher sowie nachhaltiger Sicht wäre es nicht sinnvoll, die Anlagen alle fünf Jahre auszutauschen.

Trotzdem muss die Wohnungswirtschaft auch bei der Überwachung ihrer technischen Gebäudeausrüstung nicht auf neue Technologien sowie die stets voranschreitende Digitalisierung verzichten. Dank unserer Retrofit-Lösung werden aus analogen Maschinen digital überwachte Anlagen.

An kritischen Punkten der jeweiligen Anlage platzieren wir Sensoren. Unsere Lösung kann dabei völlig unabhängig vom Hersteller, dem Modell oder dem Alter der Anlage angebracht werden. Die Sensoren übertragen dann die gesammelten Daten über unser IoT-Gateway “m-gate” an unsere Gebäudemanagement-Plattform.

Die Plattform wertet die Daten anhand moderner Machine Learning Algorithmen aus, stellt die wesentlichen technischen Informationen in Echtzeit zur Verfügung und ermöglicht so die Fernüberwachung. Im Falle einer Störung erhält der Kunde automatisch eine Meldung per E-Mail. Dies liefert ihm fundierte Erkenntnisse, um kurzfristig eine Entscheidung zu treffen und wenn nötig, unverzüglich eine Reparatur zu beauftragen.

Die Fernüberwachung ermöglicht ihm im Anschluss ebenfalls die Überprüfung der ausgeführten Reparatur, da die Werte sich bei korrekter Ausführung wieder normalisieren müssten. Dadurch können das Verhalten einer Anlage ohne Eingriff in der Steuerung nachgebildet und Störfälle erkannt werden.

Wie sich die Wohnungswirtschaft aus der Herstellerabhängigkeit befreien kann

Nicht nur älteren analogen Anlagen fehlt die Fähigkeit, mit anderen Systemen zu kommunizieren. Auch solche Anlagen, die bereits Teil des Internet of Things sind, lassen sich durch ihr proprietäres Steuerung- und Überwachungssystem nicht integrieren. Dies führt dazu, dass es eine Vielzahl von nicht interoperablen Systemen gibt, welche die Digitalisierung des Anlagenbestands unmöglich machen. Neben den hohen Investitionskosten besteht bei einer Neuanschaffung deshalb auch die Schwierigkeit, auf das richtige Pferd zu setzen und die am wahrscheinlichsten passende Technologie auszuwählen.

Unsere Lösung kann auch hier Abhilfe schaffen. Wir setzen sowohl auf die Digitalisierung analoger Anlagen durch Retrofit als auch auf technische Integration moderner Anlagen, um diese interoperabel zu machen. Durch die Verknüpfung mit unserer zukunftsoffenen Technologie, lassen sich die Bestände der technische Gebäudeausrüstung schnell und kostengünstig digitalisieren. Sei es die Fernüberwachung der Heizungs- und Trinkwasseranlage oder künftig die Aufzugsüberwachung oder digitale Schließsysteme. Die Gebäudemanagement-Plattform fungiert als Schnittstelle zwischen verschiedenen Anbietern und bündelt die vielen Insellösungen im Smart Building Sektor.

Individuelle Anwendungsszenarien der Fernüberwachung

Es besteht für den Kunden die Möglichkeit, das Monitoring für verschiedene Szenarien zu nutzen. Beispielsweise kann er bei der Fernüberwachung der Trinkwasseranlage anhand der übermittelten Daten einschätzen, wie die Ergebnisse der von der Trinkwasserverordnung vorgeschriebenen regelmäßigen Legionellen-Beprobungen ausfallen werden. Dies ist möglich, da er die Temperaturwerte des Trinkwassers in Echtzeit überwachen und somit präventive Maßnahmen gegen einen Befall ergreifen kann.

Gleichzeitig kann der Anwender die Daten dahingehend auswerten und für sich nutzen, um Temperaturen zu identifizieren, die Kalkablagerungen begünstigen. So besteht für ihn die Möglichkeit, nach der Analyse der Werte, gegebenenfalls Anpassungen an seinen Systemen vorzunehmen und er hat so die Chance, die Lebensdauer seiner Anlage und der Rohrleitungen zu verlängern.

Selbstverständlich verraten ihm die Daten auch, wenn die Trinkwasser- oder Heizungsanlage ausgefallen ist. So kann er schnell handeln und die aufwändige, zeitintensive Kommunikation mit unzufriedenen Mietern vermeiden.

Die Vorteile im Überblick

Durch unsere Retrofit-Lösung ergeben sich folgende Vorteile für die Wohnungswirtschaft:

  • eine herstellerübergreifende Überwachung von (älteren) Anlagen,
  • mehr Transparenz über den Betriebszustand der TGA,
  • eine schnelle Reaktionszeit bei Störungen und Ausfällen,
  • eine erhöhte Auslastung und Verfügbarkeit,
  • eine deutliche Reduktion der Schadensfolgekosten,
  • eine höhere Mieterzufriedenheit,
  • das Sicherstellen des gesetzeskonformen Regelbetriebs der Trinkwasseranlage sowie
  • das Erkennen von Abweichungen von definierten Temperaturgrenzwerten in Echtzeit (z. B. Legionellen begünstigende Bedingungen).

Über metr

metr  hat das Ziel, die Bewirtschaftung von Wohnraum effizienter und nachhaltiger zu gestalten und mehr Transparenz in den Zustand der technischen Anlagen in Gebäuden zu bringen. Dafür entwickelt metr die smarte Gebäudemanagement-Plattform für die Wohnungswirtschaft – multifunktional, einfach und sicher. So vereinfacht metr das Leben und Arbeiten der Menschen in Gebäuden – von den Bewohnern über die Facility-Management-Mitarbeiter und Handwerker bis zu den Immobilienbetreibern. metr wurde 2016 in Berlin gegründet und ist ein Portfolio Start-up der Next Big Thing AG, dem Company Builder für die Maschinenökonomie.

Autor: Franka Birke

Dr. Franka Birke

Gründerin und Chief Executive Officer

Franka Birke verfügt über 16 Jahre Erfahrung in der Startup-Branche. Sie arbeitete sechs Jahre am Lehrstuhl für Techno-logie- und Innovationsmanagement der Technischen Universität Berlin und promovierte dort zum Thema Technologische Kompetenz und Erfolg bei jungen Unternehmen. Anschließend baute sie als Projektleiterin den ersten Clean Tech Accelerator Deutschlands, das Climate-KIC am EUREF-Campus Berlin, auf. 2016 übernahm sie die kommissarische Leitung des Centre for Entrepreneurship. Franka Birke ist zudem Jury-Mitglied bei den EnergyAwards und beim Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg. Als CEO vertritt sie metr nach außen und ist insbesondere für die Kundenakquise, die Finanz- und Personalplanung sowie die Akquise von Venture Capital verantwortlich.

 

Du suchst Impulse zur zukünftigen Ausrichtungen Deines Verantwortungsbereichs? Oder neue Umsatzmöglichkeiten?

Profitiere vom Netzwerken, gezielten PropTech Scouting oder aktiven Digitalisierungs-Begleitung bei blackprint Booster!

Mehr von den Experten für die digitale Immobilienbranche:

             

Alexander Ubach-Utermöhl               Sarah Maria Schlesinger

Managing Director                               Managing Director

auu@blackprintbooster.vc                 sas@blackprintbooster.vc

Smart Office Technology is Key for the Future of Work by OfficeApp B.V.

By Expertenbeitrag No Comments

As we become more and more accustomed to technology in our lives, it’s only natural that we should expect the same level of technology in our workplaces. This does not only pertain to the tools we use in our professions, but the office environment as well. The physical environment is ripe for disruption with more and more smart technologies available in offices, and the office of the future is becoming a more and more tech-friendly place.

With the ongoing pandemic, many are faced with the realization that the office is more important than we thought. Even with all the collaboration tools we could possibly imagine, there are certain things that the home office doesn’t always provide. For some, it might be the quiet environment that ‘gets them in the zone’ for work, for others, it might be the ergonomic desk chair or the delicious free lunch. For most of us, the social aspect of working in an office and the ability to meet with colleagues, partners, and clients is the biggest thing missing from our isolated lives. We will not be able to deny the innate human need to socialize. The office is an important place to separate the professional and social identity with home life, and therefore the concept of the office, a dedicated place for work, will never completely die. However, this doesn’t mean that the office won’t change.

“Technology will impact how we use our offices and the offices themselves, in several key ways.” 

Office App’s ‘Happy Office Life’ 2019 research report showed that 92% of employees believe that technology & innovation is important in creating a better work environment. Yet, the slow pace of adoption of technology in the workplace is one of their top pain points. When we are accustomed to all areas of our lives being technologically infused and the office environment is lagging behind, it shows. We already expect our work environments to match our tech-friendly environments outside of work, and this will only become more prominent. Technology is no longer a luxury; a complete digital transformation is essential for office environments to remain competitive, for both employers and landlords. Landlords & businesses can already take simple steps to make their office more a tech-forward work environment, that offers more benefits than the home office. Some highly effective changes could be giving the employee more control over their environment, which is currently the number one pain point of employees identified in Office App’s study. Showcasing readily-available sensor data, showing the exact temperature of meeting rooms and giving the employee the ability to adjust it according to their preferences, are just a few examples of the way landlords and corporations can implement smart building technology to this end. Another example might be enabling employees to access the building, using their smartphone rather than a traditional key card. Overall, making the employee’s experience easier and more efficient and enjoyable will make the office the ideal work environment, and more attractive than the home or casual cafe option.

“A clear focus on sustainability”

Operational emissions from buildings such as the energy used to heat, cool & light the buildings, account for “28% of global emissions” (**). As focus increases on how we can sustain our planet, the built environment needs to look at how these emissions can be reduced. The ongoing Corona pandemic is a great opportunity to not only rethink office- and asset-strategies but also amend the built environment to reduce emissions. Organizations can make a difference in the future of our planet through the new decisions they take around re-planning their physical office. Smart lighting, sensors, and space utilization software can all be implemented to ensure that the building is being optimized and no energy being wasted. Joining up data platforms like Lone Rooftop, Honeywell Forge and Office App can help by aggregating this data and giving building owners and managers valuable insights into how to save energy and manage their spaces more efficiently.

“Getting rid of complexity is key”

People are accustomed to a smart environment, and of course, this would extend to the work environment. Landlords and enterprises now have the opportunity to stand out and use office technology as a way to attract and retain both tenants and talent. Nonetheless, the large number of possibilities, solutions and integrations is a key challenge. We at Office App believe that only the combination of siloed technologies has the potential to make our offices more intelligent, more efficient, more sustainable, and overall more enjoyable. With the wealth of technology coming available in the office, two crucial elements are that your employees are able to access the technology, and that these technologies work together. At Office App, this is at the core of our product. We consolidate each technology and service possible into one platform. With focus on the end-user, our Mobile and Web-App unifies siloed technologies to handle everything in one place. In the backend, we take care of the technical integrations, data security, updates, maintenance and deliver a GDPR compliant data analytics to optimize the building, guided by insights not only gut feeling.

(*) This article has been adapted from the article, written by KaraLynn Lewis (Head of Partnerships at Office App) „Are offices still important in a smart city“, posted originally on the Unissu platform.

(**) Source: https://www.worldgbc.org/news-media/WorldGBC-embodied-carbon-report-published

Autor: Thomas Kärcher

Thomas Kärcher ist seit Ende 2019 bei Office App für den Ausbau der Präsenz im DACH Markt verantwortlich. Mit der Eröffnung des neuen Büros in Frankfurt a.M. ist seit Anfang des Jahres ein lokales Team für alle Belange rund um Vertrieb und weitere Bereiche wie Marketing, PR und Kundensupport geschaffen worden. Neben seinen Expertisen aus dem Software-as-a-Service (SaaS) und Big-Data Sektor, greift Herr Kärcher nunmehr auf 13 Jahre Erfahrung im Aufbau von neuen Firmen, Spinn-Offs und Teams zurück, u.a. für Vodafone (Mobile Analytics), American Express (V-Payment) oder Telefónica (Telefónica NEXT).

Du suchst Impulse zur zukünftigen Ausrichtungen Deines Verantwortungsbereichs? Oder neue Umsatzmöglichkeiten?

Profitiere vom Netzwerken, gezielten PropTech Scouting oder aktiven Digitalisierungs-Begleitung bei blackprint Booster!

Mehr von den Experten für die digitale Immobilienbranche:

             

Alexander Ubach-Utermöhl               Sarah Maria Schlesinger

Managing Director                               Managing Director

auu@blackprintbooster.vc                 sas@blackprintbooster.vc

 

Lean Construction Management: mehr Effizienz und Qualität auf der Baustelle by PlanRadar GmbH

By Expertenbeitrag No Comments

Die Projektsteuerungsmethode Lean Construction Management beginnt, sich zunehmend im mitteleuropäischen Bau- und Immobiliensektor zu etablieren. Die Vorteile liegen auf der Hand: Durch die Planung und Umsetzung fix getakteter Arbeitsschritte erzielen Bauprojekte wesentliche Zeiteinsparungen bei gleichzeitiger Sicherstellung der Bauqualität. Damit das gelingt, gilt es, in der Praxis einige Dinge zu beachten.

Optimierte Planung und schlanke Prozesse

Schätzungen zufolge werden 50 bis 70 Prozent der Einzeltätigkeiten am Bau nicht zeitgerecht fertiggestellt. Naturgemäß wirkt sich das negativ auf die Einhaltung der zeitlichen und finanziellen Rahmenbedingungen aus. Mit Lean Construction Management lässt sich das verbessern. Das erklärte Ziel dieser Methode besteht darin, das Zusammenspiel von Arbeitsabläufen, Geräteeinsatz, Materialien, Umgebungsbedingungen, etc. zu optimieren. Das soll Wartezeiten, Verzögerungen, Verschwendung und andere Defizite minimieren sowie die Wertschöpfung bei Bauprojekten steigern. Auch der Nutzen für Kundinnen und Kunden erhöht sich somit.

Dazu erstellen die Verantwortlichen nach dem sogenannten Last Planner Prinzip Pläne mit unterschiedlichen Detailgraden. Dabei werden zu Beginn die Eckpunkte ermittelt. Je näher es an die eigentliche Ausführung geht, umso detaillierter gestaltet sich die Planungsarbeit.

Auf Basis einer Gesamtprozessanalyse wird zunächst der Zeitplan rund um das gesamte Bauvorhaben entworfen. Daraus gehen die wesentlichen Meilensteine – wie Beginn der Erdarbeiten, Fertigstellung des Rohbaus, Einbau der technischen Gebäudeausrüstung, etc. – hervor, die das Projekt in Phasen unterteilen. Dabei legen die Verantwortlichen alle Aufgaben und ihre Abfolge gemeinsam mit den ausführenden Teams fest. Zentral ist dabei, dass Erfüllungsgrade in kurzen täglichen oder wöchentlichen Abständen kontrolliert werden. Sollte sich etwas verzögern, ist das Problem zu analysieren und eine Lösung zu entwickeln.

Externe Partner früh und voll einbinden

Für Hubert Wetschnig, CEO der HABAU GROUP, [https://www.habau.at] stellt die von Projektbeginn an ganzheitliche Integration von Lean Construction – insbesondere in der Zusammenschau mit BIM – eine logische Weiterentwicklung eines effizienten Projektmanagements in der HABAU GROUP dar: „Die Anforderungen an Bauprojekte steigen beständig: Es gilt, Effizienz und hohe Qualität miteinander zu verbinden. Durch Lean Construction in Kombination mit unserem Bekenntnis zu einer kooperativen Projektabwicklung sorgen wir für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess innerhalb der HABAU GROUP und mit allen Partnerunternehmen. Unseren Kundinnen und Kunden verschaffen wir so den entscheidenden Wettbewerbsvorteil.“

Klaus Zacherl hat bei HABAU die Oberbauleitung im Industrie- und Generalunternehmerbau inne. Auch er sieht in der genauen Abstimmung mit den verschiedenen internen und externen Teams den Schlüssel zum Erfolg im Lean Construction Management: „Das getaktete Arbeiten ist im Rohbau keine Neuheit und funktioniert in der Regel gut. Herausfordernder ist jedoch die Koordination im Ausbau der einzelnen Subunternehmer. Wenn bis zu 60 verschiedene ausführende Unternehmen bei einem Projekt involviert sind, muss man diese so früh wie möglich einbinden. Denn der beste Terminplan nützt nichts, wenn ihn niemand beachtet. Man muss seine externen Partner an der Planung der einzelnen Arbeitsschritte teilhaben lassen und dabei ihre Bedürfnisse berücksichtigen. Nur so werden die festgelegten Taktzeiten bei der Ausführung auch von allen einhalten.“

Sind die Meilensteine definiert, analysieren die Beteiligten auch, welche Einschränkungen oder Hindernisse die geplante Ausführung beeinflussen können. In Detailplanungen wird schließlich die tägliche Arbeit der Teams bestimmt. Wöchentliche Treffen dienen dazu, spontan auftretende Fragen und Risiken zu behandeln.

Zimmer im Tagestakt

Wie sieht die Umsetzung dieser Planungen in der Praxis aus? Nehmen wir die Sanierung eines Studentenheims als einfaches Beispiel. Jedes Zimmer des Heims bildet dabei eine Einheit; diese Einheiten sollen nacheinander – zum Beispiel im Tagestakt – fertig gestellt werden. Dabei ist genau festgelegt, welches Gewerk wann welche Aufgabe übernimmt.

Müssen etwa in allen Zimmern neue Stromleitungen verlegt werden, könnte der Ablauf so aussehen: Maurer stemmen im ersten, zweiten, dritten, … Zimmer die Wand auf. Es folgen die Elektriker, die im ersten, zweiten, dritten, …, Zimmer die Leitungen verlegen. Anschließend verschließen die Maurer nacheinander wieder alle Wände. Dabei ist genau vorgesehen, wie viel Zeit das jeweilige Gewerk für die Ausführung eines Arbeitsschritts in einem Zimmer benötigt. Das stellt sicher, dass das die Ressourcen gut getaktet sind und jeweils darauffolgende Gewerk mit seinem Arbeitsschritt ohne Verzögerungen an den vorigen anschließen kann.

Das Resultat: Sind zum Beispiel 43 Tagestakte zur Fertigstellung des ersten Zimmers vorgesehen, wird das zweite Zimmer am 44. Tag, das dritte Zimmer am 45. Tag usw. fertig gestellt. So ergeben sich Einsparungen bei Zeit sowie Kosten und die Erfordernis von Nacharbeit oder Fehlerausbesserungen sinkt. Der zentrale Punkt dabei ist die Planungssicherheit für die Subunternehmer, durch eine kontinuierliche Personalauslastung ohne Spitzen oder Leerstandszeiten.

Bauqualität sicherstellen

Der Effizienzgewinn darf jedoch nicht zulasten der Bauqualität gehen. Somit ist es wichtig, Prüfstellen in den Prozessablauf einzubauen. In regelmäßigen Treffen werden Verbesserungspotenziale diskutiert und Möglichkeiten zur weiteren Optimierung zwischen den beteiligten Teams ausgetauscht. Das soll garantieren, dass Fehler bereits bei der ersten Einheit entdeckt und bei der Ausführung der weiteren Einheiten vermieden werden.

Hierbei hat sich der Einsatz digitaler Lösungen zum Mängelmanagement und zur Abnahme als Vorteil erwiesen. Mit Software wie PlanRadar [https://www.planradar.com/de/] erfassen die Verantwortlichen alle Sachverhalte bereits während dem Bauprozess in Wort, Bild und Ton auf digitalen Bauplänen und teilen diese Informationen in Echtzeit mit den zuständigen Gewerken. Der Vorteil: Probleme werden sofort erkannt und behoben, so dass Zeitpläne eingehalten werden.

Über das Unternehmen:

PlanRadar ist eine weltweit eingesetzte Software zur Dokumentation und Kommunikation bei Bau- und Immobilienprojekten.

Über den Autor:

Domagoj Dolinsek ist Gründer von PlanRadar und hat mehr als 10 Jahre Erfahrung bei der Planung und Bauleitung internationaler Großprojekte. Als ausgewiesener Experte in der Branche kennt er die Herausforderungen und Anforderungen der Bau- und Immobilienindustrie.

Du suchst Impulse zur zukünftigen Ausrichtungen Deines Verantwortungsbereichs? Oder neue Umsatzmöglichkeiten?

Profitiere vom Netzwerken, gezielten PropTech Scouting oder aktiven Digitalisierungs-Begleitung bei blackprint Booster!

Mehr von den Experten für die digitale Immobilienbranche:

             

Alexander Ubach-Utermöhl               Sarah Maria Schlesinger

Managing Director                               Managing Director

auu@blackprintbooster.vc                 sas@blackprintbooster.vc