5 Learnings für PropTechs zur EXPO REAL

By Booster InsideNo Comments

Noch immer ist die EXPO REAL die wichtigste Deutsche bzw. Europäische Messe für Immobilien und Investitionen. Auf den ersten Blick also genau der richtige Ort für PropTechs, um mit der Branche in Kontakt zu kommen und mehr über die Prozesse und Unternehmen zu erfahren, die digitalisiert und zukünftig disruptiert werden sollen. Insbesondere, da zum ersten Mal seit 11 Jahren eine neue Halle hinzukam: eine extra Halle für Innovation. Wobei dies auf den zweiten Blick zu einer noch stärkeren Trennung zwischen old economy und new economy führt. Doch da die EXPO REAL dank unfassbar hoher Stand-, Ticket- und begleitender Reisekosten gleichzeitig eine der teuersten Messen ist, sollten einige Tipps befolgt werden, um den Messeauftritt tatsächlich effizient zu gestalten. Dazu haben wir dieses Jahr viele PropTechs und Corporates befragt und folgendes zusammengefasst.

1. Termine, Termine, Termine

Die Stimmung war fast durchgängig positiv bei den PropTechs ob Anzahl und Qualität der geführten Gespräche. Doch richtig happy waren vor allem diejenigen, die sich im Vorfeld der Messe den Kalender randvoll mit Gesprächsterminen mit den richtigen Ansprechpartnern vereinbart haben. Dies galt übrigens sowohl für diejenigen mit eigenem Stand wie auch den PropTech-Teams, die "nur" als Besucher da waren. Spontan auf Corporate-Ständen gehaltvolle Gespräche zu führen ist kaum jemandem gelungen. Also nicht nur für die EXPO REAL gilt: Termine, Termine, Termine als Erfolgsvoraussetzung. Und insbesondere für jüngere Teams gilt, dass der erste Messeauftritt wohl möglich auch ohne Standpräsenz funktioniert.

2. Vorbereitung ist die halbe Miete

Deutlich häufiger als im Vorjahr berichteten die PropTechs, dass im Vorfeld der Messetermine die Ansprechpartner bereits nach Ihren Bedürfnissen interviewt wurden, um gezielt darauf eingehen zu können. Andere wiederum berichteten, dass durch Werbung Corporates direkt auf sie zukamen und ihre Anliegen inkl. Terminwunsch für die EXPO REAL vorher platzierten. Klar, dass die Erfolgsquote der Gespräche so enorm steigt. Es lohnt also offensichtlich sehr, sich für die Messeteilnahme eine Marketingstrategie zu überlegen, die bereits Wochen vorher mit gezielten Aktivitäten beginnt.

3. Nachher ist vorher

Viel höher scheint mittlerweile der Professionalisierungsgrad der Kontaktpflege auf Seiten der Startups zu sein. Fast alle PropTechs gaben an, mittlerweile mit Hubspot, Sales Force oder anderen CRM-Tools zu arbeiten. So können Gesprächsinhalte, sich ergebende Aufgaben oder wichtige Notizen verwaltet werden. Viele hatten bereits den Prozess der Termin-Nachbereitung vorbereitet, so dass beispielsweise Dankeschön-Nachrichten bzw. Folgetermin-Vereinbarungen direkt versendet werden können. Denn Deals wurden auf der EXPO REAL selten gemacht. Der eigentliche Mehrwert der Messe wird also erst durch die Nachbereitung deutlich. Es gilt: nach der Messe ist vor dem nächsten Schritt: dem Deal-Abschluss.

4. Außergewöhnliches schafft Aufmerksamkeit

Auch wenn das eigentlich logisch ist: Die PropTechs mit außergewöhnlichen Auftritten waren Gesprächsthema bei den etablierten Corporates. Ob Innovationshalle NOVA3 als Ganzes oder die Tech Alley im Speziellen: für manche war dies wie ein Dschungel, ein Angebots-Überfluss, in dem Orientierung schwer fiel. Frühphasige standen direkt neben weit entwickelten Startups. Thematisch war ebenfalls keine gute Orientierung möglich. Selbst die eigentlichen Logos der Teams an den Reihentischen kaum wahrnehmbar. Ernüchternd aber wahr: ob Gadget-Geschenk, Gewinnspiel oder aufgebautes Spielzeug zum Anfassen, das waren die Lösungen, über die sich die Corporates untereinander austauschten. Es lohnt also Energie nicht nur in Flyer & Technik zu stecken sondern auch in Inszenierung.

5. Netzwerken ist einfach alles

Während früher Deals gemacht wurden, scheint die EXPO auch auf Entscheider-Ebene immer mehr zum Wiedersehens- und Netzwerk-Event zu werden. Wie gehaltvoll dann noch große Messeauftritte für die Corporates sind, scheinen einige Player bereits zu hinterfragen. Noch drängender aber waren die Fragen, auf welchen Standpartys man sich abends wiedersieht. Und wer Einladungen zu bestimmten Gästelisten-Events vorzuweisen hatte, genoß Ansehen. Spannend zu sehen, wie einige C-Level-Vertreter von Corporates erstaunt schauten, während PropTechs neben Ihnen von der wichtigsten EXPO REAL Party im P1 sprachen, zu der sie selbst nicht geladen waren. Und noch viel spannender zu sehen, wie easy die Visitenkarten den Besitzer wechselten beim gemeinsamen Cocktail, Singen und Lachen. Geschäft wird eben mit Menschen gemacht. Vorzugsweise mit solchen, die man kennt und positiv abgespeichert hat. Netzwerken ist einfach alles. Und Netzwerkzugang wie beispielsweise über die GPTI einfach unbezahlbar.

Es gibt viel zu lernen – packen wir es an!

By Booster InsideNo Comments

Kommentar von
Convaron-Gründer Tim Meger-Guinkamp

Es gibt viel zu lernen – packen wir es an!

Wenn etablierte Unternehmen und Start-ups zusammenarbeiten, muss das nicht immer von Erfolg gekrönt sein. Beide Seiten bringen unterschiedliche Fähigkeiten und Ansprüche mit. Dass diese nicht immer zusammenpassen und wie Partnerschaften gelingen können, thematisierte Jeremy Basset, CEO der Innovationsagentur Co:cubed in London, in einem Beitrag auf dem britischen Start-up-News-Portal Sifted.eu.

Es stehen sich zwei gegensätzliche Parteien gegenüber: Auf der einen Seite die jungen Innovatoren, die sich unbedingt behaupten wollen, auf der anderen Seite die zögerlichen Etablierten, von deren Gunst so manches abhängt. Angefangen von der Zahlungsmoral bis hin zum persönlichen Umgang, mit denen Unternehmen ihren Start-up-Partnern begegnen. Meine Erfahrungen decken sich teilweise mit den Darstellungen im Artikel. Aber was sind die Gründe dafür, dass Spannungen zwischen Etablierten und Start-ups entstehen? Zum einen mag es an der für Deutschland typischen Risikoaversion liegen. Unsere Ingenieurleistungen sind weltweit bekannt. Sie sind der Grund, weshalb wir nicht nur einen gesunden Mittelstand als Motor unserer Wirtschaft, sondern auch viele Hidden Champions aufweisen können, deren Leistungen auf der ganzen Welt gefragt sind.

Der uns eigene ingenieurshafte Anspruch an Perfektion kann aber auch zum Fallstrick werden. Erst, wenn etwas richtig gut ist, darf man sich damit an die Öffentlichkeit trauen, sonst riskiert man ein Scheitern und damit den Gesichtsverlust. Das Prinzip der Beta-Version, bei der man zunächst einen Prototyp lanciert und das Feedback von ausgesuchten Nutzern einholt, ist bisher den Software-Unternehmen vorbehalten. Dabei ist diese Vorgehensweise genau richtig, um Innovationen auf den Markt zu bringen. Zugegeben, das eignet sich nicht für alle Bereiche. Denken wir nur an die aktuellen Beispiele des autonomen Fahrens. Sobald es um Sicherheit geht, ist Perfektion das richtungsweisende Kriterium. Aber das sind Extreme, die sich nicht auf jede Anwendung übertragen lassen.

Was ich mir wünsche, ist mehr Unterstützung von den großen Schlachtschiffen für die kleinen, mutigen Pioniere. Wie kann diese Unterstützung aussehen? Viele werden vermutlich an monetären Support denken. Dabei haben die Etablierten viel mehr zu bieten: Branchenwissen, Kontakte, aber auch Mentoring kann in manchem Start-up das Element sein, das nur Etablierte einbringen können. Start-ups dagegen punkten mit ihrer Unvoreingenommenheit und Risikobereitschaft und nicht zuletzt mit dem spezifischen Fachwissen, das gerade Technikangebote erfordern, und das in etablierten Unternehmen neben dem anspruchsvollen Tagesgeschäft nicht entwickelt werden kann. Der frische Blick auf vorhandenen Themen – das ist die Stärke der Start-ups.

Beide Seiten müssen sich in ihrer Andersartigkeit respektieren, wenn sie voneinander profitieren wollen. Dann reifen innerhalb weniger Jahre Start-ups zu stabilen Mittelständlern heran und der Branchenriese innoviert sich zum zukunftsfähigen Unternehmen. Es gibt viel zu lernen, und zwar für beide Seiten – packen wir es an!

Further Readings:

blackprint Booster COO Sarah Schlesinger hat einen Blogbeitrag geschrieben mit dem Titel „11 Gründe warum Investments von strategischen Investoren gefährlich werden können“

11 Gründe warum Investments von strategischen Investoren gefährlich werden können

By Booster InsideNo Comments

… und warum Startups sich genau überlegen sollten, ob sie sich einen Unternehmensinvestor in den Cap Table holen sollten

Immer mehr etablierte Branchen-Unternehmen, die den Druck der Digitalisierung spüren, entscheiden sich dafür, in Startups zu investieren. Einige tun dies sogar nach anfänglichen Gehversuchen – oder sogar als grundlegende Unternehmensstrategie in einem separaten Venture-Arm zur Verwaltung von Beteiligungen. Ob diese Wagniskapital-Investitionen dazu dienen sollen, Innovation ins Unternehmen einzukaufen, ob es um eine Geschäftsmodell-Erweiterung des eigenen Kerngeschäfts geht oder um die Hoffnung auf großartige Profite ist erstmal nebensächlich. Grundsätzlich gilt ohne Hinterfragen der Motivation, dass Investments in Startups durch Corporate VCs für beide Seiten eine großer Herausforderung darstellen, zu großen Problemen führen und sowohl etablierte Unternehmen wie Startups sich gut überlegen sollten, ob sie diesen Schritt wirklich gehen wollen.
1

Schwierigkeiten mit Technologien

Unternehmensinvestoren fehlt es an Zeit, Ressourcen und Fachwissen, um interne Impulse für die Umsetzung neuer Technologien und Strategien zu generieren oder zu integrieren. Insbesondere solche Corporte VCs, die eigene Inkubatoren- oder Acceleratorenprogramme führen zwar zu kleinen Investments und Pilotprojekten, doch eine konsequente Partnerschaft auf Augenhöhe scheitert häufig an unternehmensseitig fehlendem Willen oder auch Ressourcen.
2

Unerwünschte Skalierbarkeit

Corporates haben Ihren Eigennutzen, beispielsweise die eigene Effizienzsteigerung oder Geschäftsmodellerweiterung im Fokus. Es widerspricht in der Regel jeglicher Zielsetzung, Lösungen auch Wettbewerbern zugänglich zu machen. Sie investieren daher nicht unter dem Gesichtspunkt, ob ein Geschäftsmodell schnell skalierbar, disruptiv und marktverändernd werden kann bzw. können diese Entwicklung – ob absichtlich oder unabsichtlich – sogar verhindern.
3

Starres Konzerngerüst

Corporates verstehen nicht, wie wichtig ein VC-fähiges Setup des Startups ist. Außerdem fehlt Ihnen das nötige Investment-Netzwerk. Wachstum braucht aber meist viel Geld: von Wagniskapitalgebern. Doch Corporates glauben, dass bereits Ihr Einsatz von ein paar hundert- bis 1,x Mio € 25,1% Anteile und mehr wert sind. Sie verlangen viele Anteile und konzernübliche Kontrollrechte. So sorgen sie dafür, dass die Gründer in Augen von Wagniskapitalgebern eine zu schwache Stellung haben und nicht ausreichend incentiviert sind. Damit wird ein Investment durch VCs unattraktiv.
4

Absurde Profitabilität

Investitionen müssen sich direkt rechnen. Auch solche in Innovation und Digitalisierung.
Das Bewusstsein, dass Prozessoptimierung und je nach Fortschritt bei Mitbewerbern auch Geschäftsmodellerweiterung zunächst erstmal blanken Kampf ums Überleben darstellen, fehlt. Absurd anzunehmen, dass ein Unternehmensvertreter Kosten plant um sinkender Profitabilität entgegenzusteuern. Und absurd, von Startups direkte Profitabilität, erst recht fürs eigene Investment in kurzer Zeit zu erwarten.
5

Fehlende Agilität

Corporates bewegen sich langsam. Wer als Startup in Pilotprojekte mit Corporates einsteigt, bindet häufig langfristig Ressourcen, die zu Lasten der Schnelligkeit gehen. Das Bewusstsein, wie schädlich dies für Startups sein kann, fehlt auf Corporate-Seite allerdings meist. Und selbst wenn der Wille da ist, verhindern lange Entscheidungswege, diverse Strukturen oder konzernpolitische Macht-Spiele Agilität. Wer den Corporate erstmal im Cap Table hat, kann dieser Falle nicht mehr einfach entkommen.
6

Schlechte Zahlungsmoral

Mehrstufige, langwierige Freigabeprozesse für Verträge oder Rechnungen bis hin zur Veranlassung von Zahlläufen sind in Corporates Standard – oder müssen aus Compliance Gründen sogar so sein. Dies kann Subunternehmer, erst recht Startups, in ernste finanzielle Schwierigkeiten bringen. Bei Kooperationen mit investierten Corporates bringen dann Mahnungen & Co. doppelten Ärger.
7

Ablehnung von VCs

Die Suche nach Einhörnern ist das Geschäftsmodell von VCs. Es gibt in keiner Branche ein Einhorn-Beispiel, bei dem ein Corporate VC eine Rolle spielte. Im Gegenteil. Umfragen unter großen VCs zeigen, dass diese unter keinen Umständen mit Corporate VCs zusammenarbeiten möchten.
8

Reporting Verpflichtungen

In bestimmten Fällen sind Corporates verpflichtet, Ihre eigene Perfomance regelmäßig zu berichten. Dies betrifft dann auch die von Beteiligungen. Bei reinem Finanzkennzahlen-Reporting fallen Startups häufig negativ auf bzw. die relevanten Wachstums-KPIs finden keine Beachtung. Corporate VCs wissen häufig auch gar nicht um Benchmarks und Best Practice Informationen. Abgesehen vom erheblichen Aufwand zur Erstellung entsprechender Reportings kann dies zu Erfolgsdruck führen, der je nach Unternehmensphase des Startups schädlich ist.
9

Sich verändernde Strategien

Corporates möchten häufig "irgendwas machen" und haben dann Schwierigkeiten Prioritäten zu setzen. Gleich, ob Pilotprojekt, Kooperation oder bloße Beteiligung – nicht selten sind Startups mit wechselnden Ansprechpartnern, unterschiedlichen Motivationen oder schlimmstenfalls sich verändernden Strategien auf Seiten der Corporates konfrontiert. Wenn sich die Priorität beim Corporate VC plötzlich weg vom Startup bewegt, können die fehlende Ressourcen-Zur-Verfügungsstellung, das fehlende Sparring oder auch sicher geglaubte Auslastung auf Seiten des Startups zu Problemen führen.
10

Unterschätzter Aufwand

Wenn Corporates anfangen digital werden zu wollen, verfallen sie häufig in klassisches Besitzdenken und „kaufen“ sich Anteile an jungen Unternehmen. Nach dem Motto sich ddie Digitalisierung zu kaufen. Wie viel Aufwand das Beteiligungsmanagement (an Startups auch im Vergleich zu sonstigen Konzerngesellschaften) bedeutet, wird dabei völlig unterschätzt oder überhaupt nicht erwartet. Entsprechend können sich Prozesse wie beispielsweise Finanzierungsrunden oder wichtige Gesellschafter-Entscheidungen auf Seiten des Startups schmerzhaft verzögern oder sogar scheitern.
11

Redundanz

Unternehmen versuchen oft, große Herausforderungen der Branche zu lösen, indem sie isoliert den Aufwand verdoppeln und nicht von den Erfahrungen anderer Unternehmen lernen. Dies widerspricht den offenen, auf Kooperation angelegten Strukturen von Startups. Wenn Silodenken eines Corporate-VCs Startups von Kolaboration abhält oder dies aktiv verhindert, ob zum Wettbewerbsschutz oder aus klassischer Konzerndenke, kann dies massive Innovations- und Wachstumsbremse für das Startup bedeuten.
Es gibt durchaus positive Beispiele, bei denen Corporates ganze Venture Firmen aufgesetzt haben. Diese mit dem klaren Ziel Wagniskapital zu investieren, um daraus Profit zu generieren. Nicht als Zusatzhobb, nicht als Innovations-Einkauf, nicht mit dem Fokus der Geschäftsmodell-Erweiterung und nicht als vermeintlicher easy und quick Profit-Win. Eben ganz ohne Verknüpfung zum operativen Business. Als separate, unabhängige Entity. Mit entsprechenden agilen Strukturen, Know-How und mit vorhandener Netzwerkanbindung, von denen Startups profitieren können.

Dies kann eine hervorragende Strategie sein. Und dies können optimale Partner für Startups auf Wachstumskurs sein. Leider hat dies mit der Herangehensweise vieler etablierter Unternehmen heute wenig zu tun.

Further Readings:

  • Unser Booster Alumni Tim Meger-Guinkamp hat aus seinen eigenen Erfahrungen einen Kommentar zum Thema Zusammenarbeit mit strategischen Investoren geschrieben. Hier geht’s zu dem Beitrag.
  • Warum Corporate Venture Capital übrigens häufig als „Tourist Capital“ gilt, könnt ihr hier nachlesen.
  • Zur Motivation von Corporate Venture Capital könnt ihr hier mehr lesen.

Amazon nimmt Wohnungswirtschaft und Gewerbeimmobilienmarkt in den Fokus

By Booster InsideNo Comments

Was 2018 noch unter nicht belegbare Gerüchte fiel, scheint schneller wahr zu werden als gedacht – oder aus Immobilienbranchensicht gefürchtet. Zu recht. Der Tech Gigant Amazon ist dafür bekannt, neue identifizierte Geschäftsfelder systematisch, schnell und grundlegend umzukrempeln. Was im Fintech-Bereich bereits erfolgt ist, dass Amazon fast jeden klassischen Geschäftsbereich einer Bank mit einem smarten Angebot angreift, erwartet jetzt die weltweit höchst lukrative Immobilienwirtschaft.

Nach dem primären Fokus auf den Smart Home Bereich, der mit Alexa & Co. bereits erfolgreich erobert ist, agiert Amazon als Entwickler smarter Gebäude, als Schnittstellenplattform zwischen Käufern und Verkäufern und geht in Kooperation mit Amerikas größter Bau- und Immobilienfirma Lennar bereits erste Schritte ins Häusle-Bauen. Gebaut werden Immobilien, die mit Amazon-Hardware und Alexa-Software direkte Mehrwerte für die Bewohner schaffen. Komfortabler und einfacher wird es auch im Office-Bereich, nachdem Alexa for Business als intelligenter Assistent für Besprechungsraum-Buchungen, Kalender-Verwaltung oder Antwort-Assistent gelauncht wurde.

Und wer seine Immobilie über die Amazon-Vermittlungsplattform TurnKey kauft, erhält tausende Dollar um das neue Zuhause mit Amazon Devices auszustatten.

Doch der One-Stop-Shop geht jetzt schon weiter und bietet bereits Do-it-yourself Bausätze und Container-Häuser inkl Solarpower an. Damit zahlt Amazon voll auf den Trend zu Mikro-Living ein und kreiert Antworten zu explodierenden Baukosten und Nachhaltigkeit. Expertenmeinungen deuten die strategischen Schritte und insbesondere die neueste Investition in einen Anbieters für Off-Site-Construction & Modulbauweise als das klare Signal, dass Amazon noch stärker die Immobilienbranche erobern wird. Wir meinen: es wird höchste Zeit für die etablierten Unternehmen aufzuwachen, dass Digitalisierung zunächst nicht Wachstumsstrategie sondern den blanken Kampf ums Überleben darstellt.

Die stille Revolution: Modulbauweise genehmigt

By Booster InsideNo Comments

Innovation und Fortschritt braucht Rahmenbedingungen, die Neuerungen zulassen. Doch bisher war eine massentaugliche, preiseffiziente Fertigung wie im Automobilbereich oder ein einfacher, günstiger Einkaufsprozess wie im Discounter beim Neubau einer Immobilie fern ab der Realität. Dabei ist insbesondere der Baubereich einer der gravierendsten Kostenfaktoren im Immobilienlebenszyklus. Um hier grundlegende Verbesserung zu bringen, ist nicht der Ruf nach mehr Fachpersonal auf der Baustelle nachhaltig hilfreich. Die Veränderung der Wertschöpfungsketten allerdings schon. Off-side-Construction für Vorfertigung von Bauteilen beispielsweise für modular zusammenfügbare Bauteile sind dabei ein erheblicher Effizienzsteigerungsbringer.

Durch zentralisierbare Einkaufs-, Fertigungs- und Logistikprozesse sind vom Bäckereihandwerk bis zum Frisör bereits lange zuvor Wirtschaftszweige auf den Kopf gestellt worden.

Doch endlich profitiert auch unsere Branche von diesen Erkenntnissen: Nicht heimlich, aber ohne lautes Announcement erfolgte für den Baubereich bereits am 22. Februar 2019 das Setzen entscheidender Rahmenrichtlinien. Auf Beschluss der Bauministerkonferenz erfolgte die Aufnahme der Typengenehmigung in die Musterbauordnung (MBO). Dies ermöglicht die vereinfachte Zulassung seriell und modular errichteter Wohngebäude.
Der neue § 72a der MBO sieht vor, dass die Typengenehmigung auch für Gebäude erteilt werden könne, „die in unterschiedlicher Ausführung, aber nach einem bestimmten System und aus bestimmten Bauteilen an mehreren Stellen errichtet werden sollen.“

Damit können die nicht nur von Bauherren geforderten Einsparungen von Zeit, Geld und Nerven erreicht werden. Dies kann und wird sicher auch Antworten zur Forderung nach bezahlbarem Wohnraum durch kürzere Bauzeiten und neue Nachverdichtungsmöglichkeiten bringen.

 

Im Detail: Abkehr vom klassischen Bauen
Anders als herkömmlich verläuft die Vorfertigung auf Werksstraßen in Fabrikhallen, bei gleichbleibenden Bedingungen und strengen, dafür viel einfacher überwachbaren Qualitätskontrollen. Die Ausführung der Module ist sehr präzise, die Toleranzen sind deutlich kleiner als im klassischen Massivbau.
Hinter der Aufnahme der Typengenehmigung in die Musterbauordnung steckt das, was Verbände der Wohnungs- und Bauwirtschaft seit längerem forderten: ein vereinfachtes Baugenehmigungsverfahren für Modulbauten.
Dies bringt nicht nur für das Bauen, auch das Planen neue Möglichkeiten, sofern Architekten willens sind, sich kreativ auf die entstandenen Chancen einzulassen. Während heute in der Regel aus einer städtebaulichen Situation heraus eine Immobilie in der Kubatur konzipiert wird und anschließend daraus Grundrisse geplant werden, beginnt der Prozess der Modulbauweise mit den für die Bewohner wichtigsten Elementen, nämlich durchdachten Grundrissen, aus denen sich dann eine Gebäudefigur entwickelt.
Dies erfordert eine neue Form der Kreatitvität auf Seiten der Planer. Und sicher auch eine gehörige Portion Willen, die neuen Möglichkeiten auszunutzen.
Das Chancenpotential dieser neuen Rahmenbedingungen kann aber auch im positiven eine Revolution auslösen, der hoffentlich viele Hände zum Erfolg verhelfen.

9 Gründe warum wir nicht in Einzelgründer investieren

By Booster InsideNo Comments

Für eine Unternehmensgründung braucht es viele Kompetenzen & vielfältigen Input. Und bei innovativen, technologischen Geschäftsmodellen braucht es in der Regel viel Kapital, um Entwicklung und Wachstum zu ermöglichen. Um Wagniskapital aufzunehmen, müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein. Dabei gibt es ein grundlegendes Merkmal, das bereits ganz zum Beginn das wachstumsfähige Setup eines Startups zerstören kann: die Gründung eines Startups mit nur einer Gründerperson.

Hier findet Ihr unsere 9 Gründe, warum wir nicht in Einzelgründer investieren:

1

Kompetenzen in allen unternehmensrelevaten Feldern

Strategische Kompetenzen wie Geschäftsmodell-Entwicklung und Businessplan-Erstellung inkl. Ausformulierung von Vision und Mission und operativ zu erreichenden Zielen bilden zu Beginn die Grundlage für einen erfolgreichen Start. Das allein kann eine One-Man oder One-Woman-Show wohl noch leisten. Doch dass ein Einzelgründer sowohl in Theorie wie in Praxis alles beherrscht, was gebraucht wird, ist nahezu ausgeschlossen.
2

Kaufmännisches Know-How

Was in der Theorie zu Papier gebracht ist, muss auch mit Leben gefüllt werden. Dazu braucht es kaufmännische Kompetenzen in der ganz praktischen Umsetzung der Geschäftsidee: gesellschafts- und vertragsrechtliche Grundlagen braucht es zwingend, um behördliche, formale Anforderungen zu erfüllen – oder überhaupt Kundenaufträge abwickeln zu können. Genauso gehört buchhalterisches und steuerliches Knowhow zum notwendigen Kompetenzrahmen. Klar kann einiges davon über externe Dienstleister eingebunden werden. Doch es braucht einen internen Link im Team, der diese Partner steuert.
3

Technologische Anforderungen

Ein nerdiger ITler ist brilliant, um Technologie zu entwickeln, doch auch hier gibt es Frontend- oder Backendentwickler, UXler, Designer & viele mehr. Unwahrscheinlich, dass ein Programmierer alle Programmiersprachen beherrscht. Und nicht jeder Entwickler beherrscht Coden, Dokumentieren oder auch das Übersetzen von Kundenbedürfnissen in technisch programmierbare Anforderungen. Oft ist ein Team aus einem Projektmanager, der sowohl Kunden- bzw. Salesanforderungen wie auch technisches Prozessverständnis mitbringt eine perfekte Ergänzung und wichtiges Herzstück.
4

Vertriebsexperte

Ein Nerd alleine ist vermutlich außerdem nicht derjenige, der sich an der Sales-Front oder im Rampenlicht beim Pitch-Ballet wohl fühlt. Doch beide braucht es. Ohne funktionierendes, aufregendes Produkt kann der Vertrieb nicht funktionieren. Doch ohne Vertriebskompetenz hilft auch das beste Produkt nicht weiter.
5

Zahlenpuzzle

Ein guter CFO mit guten analytischen, strategischen Fähigkeiten, Lust am Number Crunching, Financial Modelling und mit Gespür und Verständnis für das Reporting relevanter KPIs unbezahlbar – und ab einer gewissen Größenordnung von Finanzierungsbedarf zwingend notwendig, um die Anforderungen von Kapitalgebern zu erfüllen.
6

Ein brillianter CEO reicht einfach nicht

Nicht alle Co-Gründer müssen Unternehmenslenker sein. Doch eine starke Hand, die auch in stürmischen Zeiten das Steuerrad hält und dafür sorgt, dass die Mannschaft nicht kreuz und quer über Deck läuft, ist zwingend notwendig. Ein brillianter CEO, gern auch mit Ecken und Kanten seiner Persönlichkeit, ist oft DAS Gesicht der wachsenden Company. Und gerade in den Anfangsjahren kann eine Fokussierung auf diese Gründerperson in der Positionierung des Unternehmens richtig sein. Doch was ist ein starker Führer ohne Team?
7

Engpässe und Ausfallzeiten

Gründen und ein Unternehmen hochziehen machen viel Arbeit und nicht nur Freude; die harten und stressigen Zeiten und Entscheidungen lassen sich im Team besprechen oder diskutieren. Engpässe oder Ausfallzeiten können durch die anderen Teammitglieder kompensiert werden. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Dafür ist geteilte Freude über die vielen kleinen Erfolgssteps doppelte Freude.
8

Partnerschaften

Geschäftsentwicklung braucht Sparring-Partner – sowohl fachlich wie auch persönlich: und niemand ist so sehr, offen und ehrlich am Erfolg des Startups interessiert, wie die Co-Founder.
9

Der entscheidendste Punkt

Ein gutes Gründerteam zeichnet sich durch komplementäre Fähigkeiten, Stärken und Erfahrungen aus. Und selbst wenn uns ein Gründer von seinen Überflieger-Kompetenzen überzeugt, wissen wir, dass so gut wie kein Wagniskapitalgeber bzw. Investor in Einzelgründer investieren wird. Was hilft es also als Frühphasen-Investor in ein Unternehmen Zeit, Geld und Nerven zu investieren, wenn es keine Wachstumsperspektive hat. Das ist der entscheidendste Grund, weshalb wir nicht in Einzelgründer investieren.

Warum wir PropTech europäisch denken müssen

By Booster InsideNo Comments

Die digitale Transformation ist keine nationale Erscheinung.

Vor zwei Jahren war der Begriff „PropTech“ noch völlig unbekannt. Während die Digitalisierung in anderen Branchen bereits tiefgreifende Veränderungen und neue Player hervorbrachte, wies die Wertschöpfungskette entlang des Immobilienzyklus bis dato so gut wie keine digitale Transformation auf.

Seitdem hat sich viel getan.

PropTechs revolutionieren die Immobilienbranche

„PropTech Unternehmen lösen kundenorientiert und mit innovativen und skalierbaren Geschäftsmodellen Ineffizienzen in der Immobilienwirtschaft unter der Anwendung von Technologien“ (blackprintpartners). Sie sind diejenigen, die Innovation und Digitalisierung im Immobilienbereich vorantreiben. Dies kann den gesamten Immobilienlebenszyklus betreffen: ob für Liegenschaften, Projektentwicklung, Planung, Bau, Betreibung oder Vermarktung bis hin zum Abriss – ob für Wohn-, Büro- oder Handelsimmobilie oder gar Nutz- oder Infrastruktur-Bauwerk.

Spätestens jetzt ist jedem klar: Der Digitalisierungstrend ist „next level“! Er ist kein Trend mehr, sondern eine grundlegende Veränderung, die sich durch alle Branchen und Lebensbereiche hindurch zieht. Etablierte Immobilienunternehmen können in verschiedenster Form Treiber der Digitalisierung sein. Insbesondere die Effizienzsteigerung für relevante Prozessteile in Form von einer langfristigen Kooperation mit PropTechs durch Förderung und Pilotprojekte sind attraktiv und vielversprechend.

Interesse geweckt? Accelerator Programm

Der Europäische Markt

Laut unseren eigenen Erhebungen wirken derzeit circa 417 PropTechs in Deutschland aktiv an der Veränderung der Branche mit. Das ist gut. Insbesondere, da wir uns branchenbezogen im europäischen Kernmarkt befinden. Europa als größter Binnenmarkt der Welt bietet großes Potenzial, um Synergien zu erkennen und Kooperationen einzugehen. Denn ein großes Problem in Europa ist das Konkurrenzdenken der verschiedenen Unternehmen mit gleichem oder ähnlichen Geschäftsmodell in anderen Ländern. Die europäische PropTech Szene beginnt jedoch die Grenzen aufzuheben. In Zusammenarbeit mit Robin Rivaton (Gründer von Real Estech France) veranstaltete blackprint letztes Jahr im Rahmen der MIPIM PropTech Summit das erste Franco-German Real Estate Tech Event.

Welches dann im September auf Berliner Boden wiederholt wurde. Auch das Fazit der diesjährigen MIPIM zeigt, dass die Bereitschaft länderübergreifend zusammenzuarbeiten deutlich gewachsen ist. Zum einen, weil die nationalen PropTech-Branchen aktuell relativ fragmentiert sind und bei etablierten Unternehmen angesichts der zahlreichen Einzellösungen noch immer Unsicherheit herrscht. Durch eine europaweit engere Zusammenarbeit der PropTechs ließen sich geografische Insellösungen vermeiden und mehr Klarheit für potenzielle Kunden schaffen. Zum anderen stärkt die Zusammenarbeit den PropTech-Standort Europa insgesamt, der dadurch im globalen Wettbewerb umso attraktiver wird.

Kooperation von Exquance & KATE Innovations

Die Relevanz der PropTech-Zusammenarbeit zeigen auch spannende Beispiele wie die Kooperation zwischen dem finnischen Finanzportfolio-Manager Exquance und IT solution Unternehmen Kate Innovations. Das Ziel des neuen Unternehmens KATE-XQ ist es „die ultimative next Generation“ Bewertungsplattform zu schaffen und somit die Stärken der beiden PropTechs zu verknüpfen. Beide Unternehmen profitieren neben der inhaltlichen Expertise auch von der Standort-Expansion, die damit einhergeht. Exquance besetzt nämlich neben ihren Heimatländern Finland und Russland, durch die Teilnahme bei blackprint ebenfalls Deutschland. KATE Innovations sitzt in den Niederlanden, womit vier wirtschaftsstarke Länder abgedeckt sind. Die beiden PropTechs haben sich durch das Netzwerk Holland ConTech & PropTech kennen gelernt. CEO Wouter Truffino: „In der kommenden Zeit wird sich der PropTech-Markt konsolidieren. Es ist wunderbar zu sehen, dass durch unser Netzwerk Parteien mit der gleichen DNA zusammenarbeiten und ihre Ambitionen verfolgen können.“

Dieses Beispiel zeigt die Notwendigkeit über deutsche Ländergrenzen hinweg zu schauen. Insbesondere in den Benelux-Staaten, Skandinavien oder den nordost-europäischen Ländern, aber auch digitale Hotspots in Portugal oder Spanien finden sich disruptive PropTech-Ideen, die in ihren eigenen Märkten nicht (ausreichend) wachsen können. Genau das was der deutsche Immobilienmarkt bieten kann.

„Auf der MIPIM hat sich im Gespräch mit führenden PropTech-Experten gezeigt, dass die Bereitschaft, länderübergreifend zusammenzuarbeiten, deutlich gewachsen ist. Das ist gut und auch notwendig. Zum einen, weil die nationalen PropTech-Branchen aktuell relativ fragmentiert sind und bei etablierten Unternehmen angesichts der zahlreichen Einzellösungen noch immer Unsicherheit herrscht. Durch eine europaweit engere Zusammenarbeit der PropTechs ließen sich geografische Insellösungen vermeiden und mehr Klarheit für potenzielle Kunden schaffen. Zum anderen stärkt die Zusammenarbeit den PropTech-Standort Europa insgesamt, der dadurch im globalen Wettbewerb umso attraktiver wird.“

- Alexander Ubach-Utermöhl | Managing Director

Über den großen Teich

Doch um die Qualität und Sprengkraft vieler Ideen wissend, haben insbesondere amerikanische Scouts begonnen, gezielt europäische PropTechs „über den Teich wegzuholen“ und diese auf dem eigenen Kontinent groß zu machen. Dabei haben wir, als europäischer Kernmarkt, das Potential, diese Ideen für die Immobilienwirtschaft zu fördern und nutzbar zu machen. Andere Branchen haben es gezeigt: es sind nicht (nur) die bekannten Player, die im Zuge der Digitalisierung den Wettbewerb verschärfen. Es sind insbesondere innovative Unternehmen aus bisher völlig fernen Standorten, denen die Expansion gelingt. Oder auch vermeintlich völlig fernen Branchen, die disruptive Veränderungen bringen.

Die digitale Wende

Während 2007 Apple von den CEOs von Microsoft und Nokia noch als chancenlos und Nischenprodukt bezeichnet wurde, war es für Banken bis vor kurzem unglaublich, dass Amazon mehr ist als ein Marktplatz (Siehe diese Grafik mit dem Titel: „Death by a thousand Cuts„). Fassungslosigkeit machte sich bei den Mitbewerbern aus der klassischen Immobilienbranche breit, als sie im kanadischen Toronto die Ausschreibung eines neuen Stadtteilviertels gegen eine Google Tochter verloren (Sidewalk Labs).

Und während ein international tätiger, deutscher Wandverkleidungsmaterialproduzent gerade noch auf seiner Hauptversammlung davon berichtet, dass trotz Expansion der Gewinn stagniert und der Umsatz klein einstellig gewachsen sei, während gleichzeitig propagiert wurde, dass es das Unternehmen „in 100 Jahren“ noch geben wird, sind 3D-Druckeranbieter auf dem Vormarsch. Während Bau- und Produktionskosten immer weiter steigen und neue Projekte preislich und zeitlich unkalkulierbar machen, hält offsite-Produktion, modulare Bauweise oder gar die komplette Produktion eines Hauses in wenigen Stunden aus dem 3D-Drucker Einzug in die Realität. Nicht im fernen Asien, sondern direkt in Frankreich um die Ecke. Und während Kosteneffizienz, Einsparung beim Baumüll und die zeitliche Komponente ohnehin schon die Produktion der letzten 50 Jahre mehr als in Frage stellt, sind diese Immobilien auch noch in der Lage witterungstechnischen Bedingungen wie auf dem Mars standzuhalten. Erstaunlich, wer in Anbetracht dieser positiven Disruption sein Geschäftsmodell weiterhin unverändert darauf baut, dass weiter Jahrzehnte in Handarbeit auf Baustellen Platten an Profile gedübelt, verspachtelt, getrocknet, verspachtelt, getrocknet und nochmal verspachtelt wird, bevor die nächsten manuellen Arbeiten die Veredelung vornehmen.

Über den nationalen Tellerrand hinaus?

Amazons Strategie ist nicht abwarten, bis seine Smart-Home-Produkte vielleicht den Weg zum Kunden finden. Naheliegend, die Bauproduktion aufzuwirbeln und direkt den Fuß in die Tür zu bekommen. Egal, was das für etablierte Unternehmen bedeutet. Die Benchmarks und Erkenntnisse aus anderen Branchen liegen vor. Die Immobilienbranche kann daraus lernen und sich selbst und Ihre Unternehmen für die Zukunft wappnen. Dies hat viel mit Veränderungsbereitschaft und Visionskraft zu tun. Dies hat insbesondere etwas mit dem Aufbrechen von althergebrachten Gedankenmustern zu tun. Mit über den Tellerrand schauen. Insbesondere den nationalen.

Aus europäischer Sicht gilt es, die Potentiale auf dem eigenen Kontinent zu identifizieren, gezielt zu fördern, den PropTechs die relevanten Marktzugänge zu besorgen, die sie brauchen, um effizient, schnell und nachhaltig zu wachsen. Es kann nicht sein, dass wir als Wirtschaftsstandort Europa uns weiter schwächen durch weiteres gegeneinander. Und erst recht nicht, dass uns unsere eigenen digitalen Geschäftsmodelle demnächst aus Amerika für teures Geld zum Einkauf angeboten werden.

Europa als treibende Kraft!

Als europäischer Digitalisierungs-Hub für die Immobilienwirtschaft mit Fokusmarkt Deutschland tragen wir unseren Teil dazu bei, dass europäische Geschäftsmodelle ihr Wachstum auch in Europa verwirklichen können. Frankfurt’s exzellente Lage im Herzen von Europa ist standorttechnisch bestens gelegen, um von hier aus den deutschen Markt für europäische Geschäftsmodelle & PropTech-Expansionen zu erschließen. Aus allen Himmelsrichtungen verknüpfen wir PropTechs, Corporates, Branchenvertreter, Investoren und Influencer quer durch Europa und sorgen so gemeinsam dafür, dass die digitale Transformation über den Immobilienlebenszyklus hinweg aktiv gestaltet wird und Europa als Standort wirtschaftlich Stärke gewinnt.

Wir rufen alle Beteiligten dazu auf – etablierte Unternehmen, PropTechs, Investoren – die Grundgedanken von Digitalisierung: Freiheit, Transparenz, Dynamik und Grenzenlosigkeit zum europäischen PropTech-Einigungsgedanken zu machen.

Booster Inside
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An Estonian PropTech Journey

By Booster Inside2 Comments

Since our fourth batch is going to start so soon, Jakob took the trip to Estonia to meet up with several PropTechs and talk to them. Keep reading if you are interested in learning more about our selection process.

Accelerator Program

In December I visited Estonia for the first time. Why? Apart from being personally curious about the most digitally advanced country and economy in Europe, I was looking to meet some promising PropTech companies for our Accelerator program, restarting in spring.

We at blackprint got a good feeling about how Estonia and Estonian founders work, when Kristi and her colleagues of "Moderan" joined our first batch in January 2017. Since then Alex actually is an e-resident of Estonia, mostly because Kristi forced him to (as she did not want to get paper-based signatures from him in the future), but partly because it is exciting to get to know such a system first hand. Kristi, who has been in the digital startup scene of Estonia for more than 10 years now, is a great example for what makes Estonian entrepreneurs special (but also Baltic entrepreneurs in general) as well as stand out (and successful):

They aim for and think international right from the start. That is why Kristi came to blackprint two years ago, and that’s why her commercial lease management solution is sold nearly as well in Germany as in the Baltics. Although most Estonian startups are and were created in Tallinn (among them Unicorns like Taxify, Skype and Transferwise or prominent software companies such as Pipedrive), during my preliminary research and my visit to Tallinn, I learned that Tartu is home to a substantial amount of young and promising tech companies (you will find two of them below), so it is definitely worthwhile to visit both cities, when you go to Estonia!

I only had one day for meetings in Tallinn, nevertheless I was able to get to know a substantial part of the real estate-related tech scene over there. Following, you will find a quick overview of the places and companies I visited:

Kristi Hakkaja from Moderan together with Co-Founder Raiko Uri aswell as Booster CEO Alex at Techquartier Frankfurt.

PropTechs

01. Hausing

When I came to the office of Hausing, I instantly realized that I just walked into a tech company. The most important part of their office equipment seems to be a gaming area with an impressive collection of mostly classical games and consoles. That being said, they are working on an impressive and extensive tool for property management which promises to automatize a lot of tasks around this area.

02. Bauhub

Unfortunately, as Teet and his teammates from Bauhub are situated in Tartu, I was not able to meet them personally but instead had a call with them shortly after my visit. Their solution is a mixture of a document and project management software specifically geared towards construction. It was really refreshing to see modern principles of software development and UX applied to such a non-digital area, so I’m keen to watch their ongoing progress!

03. BitofProperty

Karl and Taavi are running one of the most innovating Crowdfunding platforms in the Baltics and are another perfect example of the international thinking of Estonian founders. Their company is based in Singapore and Tallinn and capitalizing on the best those cities can bring to businesses, especially in the tech and financial world. You might think that real estate crowdfunding is a well-covered area of the PropTech scene. But, keeping in mind that BitofProperty is structured in a totally different way than similar business models in Germany and what Karl and Taavi have planned for the future, it might be worthwhile to keep them on your watchlist.

04. Bailsman

The team of Bailsman, of whom I personally met Indrek, James and Peeter, might be the most impressive combination of people I’ve encountered on my journey. They have built companies around payments and financing before (Supplierplus), seem to be fantastically connected among banks and are now taking on the huge market of rental deposits (respectively guarantees in their case), which makes me extremely curious for their future development.

05. Consorto

Philip, the founder of Consorto, is one of the few founders I’ve met in Estonia, who has a background or previous experience in the real estate sector (which is similar to the market in Germany). Although his business model of a commercial marketplace has been and is being tried a lot of times and some might say it is a moonshot, his real estate expertise and knowledge connected to their tech team and the fact that they are currently part of the Startup Wise Guys program might make a difference this time.

Accelerator & Coworking Spaces

I’ve seen and met a lot of Accelerator programs (and know how hard it is to build and run one). Nevertheless, Startup Wise Guys sticks out from all of them. Firstly, they are one of the only serious non-corporate B2B focused programs I’ve seen. Secondly and more importantly, they might have one of the most impressive track records in the whole of Europe - solely the fact that they did over 100 investments to date would be enough for such a statement, but there is more. They also compiled an insightful Baltic Startup Scene report, which you can find here:

Baltic Startup Scene Report 2017/2018 by Startup Wise Guys and EIT Digital

02. Workland

I nearly spend half a day at Workland since Consorto and Startup Wise Guys are located here. The place has a pleasant and quiet atmosphere, and although being equipped with latest technology the space feels a lot like a large living room.

03. Lift99

Even though I did not get to meet Elise and the team of Lift99 it is most likely one of the largest epicenters of the Estonian tech scene. This is especially because of the community they build around it, which is based on close ties to Pipedrive, Taxify, Toggl and other prominent players as well as international relations (e.g. their hub in the Ukraine). It was recommended to me beforehand several times and definitely is on the top of my list for my next visit. If you are a founder, you should also check out their online founder matchmaking tool F2F!

As you can see, there are a lot of inspiring and interesting companies and places to visit in Tallinn. And Estonians are really open for international guests and contacts, so a visit is totally worth it! That experience being told, I want to thank all the fellow founders for having me and letting me see a small part of the Estonian PropTech scene! I hope to return really soon!

Recap on 2018

By Booster InsideNo Comments

The company year 2018 for blackprint Booster is coming to an end. It was an exciting year for us! We want to take the moment to recap on the year and tell you what moved us, what we experienced and what changed. Enjoy!

PropTech Yearbook

At the end of 2017, Alex had the more analogue idea to come out with an overview on the PropTech scene in the DACH region in form of a book. Publishing a book is not as simple as one would think though. In a team of 4 people we scanned almost 400 PropTech Startups, meaning their business model, the founding team and their socials from Germany, Austria and Switzerland. We gathered all this infomation as well as the typeforms some startups completed themselves, and previous data we already had into an excel (damn excel...), which then turned into the profile pages in the book. Next to this we started researching the different categories the companies were settled in to see how the distribution is in the whole scene. With all of this and the help of a wonderful designer from Operation Butterfly (who also designed "The Hundert") this then turned into our PropTech Yearbook! So much work, but so worth it now! It's great to hold something in your hands that you worked on for several weeks with your team and receive positive feedback from people.

Demo Day | Batch 2

On March 8th we celebrated our Demo Day for Batch 2! Over 90 people from the industry such as investors, VC's and other PropTech passionates came to Techquartier to watch AllVR, Simplifa, VRnow and wohnungshelden pitch their business model and present what they learned in our program. At the end of the event Alexander gave a short outlook on the upcoming batch where the booster wants to become more international and broaden its spectre even more. Great day and even greater to see now what they achieved in the last couple of months after completing the program. They are extremely hard working teams and it is great so see how successful they are!

Selection Day | Batch 3

After the second Batch ended, Jakob and Alex started scouting again for new teams for the third batch. Out of around 40 applications, we invited 12 of them to our selection day which took place on the 16th of May. Our investment committee consisting of Klaus Freiberg (Vonovia), Marc Stilke (Booster Co-Initiator), Axel von Starck (Hevella Capital) and Dr. Emilio Matthaei (Colinus) debated for over an hour with Alex and Sebastian which teams would be selected to participate in the next program round. They decided on: Bots4you, Rentseed and Stegimondo. Exquance joined a little later as well. In the beginning of August Batch number 3 could then officially begin!

FUTURE: PropTech Berlin

Our mother company blackprintpartners organised FUTURE: PropTech Berlin for the second time this year. It was an successful event with over 400 attendees, insightful panels and deepdiving tech speeches. My personal favourite of the year. The day itself was stressful but went quite smoothly. After this we held the second Franco-German PropTech meetup with Robin Rivaton, which was also very successful! I am looking forward to FUTURE: PropTech Berlin 2019!

Speeches | Moderations | Workshops | Interviews…

... you name it! Alex and Jakob are your people! Since the Booster's mission is not only to accelerate PropTechs through connecting them to renowned real estate companies, but also to participate and work for the constant development in the digitalization of the real estate industry they travel all over Europe to enlighten people on the topic. To only name a few, we made an appearance (Panel / Speech/ Moderation) at PropTech Riga, PropTech Russia Summit, Real Innovation, Real Estate Innovation Summit, MIPIM PropTech, Expo Real, ZIA Tag der Immobilienwirtschaft, FUTURE: PropTech London/Berlin/Vienna and many more...

Research

After publishing our PropTech Yearbook and together with our research pro Rame, we really dived deeper into researching. Together with Jakob, the both of them started working on a profound database with information on the PropTechs of the DACH region, to really acquire a deep knowledge of the market and its changes. This is one of our most important assets because it really demonstrates our broad market awareness. This database is the basis for the development of our statistics and overviews. If you are interested in our results, the button will take you to our graphics page, where you can also download them.

University Cooperations

We had so many student groups here at Techquartier this year, very exciting! We have official cooperations with Hochschule Aschaffenburg, EBS University of Business and Law and TU Darmstadt. About one we have to talk about in particular: Alex co-organizes the course "Entrepreneurship in Real Estate" at Hochschule Aschaffenburg, where the team with the best business model could win 1,000 EUR (sponsored by us!). The best part is, this team not only saw this as a university project but really founded their PropTech Startup based on this course. They are called DOCESTATE. We love to spark the founders passion in students and seeing them develop their idea and evolve into a legit business.
Other universities that visited us were IREBS Regensburg and HfWU Nürtingen Geislingen. Always a good time talking to young motivated people who are eager to learn about our scene!

Demo Day | Batch 3

The culmination of generation 1! We celebrated our Demo Day on 29th of November, together with our PropTech Alumnis, our Partners, our current PropTech teams and anyone interested in the scene! We kicked it off with a warm welcome by Alex and Sebastian and then Jakob presented our research results which we acquired in the last couple of months, which was very interesting for the audience (find our statistics on here under "PropTech Insights"). Then our Alumni teams (Roomhero, AllVr, Vrnow and wohnungshelden) presented their achievements after the Booster program ended for them, which made us very proud. They are working very hard and are all extremely passionate people! The most important part of the evening, which was our current Batch 3 teams Pitches, were successful as well. We are looking forward to hear more about what opportunities opened up for them after it. It was a great evening, which we ended with a couple bottles of wine, great food and nice talks. Now we are looking forward to starting Batch 4 and by this our second Generation!

4 new Booster Team Members

The Booster Team doubled in size this year and we are still recruiting!
Junior Marketing Manager Jill joined in January to support the Booster in the online marketing sector.
Research working student Rame joined in March to dive deep into the PropTech backgrounds.
Graphic Designer Felix joined in June to rescue the Booster from creating graphics in powerpoint, and is an immense support in the whole field.
Business Developer Mark joined in September to start developing the company builder within our company group.
Want to know more about everyone? We have a blogpost up introducing the whole team!

Scouting for new PropTech Teams

Also a very important and interesting, yet very time consuming part! Alex, Sebastian and Jakob go through all the PropTech team applications, coordinate videocalls with them, partly meet them in person and decide which teams we invite to our selection day to pitch in front of the investment comitee. This also contributes to our deep knowledge of the market, because we experience directly where the founding tendency is going at what time. Which aspects are important here? Definitely the team itself, their experience, if they can cover several areas of competence (e.g. tech, real estate...), then of course the potential of the business model and if one of the partners is fit to work with them. Very interesting!

Team Events

Next to the occasional beer after work, events for teambuilding are extremely important. For example in June we participated in the NAI Apollo charity soccer cup where we teamed up with some of our alumni team members, which was really fun! We also went to the annual summerparty from Feldhoff & Cie, which is also part of our company group. Paul held a big barbecue at his home, which was cool! Also, so much fun was our internal christmas party with the "SleevesUp"-team, where we played lasertag and had glühwein and snacks at their open space in Rödelheim. We are already looking forward to the next team events!

What an eventful year it was! Thanks to everyone who contributed to it. Now, we will go into the christmas break, rejuvenate our powers and start our work freshly in 2019.

Happy Holidays!

The Booster Team

Digitalization within the Real Estate industry

By Booster InsideNo Comments

Expectations vs. Reality

As an Accelerator that focusses solely on the PropTech (Property Technology) Industry, we directly experience the hassle of the Real Estate Industry trying to live up to speed of digitalization! Which, in other industries, has been an essential aspect to improvement and company development.

77
 

of real estate companies

do not plan on hiring additional employees for the company’s digital transformation process.

source

As the BFW concluded, there are a few digital frontrunners who implemented the bases, but 77% of the companies do not want to hire any additional employees for their digital transformation and 54% do not have any implementation plan concerning Digitalization. However, the best part of this survey is that these companies said, they have high expectations towards Digitalization. Wait… what? Yes, you read right, they expect technology to just happen to them. But they do not want/ have the resources to work with it. No wonder the BFW called this a Paradox!

The Real Estate industry is a little like my grandma: does not want to buy a new tv (hers is literally 15 years old) but gets annoyed when her remote does not work, her favorite channel is not available anymore, the connection is a mess and through this my brother or I have to regularly visit and figure out how to make it work again. We would probably have to get HER a new TV before she would ever get involved with “this technical stuff” herself.

Very similar to the Real Estate industry: it has always worked like this, why should we care about newer technologies? It will happen to us anyway. We do not have money or time for this. Let’s print this 70 page-contract, sign it, scan it, send it to the customer who has to sign it, scan it, and send back via carrier pigeon. No problem here. I mean, you would think that they would only wait for young motivated minds to ease their work flows and dearly welcome them to improve the processes, but this is unfortunately very often not the case.

Not EVERY real estate company does a terrible job at this, there are brilliant examples of big real estate firms getting involved with new technology such as BEOS. Already in 2015 when the term PropTech was still a quite unknown slang-word BEOS announced their cooperation with Architrave to build a strategy for digitalization within the company.

It was the aim to go from an analogue to a modern digital management for internal documents, easily accessible for everyone. A team of Developers, Designers and Usability-specialists helped BEOS getting into the digital age from here. Since then BEOS has been a continuous role model for digital transformation. They understood early on that this process is not only to simplify the usage for the employees and customers but also has its entrepreneurial and strategic advantages in terms of depth in detail, access and evaluation of the material.

However, there have been several cases where the cooperation between the two just did not work out. Several firms who wanted to cooperate with young PropTech startups and instead of letting the PropTech help them improve their business, the cooperation did not work as it should have and, in the end, unfortunately the PropTech went bankrupt. One can only guess but one crucial point for corporates in

working with a PropTech is that they must be extremely open to this cooperation, feel the motivation to work with them and even though it is way out of their comfort zone, to let them explore and maybe also criticize their previous work flows. This is a serious problem. Because in the end a failed cooperation will affect the startup way worse than the huge corporate for whom this is not that big of a deal. So, the cooperation with big real estate firms is important but not that easy to pursue as one would hope.

However, there are also fields in which a more modern and digitalized application in theory sounds terrific, but is not wanted by the users! A great example here is the latest hype about chatbots. More and more websites have the little popup with "Hi, how can I help you today?" come up when trying to contact them. The ZIA survey on the "digitial office" found out that 7 out of 10 people are opposed to talking to a chatbot rather than an actual human being. So, is technology approaching too fast for the people or are the people the one's not going with the time. I'll leave that decision up to you.

It is interesting how different the opinions on this topic are. The expectations are sometimes a lot different to what reality offers for this time and place. Thomas Birkle from the technology and service provider Robert Bosch concluded that Germany lags around 3 years behind England, the USA and the Nordics. The real estate industry is not dynamic, he says.

Thomas Herr, Head of Digital Innovation and Managing Director of CBRE, says that it will take 10-15 years until revolutionary technologies like blockchain, IoT etc will assert the market. Some even say that the digital transformation is not even here. Dr. Thomas Beyerle questions which innovations did take off in the real estate industry at all? Besides some approaches in virtual reality, management of documents and the flexibility of workspace there is not much going on, he says.

In conclusion: Yes, the expectations of some young motivated PropTech founders to disrupt this industry and become a unicorn in a split second like Airbnb is unrealistic, the established real estate players are a tough crowd, and this probably will not change for the next few years. However, we as an accelerator try our very best to simplify the cooperation between PropTechs and Corporates and bring them together on eye-level not only through our program but also through our conference FUTURE: PropTech in Berlin which we co-host to initiate and encourage the exchange of established Real Estate players, VC’s and PropTech founders.

What do you think? How can the real estate industry operate to achieve a better cooperation with PropTech's and establish technology in their companies? I would be happy to hear your feedback on this topic!

Have a good week 🙂

Jill

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