Der Aufstieg von PropTech in der Stadt der Zukunft

By 25.05.2020 Juli 24th, 2020 Booster Inside

Ausblick 2030: Die Digitalisierung verändert auch Innenstädte und Handel

Der digitale Wandel stellt Immobilienwirtschaft und Handel vor bislang unbekannte Herausforderungen. Doch Transformation ist kein Ziel, sondern Technologie ein Mittel für die Steigerung von Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Nutzerfokussierung. Sie bietet all denen riesige Chancen, die sich konsequent und step by step ausrichten. Dafür muss die Branche aber zunächst das Tal der Tränen überwinden, in dem sie gerade steckt.

Ob Wohnen, Arbeiten, Einkaufen oder Freizeitgestaltung: Immobilien bilden die (Gebäude-)Hülle, in der unser tägliches Leben stattfindet. Stadtentwickler und -planer, Innenstadtakteure und insbesondere auch Handelsvertreter müssen heute entscheiden, wie die Städte der Zukunft aussehen sollen. Dabei stehen sie vor einigen Herausforderungen: Neue Mobilitäts- und Logistikanforderungen verändern die Planung in puncto Parken, Warenannahme und Lagerung. Wohnen und Arbeiten verlangen auch räumlich Flexibilität. Der Ruf nach mehr Nachhaltigkeit fordert neue Materialien und Bauweisen. Und insbesondere Building Information Modelling (BIM) wird Prozesse, alte Silos und Effizienzkiller im gesamten Immobilienlebenszyklus disruptieren. Der Aufstieg von über 700 PropTechs in der D-A-CH-Region seit 2015 hat bereits massive Veränderungen getriggert. Noch sind komplett innovativ geplante Stadtteile wie Torontos Side Walk Labs oder ganzheitliche Quartiersentwicklungen wie Mailands CityLife oder Helsinkis REDI Ausnahmen. Doch sie werden zur Regel. PropTech bedeutet zwar zunächst Aufwand. Langfristig aber werden sich die damit einhergehende Effizienz und Wirtschaftlichkeit durchsetzen.

 

Digitalisierung bedingt Dranbleiben

Es führt kein Weg dran vorbei: Alles wird sich durch neue Technologien grundlegend verändern. Die Immobilienbranche und hier insbesondere auch Handel und Gastronomie müssen sich deshalb jetzt intensiv mit diesem Paradigmenwechsel auseinandersetzen – strategisch und operativ. Der Zeitpunkt ist günstig. Fakt ist: Der anfängliche Digitalisierungs-Hype ist vorüber. Wie in jeder Branche führte das Aufkommen neuer digitaler Lösungen zunächst zur überzogenen Erwartung, PropTech könne alle Probleme wegzaubern und gleichzeitig kurzfristig neue Ertragsmöglichkeiten generieren. Was folgte, war das so genannte „Tal der Tränen“. Denn schnell mussten die Early Adopter feststellen, dass Transformation nicht von heute auf morgen geschieht und dass sie vor allem zweierlei bedeutet: einen oft nicht unerheblichen (Anfangs-) Aufwand –  insbesondere, was den internen Change-Prozess bei Menschen und Systemen angeht – und wichtiger noch: notwendigerweise langfristiges Dranbleiben.

Genau das ist in Hinblick auf die Transformation der Knackpunkt,Der Reifegrad der Branchendigitalisierung ist jetzt an einem Punkt, an dem Konsequenz und Durchhaltevermögen bei der schrittweisen Zukunftsausrichtung in den Unternehmen belohnt werden.

Die Stadt der Zukunft und die Menschen profitieren

Und so wird das neue Jahrzehnt goldene Zeiten bringen. Aus einigen der heute frühphasigen Startups mit Immobilienbezug werden im Laufe der Zeit neue einflussreiche Branchen-Unternehmen. Gleichzeitig steht eine Marktkonsolidierung an. Die ist gut und gesund, denn die Stadt der Zukunft und die darin lebenden Menschen profitieren davon, wenn Prozesse durch kluge, ganzheitliche Lösungen schneller, einfacher, günstiger – kurz: effizienter werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Digitalisierung nicht Ziel, sondern ein Mittel für gesteigerte Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und die zukünftig so essenzielle Nutzerfokussierung ist.

Insbesondere Shoppingcenterentwickler und -betreiber haben riesige Chancen, von PropTech zu profitieren. Denn Center vereinen alle wichtigen Assetklassen von Handel und Gastronomie über Office, Parken, Logistik bis hin zum Wohnen. Der Lebenszyklus weist durch hohe Besucherfrequenzen und die enge Verbindung zum trendgetriebenen Handel eine vergleichsweise hohe Dynamik auf. Um auch in Zukunft profitabel zu bleiben, müssen Handelsimmobilien deshalb eine Veränderung durchlaufen, die das bisherige Rollenverständnis, tradierte Flächennutzungskonzepte insbesondere aber auch Renditeermittlungsgrundlagen komplett auf den Kopf stellen. Für Betrieb und Nutzung von dieser Immobilien bieten PropTech-Lösungen immense Potenziale zur Effizienz- und Renditesteigerung – diese sollten unbedingt genutzt werden.

 

Sarah Schlesinger ist COO des blackprint Boosters. In dieser Rolle vernetzt sie gezielt etablierte Immobilienunternehmen, PropTechs und Wagniskapitalgeber miteinander und treibt digitale Geschäftsmodelle voran. Vor ihrer Zeit beim blackprint Booster gründete und führte sie vier Jahre lang ein eigenes PropTech und arbeitete sechs Jahre für einen internationalen Shoppingcenter-Betreiber. 2019 wurde Sarah Schlesinger mit dem Deutschen Exzellenz-Preis in der Kategorie „Manager & Macher“ ausgezeichnet. Das Branchenmagazin Immobilienmanager wählte sie zudem unter die top 25 Frauen der Immobilienwirtschaft.

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Alexander Ubach-Utermöhl           Sarah Maria Schlesinger

Managing Director                           Managing Director

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